Beschnitten!? • Dei Verbum direkt (Diskussion zu Bibel)

Dr. Till Magnus Steiner und Dr. Werner Kleine im Streitgespräch (Foto: Christoph Schönbach)

Seit März 2015 betreibt die Katholische Citykirche Wuppertal den biblischen Weblog "Dei Verbum" (www.dei-verbum.de). In wöchentlichen Beiträgen zeigen der in Jerusalem lebende Alttestamentler Dr. Till Magnus Steiner und der Wuppertaler Neutestamentler Dr. Werner Kleine, dass die Bibel auch für heutige Fragen in Kirche und Gesellschaft relevant ist.

Begleitend zum Weblog gibt es regelmäßig Live-Diskussionen (Dei Verbum direkt). Das nächste offene Gespräch findet am Dienstag, dem 12. November 2019 um 19.00 Uhr im Berliner Plätzchen (Berliner Str. 173/Ecke Langobardenstr. in Wuppertal-Oberbarmen) zum Thema „Beschnitten!““ statt.

Die Beschneidung ist umstritten. Immer wieder kommen in der Gegenwart auf, die religiöse Beschneidung, die für Juden und Muslime zur religiösen Praxis gehört, zu verbieten. Dabei ist die Beschneidung nicht erst heute ein umstrittenes Thema. Bereits in neutestamentlicher Zeit wurde die Frage der Beschnittenheit und der Unbeschnittenheit diskutiert. Waren die ersten Christen noch Juden, wurde schon nach kurzer Zeit das Evangelium des vom Kreuzestod Auferstandenen unter Nichtjuden, den Heiden verkündet. Man begann – zuerst in Antiochien – Heiden ohne vorherige Konversion zum Judentum zu taufen. Die Beschneidung als äußeres Zeichen der Zugehörigkeit zum Judentum wurde hier nicht mehr vollzogen. Gleichwohl war genau das Bestandteil des ersten großen innerchristlichen Konfliktes: Muss der Christ nicht zuerst zum Judentum konvertieren? Muss der Taufe nicht die Beschneidung vorausgehen?

Dieser Konflikt prägte die theologische Debatte der ersten Christen. Sie führte schließlich zum sogenannten Apostelkonzil, auf dem die Heidentaufe ohne vorherige Beschneidung anerkannt wurde. Gleichwohl bliebt die Situation auch nach diesem Beschluss konfliktiv, wie viele Texte des Neuen Testamentes, die die Taufe Unbeschnittener verteidigen. Das alleine zeigt, welche Bedeutung die Beschneidung auch und gerade für das Judentum hatte und hat. Worin sich diese Bedeutung begründet und warum Christen trotzdem auf die Beschneidung verzichten, das ist Gegenstand der Diskussion zwischen dem Alttestamentler Dr. Till Magnus Steiner und dem Neutestamentler Dr. Werner Kleine.

Voraussichtlich wird die Diskussion per Facebook-Livestream (erreichbar unter www.kck42.de/live) in Echtzeit ins Internet übertragen.

Leben aus dem Tod - eine mystagogische Friedhofsführung

Das Kreuz ist auch auf dem kath. Friedhof Hochstr. ein Zeichen des Sieges des Lebens über den Tod. (Foto: Werner Kleine)

Die Katholische Citykirche Wuppertal lädt wieder zu einer "mystagogischen Friedhofsführung" auf den Kath. Friedhof Hochstr. in Wuppertal-Elberfeld ein. Diese Friedhofsführung der besonderen Art beginnt am Mittwoch, dem 13. November 2019 um 16.00 Uhr am Eingang des Kath. Friedhofs (an der Friedhofskapelle – Hochstr. 11, Wuppertal-Elberfeld). Die Führung wird von Pastoralreferent Dr. Werner Kleine geleitet.

Der Tod ist wie die Geburt ein Teil des Lebens. Für Christen kommt das Leben im Tod zu sich selbst. Friedhöfe sind deshalb nicht bloß Ruhestätten. Grab- und Gedenksteine legen Zeugnis vom Leben derer ab, die hier bestattet sind – und es sind bei weitem nicht nur die Geburts- und Todesdaten, die hiervon zeugen. Die mystagogische Führung auf dem Friedhof Hochstr. erschließt die Begegnung von Leben und Tod auf eine ganz besondere Weise. Es wird deutlich: Der Tod ist kein Ende, sondern Vollendung.

Mystagogische Kirchenführungen in Wuppertal

Mystagogische Kirchenführung in Wuppertal (Foto: Christoph Schönbach)

Die nächste Kirchenführung der besonderen Art (mystagogische Kirchenführung) findet am Donnerstag, dem 14. November 2019 um 19 Uhr in St. Laurentius (am Laurentiusplatz in Wuppertal-Elberfeld) statt.

Im Unterschied zu herkömmlichen Kirchenführungen, die eher kunst- oder architekturgeschichtlich orientiert sind, möchte die mystagogische Kirchenführung den Kirchenraum als Kultraum erschließen. Kirchen sind nicht bloß Versammlungsstätten, sie sind auch Stein gewordene Glaubenszeugnisse ihrer Zeit. Das Entdecken dieser spirituellen und mystischen Dimension des Raumes und seiner „kultischen Funktion“ steht im Mittelpunkt der mystagogischen Kirchenführung. Dabei werden vor allem zentrale Orte der katholischen Liturgie (Eingang, Taufbecken, Ambo, Altar, Tabernakel) aufgesucht und und in ihrer rituellen Bedeutung erschlossen. Die mystagogische Kirchenführung wird dabei selbst gewissermaßen zu einer Liturgie. Zur mystagogischen Kirchenführung gehören daher auch kleine, von den Teilnehmern selbst vollzogene Riten wie etwa eine Weihrauchspende oder das Schmecken von Manna.

Weitere Informationen unter www.mystagogische-kirchenfuehrung.de.

Gedenkgottesdienst St. Josef Krankenhaus

Am Freitag, dem 15. November 2019, laden die Seelsorger des St. Josef Krankenhauses zu einem Gedenkgottesdienst für die dort Verstorbenen ein. Eingeladen sind Angehörige und Freunde, die den Verstorbenen nahe standen. Der Gottesdienst beginnt um 16.00 Uhr in der Kapelle des St. Josef Krankenhauses (Bergstr. 6-12, 42105 Wuppertal). Anschließend besteht die Möglichkeit, den Abend gemeinsam mit den Seelsorgern ausklingen zu lassen.

Das Wort zur Woche (3. November 2019- 31. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr C)

Dr. Werner Kleine
Katharina Nowak

Fakenews

Kein neues Thema, sondern schon Paulus kannte dieses Phänomen, wie dem heutigen Lesungstext zu entnehmen ist:

„Lasst euch nicht so schnell aus der Fassung bringen und in Schrecken jagen, wenn in einem prophetischen Wort oder einer Rede oder in einem Brief, wie wir ihn geschrieben haben sollen, behauptet wird, der Tag des Herrn sei schon da!“ (2 Thess 2,2)

Offensichtlich waren also auch die Menschen damals schon mit Nachrichten konfrontiert, die keinen Wahrheitsgehalt hatten, aber dennoch in Angst und Schrecken versetzt haben. Dennoch haben die heutigen Fakenews wohl eine neue Qualität, da die Menschen damals – vermutlich - nur aus Unwissenheit und eigener Unsicherheit Unwahres verbreitet haben, dies aber heute oftmals gezielt eingesetzt wird, um Menschen zu manipulieren und die eigenen Interessen voranbringen zu können. Erschreckenderweise – dies fiel mir bei der Vorbereitung für diesen Text auf – ist der erste Treffer, wenn man in eine große Suchmaschine „fakenews“ eingibt „fake news erstellen“. Offenbar ist es inzwischen eine Art Volkssport, andere Menschen in die Irre zu führen.

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Kirche im Radio

Die katholische und evangelische Kirche in Wuppertal gestaltet seit dem 2. Oktober 2011 jeweils am 1. Sonntag im Monat zwischen 8.00 und 9.00 Uhr das Sendeformat "Himmel und Erde lokal". Die nächste Sendung wird am Sonntag, dem 3. November 2019 über die in Wuppertal empfangbare Frequenz von Radio Wuppertal (UKW 107,4 MHz - Kabel 105,55 MHz) ausgestrahlt.

Wer die Ausstrahlung der Sendung verpasst hat, kann sich die Beiträge der Sendung wenige Tage später auf der im Soundcloud-Account der Katholischen Citykirche Wuppertal (oder hier auf der Homepage) noch einmal anhören.

Neben der "großen" Kirchensendung im lokalen Radio werden außerdem jeden Sonntag die kirchlichen Regionalnachrichten um 8.30 Uhr gesendet - wie immer mit akutellen Informationen und Nachrichten aus der evangelischen und katholischen Kirche in Wuppertal.

Homepage von "Himmel und Erde lokal"

Hat man je einen Papst übers Wasser laufen sehen?

Wenn große Hoffnungen auf kleinen Glauben treffen

Wieder einmal steht die Kirche auch in der Gegenwart vor großen Herausforderungen. Zwischen Furcht und Hoffnung schwankend erscheint manches schon als Quantensprung, was in den Augen der Welt er einem Tippelschritt gleichkommt. Die alles entscheidende Aufgabe, das Wort Gottes in alle Welt zu verkünden, braucht aber zu allen Zeiten Mutige, die bereit sind, zu entscheiden und zu verkünden. Ist da jemand, der heute den Sprung wagt?

Zum Beitrag "Hat man je einen Papst übers Wasser laufen sehen?" von Dr. Werner Kleine

Zur Soundcloud-Playlist mit allen Dei-Verbum-Beiträgen

Was glauben Sie denn? - Die neue Kolummne in der WZ

Dr. Werner Kleine
Dr. Werner Kleine

Die Cloud

Selten kommen sich die Traditionen der aus der Reformation hervorgegangenen Kirchen und die römisch-katholische Kirche im Jahr so nah wie in diesen Tagen, wenn auf den Reformationstag am 31.10. das römisch-katholische Hochfest Allerheiligen folgt. Wenn die Abendsonne den Horizont küsst, findet der Wechsel der Feste, die in so besonderer Weise auch für die jeweiligen Identitäten der Konfessionen stehen, statt. Ist es wirklich Zufall, dass die immer noch getrennten Konfessionen hier auf natürliche Weise einander nahe kommen? Was glauben Sie denn?

Die Anfänge des Allerheiligenfestes reichen bis ins 4. Jahrhundert zurück, als man noch lange nicht von Konfessionen sprach. Man unterschied noch nicht zwischen orthodox oder römisch-katholisch. Auch die Reformation war noch Jahrhunderte entfernt. Die Kirche war im wahrsten Sinn „katholisch“. Das Wort geht auf das griechisch „katholon“ zurück, das soviel wie „universell“ oder „umfassend“ bedeutet. Die später entstehende Konfessionsbezeichnung „römisch-katholisch“ geht primär auf den römischen Ritus, der in der westlateinischen Kirche gefeiert wurde, zurück. Die umgangssprachlich verwendete Konfessionsbezeichnung „katholisch“ ist also streng genommen eine Verkürzung.

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30. Ökumenischer Gottesdienst zum Welt-Aids-Tag

Grundlagenschulung Ehrenamt im Justizvollzug

Knast - Gefängnis - Justizvollzug

Ein Kurs für Menschen, die einmal hinter die Mauern einer verschlossenen Welt schauen wollen.

•    Mittwoch, 25.09.2019, 19.00 Uhr Internationales Begegnungszentrum des Caritasverbandes Wuppertal/Solingen, Hünefeldstraße 54a, 42285 Wuppertal
„Freiwillig in den Knast – verrückt oder was?“
Die Bedeutung und Möglichkeiten ehrenamtlicher Mitarbeit beim Kath. Gefängnisverein für das Bergische Land e.V.

•    Mittwoch, 02.10.2019, 17.30 Uhr an der Pforte der JVA Wuppertal-Vohwinkel
„Leben hinter Gittern“
Struktur der Haftanstalt, Gespräche mit Fachdiensten und JVA-Beamt/innen

•    Mittwoch, 09.10.2019, 19.00 Uhr St. Suitbertus, Pappenbergerstr. 14B, 42853 Remscheid
„Streitpunkt: Kriminalität“
Aspekte gesellschaftlicher Bedingungen und Hintergründe von Kriminalität, gesetzliche Grundlagen

•   „Gefängnis live“ – Besuche in einer JVA
Mittwoch, 16.10.2019, 17.30 Uhr an der Pforte der JVA Wuppertal-Ronsdorf
Samstag, 19.10.2019, 09.00 Uhr an der Pforte der JVA Wuppertal-Vohwinkel Dienstag, 22.10.2019, 17.30 Uhr an der Pforte der JVA Remscheid
Gespräche mit Inhaftierten,
Teilnahme an einem katholischen Gottesdienst (nur in Wuppertal-Vohwinkel)

•    Mittwoch, 06.11.2019, 19.00 Uhr Internationales Begegnungszentrum
„Der schmale Pfad zwischen Helfen können und Helfen müssen“
Selbstbild und Motivation Ehrenamtlicher, Gespräche mit Ehrenamtlichen

•    Mittwoch, 13.11.2019, 19.00 Uhr Internationales Begegnungszentrum
„Wie kann es weiter gehen?“
Differenzierung des Ehrenamtes, Abschlussessen und Ausklang

Dauer der Kurstermine: jeweils ca. 2 Stunden

Anmeldungen bis 18.09.2019. an:Renate Szymczyk, Koordinatorin EhrenamtKatholischer Gefängnisverein für das Bergische Land e.V.Tel.: 0202/28052-14

Vesper in St. Laurentius und in St. Antonius

Nach den Sommerferien wird in St. Laurentius und St. Antonius wieder wöchentlich die Vesper - das Abendgebet der Kirche - gesungen. Die Vesper wird in St. Laurentius (am Laurentiusplatz in Wuppertal-Elberfeld) jeweils Donnerstags um 18.30 Uhr gesungen, in St. Antonius (Unterdörnen 137/Nähe Alter Markt in Wuppertal-Barmen) jeweils Dienstags um 17.00 Uhr.

Man kann an den Vespergebeten auf unterschiedliche Weise teilnehmen: einfach hörend oder mitsingend. Die Vespern werden in der traditionellen Weise des katholischen Stundengebetes gesungen. Schon nach kurzer Zeit kann man die traditionellen Psalmengesänge mitsingen.

Dei Verbum - jetzt auch als Podcast bei Spotify

Die Audiodateien des biblischen Weblogs der Katholischen Citykirche Wuppertal "Dei Verbum" gibt es jetzt auch als Podcast bei   Spotify und iTunes. Jeden Dienstag veröffentlichen der Alttestamentler Dr. Till Magnus Steiner und der Neutestamentler Dr. Werner Kleine unter www.dei-verbum.de aktuelle Beitrag, die zeigen, dass die Bibel auch heute noch relevant ist. Die Beiträge gibt es eben jetzt auch als Audio zum Anhören bei iTunes und können dort abonniert werden:

Zum iTunes-Podcast "Dei Verbum"

Neu: "Dei Verbum" bei Spotify

Behindertengerechte Einrichtungen in den katholischen Kirchen in Wuppertal

Vielfach wurden wir nach einer Übersicht über behindertengerechte Einrichtungen in den katholischen Kirchen Wuppertals gefragt. Wir freuen uns, eine solche Übersicht veröffentlichen zu können. Die Übersicht enthält Angaben über Induktionsschleifen für Schwerhörige oder Hörgeschädigte sowie die Möglichkeit barrierefreier Zugänge und deren Erreichbarkeit. Die Übersicht kann als pdf-Datei heruntergeladen werden und wird regelmäßig aktualisiert.

 Übersicht über die behindertengerechten Einrichtungen katholischer Kirchen in Wuppertal

Webcam der Katholischen Citykirche Wuppertal - Blick auf die Basilika St. Laurentius am Laurentiusplatz in Wuppertal-Elberfeld

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logisch! Zeitung der Katholischen Citykirche Wuppertal