Das Wort zur Woche (23. Juni 2019 - 12. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr C)

Dr. Werner Kleine
Dr. Werner Kleine, PR

Leutedenken

Liebe Leserinnen und Leser,

„Was sollen die Leute bloß denken?“ – wer kennt ihn nicht, diesen Satz, den besorgte Eltern ihrem frühreifen Nachwuchs entgegenhielten, wenn das an den Tag gelegte Verhalten nicht ganz den Vorstellungen der Erziehungsberechtigten entsprach. Die unfassbare Masse der „Leute“ übte damit die Funktion aus, die – jahreszeitlich bedingt – der Nikolaus, das Christkind oder auch der Osterhase übernahmen, in meteorologischen Varianten aber auch der „liebe“ Gott persönlich, der im Donner eines Gewitters gar nicht lieb zu schimpfen vermochte. Immer aber wussten diese anderen über einen besser Bescheid, als man selbst. Sie stellten so aber nicht nur die eigene Selbstwahrnehmung radikal in Frage; letztlich torpedierten sie auch die Autorität der Eltern, waren sie doch offensichtlich stärker als jene älteren Verwandten ersten Grades, mussten (und müssen) sich diese doch der Macht jener bedienen, um die eigenen Vorstellungen weniger durch die Kraft der Argumente, sondern die Macht drohender Peinlichkeit und Scham des Gesichtsverlustes durchzusetzen.

„Was sollen die Leute bloß denken?“ – zweifelsohne eine Frage mit Potential, wenn auch mit nicht positiver Valenz. Dabei hatten die Leute in der Vergangenheit meist ein Gesicht. Es waren oft die unmittelbaren Nachbarn, die gemeint waren. Sie hatten Namen und Gestalt. Es waren Menschen, die im alltäglichen Umgang gar nicht so machtvoll erschienen, wie es in der elterlichen Frage suggeriert wurde. Hatten nicht manche von ihnen eigenen Marotten und verhielten sich skurril? Interessierten diese Leute sich für das, was man selbst über sie dachte? Und was passierte, wenn diese Leute – ja was eigentlich – dachten?

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Alter und neuer Bund? Altes und neues Israel? - Das Verhältnis von Juden und Christen neu verstehen • Dei Verbum direkt (Diskussion zu Bibel)

Dr. Till Magnus Steiner und Dr. Werner Kleine im Streitgespräch (Foto: Christoph Schönbach)

Seit März 2015 betreibt die Katholische Citykirche Wuppertal den biblischen Weblog "Dei Verbum" (www.dei-verbum.de). In wöchentlichen Beiträgen zeigen der in Jerusalem lebende Alttestamentler Dr. Till Magnus Steiner und der Wuppertaler Neutestamentler Dr. Werner Kleine, dass die Bibel auch für heutige Fragen in Kirche und Gesellschaft relevant ist.

Begleitend zum Weblog gibt es regelmäßig Live-Diskussionen (Dei Verbum direkt). Das nächste offene Gespräch findet am Dienstag, dem 25. Juni 2019 um 19.00 Uhr im Berliner Plätzchen (Berliner Str. 173/Ecke Langobardenstr. in Wuppertal-Oberbarmen) zum Thema „Alter und neuer Bund? Altes und neues Israel? - Das Verhältnis von Juden und Christen neu verstehen“ statt.

Das Christentum begann nicht als eigenständige Religion, sondern als innerjüdische Bewegung. Schon früh setzte freilich – von Antiochien ausgehend – die Heidenmission ein. Damit entstand eine nicht nur innerkirchliche Konfliktlinie. Das Miteinander von Juden- und Heidenchristen wurde auf dem sogenannten Apostelkonzil geklärt und brauchte dennoch seine Zeit, bis die innerkirchlichen Schwierigkeiten behoben waren. Eklatanter jedoch war in der frühkirchlichen der Konflikt zwischenjenen, die in Jesus Christus den Messias erkannten und den Juden, die das ablehnten. Gerade weil die frühe Kirche zunehmend Heiden, also Nichtjuden integrierte, verschärfte sich das Verhältnis zum Judentum zusätzlich – bis es schließlich um die erste Jahrhundertwende zum Bruch kam.

Weite Teile des Neuen Testamentes spiegeln diesen Konflikt wieder. Schon bei Paulus findet sich die Rede vom Alten und vom Neuen Bund – der Alte Bund ist der mosaische Bund Gottes mit Israel, der Neue Bund der in Kreuzestod und Auferstehung Jesu Christi begründete Bund, der über Israel hinausgeht. Freilich insinuiert die Rede vom Alten und vom Neuen eine Bevorzugung des Neuen. Hält diese Interpretation dem biblischen Befund stand? Oder muss das Verhältnis von Altem und Neuem Bund neu gedacht werden? Ja: Muss nicht vielleicht sogar eine neue Redeweise gefunden werden, damit tradierte Ressentiments nicht immer neu belebt werden? Ob und wie das Verhältnis von Juden und Christen in der Gegenwart neu verstanden werden kann, ist Gegenstand der Diskussion zwischen dem Alttestamentler Dr. Till Magnus Steiner und dem Neutestamentler Dr. Werner Kleine.

Voraussichtlich wird die Diskussion per Facebook-Livestream (erreichbar unter www.kck42.de/live) in Echtzeit ins Internet übertragen.

Platzrede! • 26.6.2019 • 12 Uhr • Berliner Platz

Verkündigung mit Leidenschaft! - Dr. Werner Kleine bei der Platzrede im Oktober 2017. Diskussion ausdrücklich erwünscht! (Foto: Christoph Schönbach)

Von Beginn an ereignete sich die Verkündigung der frohen Botschaft in der Öffentlichkeit. Die situative Rahmenbedingung Bergpredigt oder die Feldrede Jesu, die im Matthäus- bzw. Lukasevangelium einen wesentlichen Teil der Verkündigung Jesu überliefern belegen dies ebenso wie die Pfingstrede des Petrus oder die Rede des Paulus auf dem Athener Areopag in der Apostelgeschichte. Dabei lässt schon die biblische Tradition eine enge Verbindung der Verkündigung der frohen Botschaft mit dem aktuellen Alltag der Zuhörerinnen und Zuhörer erkennen. 

Die Katholische Citykirche Wuppertal nimmt diese biblische Tradition mit einem neuen Projekt, den „Platzreden“ wieder auf. Pastoralreferent Dr. Werner Kleine wird am Mittwoch, dem 26. April 2019 um 12 Uhr die nächste Platzrede in diesem Jahr auf dem Berliner Platz in Wuppertal-Oberbarmen halten. Dabei wird er ebenso auf theologische wie auf tagesaktuelle und lokalrelevante Inhalte eingehen. Der konstruktive Zwischenruf seitens des Publikums ist ausdrücklich erwünscht. 

Die Platzreden verstehen sich als ernsthafte Unterhaltung an einem besonderen öffentlichen Ort. Gerade der Berliner Platz, der jüngst als „gefährlicher Ort“ eingestuft wurde, wurde zum Auftakt gewählt. Wo sonst in der Stadt könnte die biblische Zusage des „Fürchtet euch nicht“ deutlicher zur Sprache kommen.

Die Platzreden werden in Kooperation mit dem „Berliner Plätzchen“, einer Einrichtung der kath. Pfarrgemeinde St. Johann Baptist gegenüber des Berliner Platzes, veranstaltet.

Dem Hl. Judas Thaddäus zur Ehre • Wallfahrt zum Helfer in schwierigen Lebenslagen am 28.6.2019

Der Hl. Judas Thaddäus wird an jedem 28. eines Monats in St. Marien in Wuppertal-Elberfeld geehrt.

Der Hl. Judas Thaddäus gehört zu den fast vergessenen Aposteln. Er ist der Fürsprecher und Helfer in schwierigen Lebenslagen. Sein Gedenktag ist der 28. Oktober.

Ihm zu Ehren versammeln sich schon seit langem in Mexiko-Stadt viele, die am Rande der Gesellschaft stehen oder hoffnunglos sind, an jedem 28. eines Monats, um ihn als starken Fürsprecher anzurufen. Zusammen mit dem Sozialdienst kath. Frauen (SkF) e.V. Wuppertal, dem Caritasverband Wuppertal/Solingen, der Notfallseelsorge Wuppertal und der Seelsorge für Obdachlose, Prostituierte und Drogenabhänge lädt die Katholische Citykirche Wuppertal alle, die sich in schwierigen Lebenslagen befinden, hoffnungslos sind oder am Rand der Gesellschaft stehen an jedem 28. Tag eines Monats nach St. Marien in Wuppertal-Elberfeld (Wortmannstr./Ecke Hardtstr.) von 12-14 Uhr ein, um den Hl. Judas Thaddäus um Beistand und Fürsprache zu bitten. Neben einem kurzen Gottesdienst and der Judas-Thaddhäus-Statue (12.45 Uhr) gibt es auch Gelegenheit, bei einem Mittagessen ins Gespräch zu kommen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Jede und jeder ist willkommen!

Die nächste Wallfahrt findet am Freitag, dem 28. Juni 2019 von 12-14 Uhr in St. Marien (Wortmannstr. 2 in Wuppertal-Elberfeld) statt. Um 12.45 Uhr Uhr wird bei der Judas-Thaddäus-Statue in der Marienkirche eine Kurzandacht gehalten.

Das Projekt wird von der Metzgerei Kaufmann unterstützt.

Katholische Citykirche vor Ort

Kath. Citykirche auf der Alten Freiheit (Foto: W. Kleine)

Am Mittwoch, dem 2. Juli 2019 ist die Katholische Citykirche vor Ort. Entsprechendes Wetter vorausgesetzt wird der Stand der Katholischen Citykirche Wuppertal voraussichtlich in der Zeit von 12-14 Uhr auf Alte Markt in Wuppertal-Barmen stehen.

ansprechBAR - die offene Sprechstunde der Katholischen Citykirche Wuppertal • 3.7.2019 • Kaffee Engel

Die nächste offene Sprechstunde der Katholischen Citykirche Wuppertal findet am Mittwoch, dem 3. Juli 2019, von 13.00-14.00 Uhr Uhr im Kaffee Engel (Friedrich-Ebert-Str. 13 in Wuppertal-Elberfeld) statt. Als Mitarbeiter der Katholischen Citykirche Wuppertal steht dann Pastoralreferent Dr. Werner Kleine von der Katholischen Citykirche Wuppertal zum Gespräch über Gott und die Welt, aber auch für kritische Fragen zur Verfügung.

Ein himmlischer Wegbegleiter für unterwegs - das Buch Tobit • Glaubensinformation in Wuppertal

Die Katholische Citykirche Wuppertal lädt am Mittwoch, dem 3. Juli 2019 um 19.00 Uhr im Katholischen Stadthaus (Laurentiusstr. 7, Wuppertal-Elberfeld, 1. Etage) zur „Glaubensinformation in Wuppertal“ ein. Das Thema lautet: „Ein himmlischer Wegbegleiter für unterwegs - das Buch Tobit“. Pastoralreferent Dr. Werner Kleine wird durch den Abend führen.

Manch einer kann sich vielleicht noch an ein Bild erinnern, das in manch einem Schlafzimmer der Großelterngeneration hing. In recht naiver Weise gemalt zeigte es einen Jungen und ein Mädchen, die über eine Brücke gehen. Der Junge trägt einen Fisch in der Hand, während den beiden ein Hund folgt. Die ganze Szenerie wird von einem engelgleichen Wesen bewacht - dem Schutzengel, der den Weg der beiden behütet. Dieses Schutzengelbild geht auf das Buch Tobit zurück - eine Novelle aus der Septuaginta, der griechischen Version des Alten Testamentes, die nicht in der hebräischen Bibel enthalten ist. Aus evangelischer Sicht gehört sie deshalb zu den Apokryphen, für Katholiken ist sie Bestandteil des biblischen Kanon.

Die Tobitnovelle erzählt von Tobias, dem Sohn des erblindeten Tobit, der noch im Kindesalter von ihm auf eine nicht ungefährliche Mission geschickt wird. Deshalb soll er sich einen Wegbegleiter suchen, den er in Raphael findet. Raphael ist ein Engel Gottes, aber nicht als solcher erkennbar. Tobias wird auf dem Weg reifen, manch Abenteuer bestehen, die Frau fürs Leben finden und schließlich sogar zur Heilung seines Vaters beitragen. Die Tobit- Novelle ist auf der einen Seite eine Coming of Age-Erzählung, auf der anderen Seite aber auch eine nicht ohne Humor erzählte Geschichte, die dazu auffordert, den Abenteuern des Lebens offen entgegenzugehen, steht doch am Ende die Gewissheit, dass Gott das Seine tun wird, um den Weg der Mutigen zu schützen - und sei es durch Engel, die gar nicht wie Engel aussehen. Wer weiß schon, ob diese Engel nicht schon längst neben uns sind?

Der Abend, der die akuelle Saison der Glaubensinformation beschließt, führt in die wunderbar erzählte Tobitlegende ein. Die nächste Glaubensinformation findet dann wieder am 28. August 2019 statt.

Weitere Informationen zur Reihe "Glaubensinformation"

Voraussichtlich wird die Veranstaltung per Facebook-Livestream in der Facebookseite der Katholischen Citykirche Wuppertal übertragen. Die Seite ist unter www.kck42.de/facebook öffentlich zugänglich.

Reisesegen mit Fahrzeugsegnung

Vor dem Ferien- und Reisebeginn lädt die Katholische Citykirche Wuppertal am Donnerstag, dem 11. Juli 2019 um 18.30 Uhr auf den Laurentiusplatz in Wuppertal-Elberfeld zu einem Reisesegen mit anschließender Fahrzeugsegnung ein. Alle Reisenden können mit oder ohne Gefährt den Reisesegen im Rahmen einer kurzen Andacht empfangen.

Das Unterwegssein gehört zu den Urerfahrungen nicht nur des christlichen Glaubens. Im Segen wird die Gegenwart Gottes auf allen Wegen vergegenwärtigt und erinnert, dass die Reisenden den Menschen, die ihnen auf ihrer Reise begegnen mit Respekt begegnen, sind sie doch selbst Söhne und Töchter des einen Gottes. Daran mahnt auch die Fahrzeugsegnung: Die Lenkerinnen und Lenker der so gesegneten Gefährte sollen ihrer Verantwortung gewahr werden.

So mit dem Segen Gottes unterwegs zu sein, öffnet die Augen neu für Länder, Kulturen, Menschen, Natur und die Schöpfung - eine von Gott gewollte, wunderbare Vielfalt des Lebens.

Maria auf der Spur: Radwallfahrt zum Mariendom nach Neviges

Der Mariendom in Neviges ist das Ziel einer besonderen Radwallfahrt. Sie widmet sich der Muttergottes Maria, die als „Madonna del Ghisallo“ auch als Schutzpatronin der Fahrradfahrer angerufen wird. Die Radwallfahrt startet mit dem Reisesegen und einer Andacht in Wuppertal-Vohwinkel an der Kirche St. Ludger. Hier wird besonders der Heiligen der Fahrradfahrer, der Madonna del Ghisallo gedacht. Danach führt die Strecke über ausgewiesene Radwege nach Wülfrath zur Kirche St. Maximin. auch dort ist ein spiritueller Impuls eingeplant. Weiter auf der Strecke wird das Ziel der Radwallfahrt, der Mariendom in Neviges, erreicht. Ein Gottesdienst in dieser einzigartigen Kirche ist Höhepunkt und zugleich Abschluss der Wallfahrt. Mit anschließendem Kaffee und Kuchen im dortigen Pilgersaal klingt die Radwallfahrt aus. 

Tourenlänge: ca. 25km, Halbtagestour ca. 4 Std. 

Offene Teilnahme nach Anmeldung, Keine Kosten- Spenden für Verpflegung erbeten 

Anmeldung unter: Franziskanerkloster Neviges, Wallfahrtssekretariat , Tel. 02053 931840; kontakt@mariendom.de 

In Kooperation mit dem Franziskanerkloster Velbert-Neviges, dem Kreisdekanat Mettmann, der Katholische City-Kirche Wuppertal, 

Uhrzeit: 11:00 bis ca. 15:00 Uhr

Treffpunkt: St. Ludger, Wuppertal-Vohwinkel (Beginn mit einer Andacht bei der Madonna del Ghisallo, der Schutzpatronin der Radfahrer).

Mensch, Adam

Ein neuer Blick auf die biblische Anthropologie

Schon oft hat die Kirche es unternommen, die Welt zu erklären. Oft tat und tut sie es von der Warte des vermeintlichen Besitzes der Wahrheit aus. Und oft genug musste sie früher oder später erkennen, dass die Wahrheit größer ist und tiefer geht, als es auf den ersten Blick erscheint. Das gilt auch für die Frage, was oder wer der Mensch eigentlich ist. Ist er bloß Mann und Frau, wie der Katechismus es sagt, oder männlich und weiblich, wie das Wort Gottes bezeugt? Der kleine Unterschied aber macht wahrhaftig einen Unterschied!

Zum Beitrag "Mensch, Adam" von Dr. Werner Kleine

Zur Soundcloud-Playlist mit allen Dei-Verbum-Beiträgen

Was glauben Sie denn? - Die neue Kolummne in der WZ

Dr. Werner Kleine
Dr. Werner Kleine

Atemspender

Es ist Pfingsten, nach Ostern und Weihnachten das dritte große christliche Fest im Jahreskreis. Das Fest, das am 50. Tag nach Ostern begangen wird, ist in manchen Gegenden mit tiefem Brauchtum verbunden. In den Alpen kennt man etwa den Pfingstochsen – ein besonders prächtiges und herausgeputzt geschmücktes Rindviech, das der Herde vorangeht, wenn die Kühe auf die Weiden und Almen getrieben werden. In unseren Breiten hingegen ist Pfingsten mit eher wenig Folklore verbunden. Vielleicht ist das der Grund, warum Pfingsten nicht nur im hiesigen christlichen Festtagsranking eine eher untergeordnete Rolle zu spielen scheint; auch können viele Passanten auf spontane Anfrage selten sagen, was da an Pfingsten gefeiert wird – entsprechende Videos verursachen vor allem bei gestandenen Christinnen und Christen im Wissen um die eigene Auserwähltheit nicht selten einen Heidenspaß. Was glauben Sie denn?

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Chorprojekt zur Laurentius-Oktav 2019

Spatzenmesse
Missa in C von Wolfgang Amadeus Mozart (KV 220)

Zur Festmesse am Samstag, 10. 8. 2019 um 17 Uhr in der Basilika St. Laurentius

Die Leitung hat Christina von Eynern

Herzlich eingeladen sind geübte Chorsänger, die Spatzenmesse zum Fest des Hl. Laurentius aufzuführen! Die schöne Messe erfreut uns mit einprägsamen Themen und empfindsamer Melodik und ist bestens geeignet, den Chorsängern die Sommerpause zu füllen.

Die Proben finden statt im Pfarrsaal St. Suitbertus (Chlodwigstr. 27, 42119 Wuppertal-Elberfeld) am:

Montag, 5. 8.
Dienstag, 6. 8.
Mittwoch, 7. 8.
Freitag, 9. 8. Jeweils von 19 bis 21 Uhr.
Am Samstag wird ab 15 Uhr an St. Laurentius geprobt.

Für den 2. Juli ist eine erste Verständigungsprobe möglich. Informationen folgen nach der Anmeldung.

Der Pfarrsaal St. Suitbertus ist vom Hauptbahnhof Wuppertal aus zu Fuß zu erreichen. Parkmöglichkeiten an der Stadthalle sind in 250m Entfernung.

Bitte senden Sie Ihre Anmeldung mit Namen, Stimmlage, E-Mail und Telefonnummer an christina.voneynern@laurentius.wuppertal.de oder melden Sie sich im Pfarrbüro St. Laurentius (Friedrich-Ebert-Straße 22, 42103 Wuppertal-Elberfeld, Tel.: 0202-371330).

Die Kirche wächst

Sechs Frauen und 13 Kinder aus Guinea, Kongo und Nigeria wurde in die Kirche aufgenommen. (Foto: Christoph Schönbach)

Es war ein aufregendes Fest, das man nicht alle Tage erlebt! Am Sonntag, dem 3. Juni 2019, wurden in St. Michael in Wermelskirchen sechs afrikanische Frauen aus Nigeria und 13 Kinder aus Nigeria, Guinea und dem Kongo durch die Taufe in die römisch-katholische Kirche aufgenommen. Die Frauen empfingen außerdem die Sakramente der Firmung und zum ersten Mal der Eucharistie. Außerdem wurden zwei Frauen aus Guinea und dem Kongo gefirmt.

Die Gruppe wurde in einem ein Jahr dauernden Kurs von Dr. Werner Kleine von der KGI Fides-Stelle Wuppertal auf die Taufe vorbereitet. Dabei wurde er von Brigitte Krips und Reinhard Bornefeld - beides Mitglieder der Gemeinde St. Michael in Wermelskirchen - unterstützt. Vor allem die Dolmetschdienste von Reinhard Bornfeld, der fließend zwischen Englisch und Französisch wechselnd wesentlich zum Gelingen der Katechese beigetragen hatte, waren eine große Hilfe.

Nun konnte Pfr. Michael Knab die Initiationssakramente in einem bemerkenswerten und durch die Kinder auch sehr lebendigen Gottesdienst spenden. Die neu aufgenommenen Gemeindemitglieder wurden mit wiederholtem und herzlichem Beifall begrüßt. Auch wir wünschen den Neugetauften Gottes Segen und freuen uns sehr darüber, dass die Kirche auf diese Weise wächst.

Fotos von der Taufe gibt es bei flickr.com

Kunst an der Basilika - Pfingsthauch (Annette Marks)

Die Wuppertaler Künstlerin Annette Marks hat bereits im letzten Jahr im Auftrag der Katholischen Citykirche Wuppertal eine großformatige Plane erstellt, die zur Zeit wieder an der Laurentiusbasilika in Wuppertal-Elberfeld gezeigt wird.

Das Bild wurde anlässlich des Pfingstfestes erstellt. Inspiriert durch das christliche Bekenntnis zum Heiligen Geist als "Lebendigmacher" erscheint der Heilige Geist als Lebenshauch. Der Geist ist der Atem Gottes - so wie er in anderen Sprachen auch direkt genannt wird. Es ist der Atem Gottes, durch den der noch Lehm seiende Adam erst ins Leben kommt, so wie es im Buch Genesis steht:

Da formte Gott, der Herr, den Menschen, Staub vom Erdboden, und bließ in seine Nase den Lebensatem. So wurde der Mensch zu einem lebendigen Wesen. Genesis 2,7

Dieser Vorgang wiederholt sich gewissermaßen, wenn der vom Kreuzestod auferstandene Jesus Christus seine Jünger das neue Leben einhaucht:

Jesus sagte noch einmal zu ihnen: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. Nachdem er das gesagt hatte, hauchte er sie an und sagte zu ihnen: Empfangt den Heiligen Geist! Johannes 20,21f

Beide Texte beschreiben, dass letztlich der göttliche Atem das Leben verleiht, so dass man mit Psalm 104 ausrufen kann:

Du sendest deinen Geist aus: Sie werden erschaffen und du erneuerst das Antlitz der Erde. Psalm 104,30

Umgekehrt heißt es aber auch:

Nimmst du ihnen den Atem, so schwinden sie hin. Psalm 104,29b

Das Leben entsteht durch den Geist Gottes, den Lebendigmacher. Es ist Gott, der im Leben atmet. Gott wohnt mit seinem Atem in den Lebenden. Die Lebendigen sind daher Wohnsitz Gottes, so dass Paulus schreiben kann:

Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt? Wer den Tempel Gottes zerstört den wird Gott zerstören. Denn Gottes Tempel ist heilig und der seid ihr. 1 Korinther 3,16f

Von hierher erklärt sich auch die deutsche Wendung "Heiliger Geist", die altdeutsch für "Heiliger Gast" steht. Damit wir die lateinische Metapher des hospes animae, des Seelengastes aufgegriffen, mit der der schöpferische Hauch Gottes besungen wird.

Das Bild von Annette Marks lädt zum Meditieren dieser schöpferischen, lebendigmachenden und kommunikativen Macht des Heiligen Geistes ein. Er ist vielgestaltig und kreativ. Er verleiht dem Menschen von Beginn an Leben. Er ist die mächtige Einhauchung Gottes, die nicht nur dem Adam, sondern allem von Beginn an bis heute und auch in Zukunft Leben gibt. Er weht überall, kommt von oben, verbindet die Menschen und verpflichtet sie; denn es gibt nur einen Geist, der in allen wohnt. Auf diese Weise besteht ein geradezu mystisches Band, dass die Menschen mit Gott verbindet (im Bild die Dimension von und nach oben), gerade dadurch aber auch die Gemeinschaft der Menschen unanbhängig von Religion, Rasse und Geschlecht untereinander begründet (im Bild die Kommunikation der Menschen untereinander). Wer diese Tiefendimension des Lebens begreift, erkennt den Sinn der Worte des Paulus, aber auch Jesu selbst, der in der Mitte Brot tragend als Brot des Lebens präsent ist und spricht:

Was ihr für einen meiner geringsten Brüder und Schwestern getan habt, das habt ihr mir getan. Matthäus 25,40b

Christen schließlich sind die, die sich nicht nur zu dieser Tiefendimension des Lebens bekennen, sondern auch um die innige Verbindung wissen, die durch diese Dimension besteht. Diese Verbindung begründet deshalb die eine, heilige, katholische (vom griechischen "katholon", das "universell" bedeutet) und apostolische Kirche.

Das Bild von Annette Marks zeigt nicht nur die kommunikative und schöpferische Dimension des Heiligen Geistes. Es lädt auch zur Kommunikation ein.

Weitere Bilder zur Menschwerdung Gottes (Weihnachten) und zu Ostern werden in den nächsten Jahren zu sehen sein, so dass sich ein dreiteiliger Zyklus zu den drei großen Festen der Christenheit ergeben wird.

Nachgesehen: Autofasten

Die großartigen Ergebnisse eines Filmprojektes der Katholischen Citykirche Wuppertal im Rahmen der Aktion AUTOFASTEN, in Kooperation mit dem St. Anna Gymnasium Wuppertal. Schauen Sie einfach selbst.

Weitere Videos in dieser Reihe sehen Sie bei Vimeo.

Dei Verbum - jetzt auch als Podcast bei Spotify

Die Audiodateien des biblischen Weblogs der Katholischen Citykirche Wuppertal "Dei Verbum" gibt es jetzt auch als Podcast bei   Spotify und iTunes. Jeden Dienstag veröffentlichen der Alttestamentler Dr. Till Magnus Steiner und der Neutestamentler Dr. Werner Kleine unter www.dei-verbum.de aktuelle Beitrag, die zeigen, dass die Bibel auch heute noch relevant ist. Die Beiträge gibt es eben jetzt auch als Audio zum Anhören bei iTunes und können dort abonniert werden:

Zum iTunes-Podcast "Dei Verbum"

Neu: "Dei Verbum" bei Spotify

Behindertengerechte Einrichtungen in den katholischen Kirchen in Wuppertal

Vielfach wurden wir nach einer Übersicht über behindertengerechte Einrichtungen in den katholischen Kirchen Wuppertals gefragt. Wir freuen uns, eine solche Übersicht veröffentlichen zu können. Die Übersicht enthält Angaben über Induktionsschleifen für Schwerhörige oder Hörgeschädigte sowie die Möglichkeit barrierefreier Zugänge und deren Erreichbarkeit. Die Übersicht kann als pdf-Datei heruntergeladen werden und wird regelmäßig aktualisiert.

 Übersicht über die behindertengerechten Einrichtungen katholischer Kirchen in Wuppertal

Kirche im Radio

Die katholische und evangelische Kirche in Wuppertal gestaltet seit dem 2. Oktober 2011 jeweils am 1. Sonntag im Monat zwischen 8.00 und 9.00 Uhr das Sendeformat "Himmel und Erde lokal". Die nächste Sendung wird am Sonntag, dem 7. Juli 2019 über die in Wuppertal empfangbare Frequenz von Radio Wuppertal (UKW 107,4 MHz - Kabel 105,55 MHz) ausgestrahlt.

Wer die Ausstrahlung der Sendung verpasst hat, kann sich die Beiträge der Sendung wenige Tage später auf der im Soundcloud-Account der Katholischen Citykirche Wuppertal (oder hier auf der Homepage) noch einmal anhören.

Neben der "großen" Kirchensendung im lokalen Radio werden außerdem jeden Sonntag die kirchlichen Regionalnachrichten um 8.30 Uhr gesendet - wie immer mit akutellen Informationen und Nachrichten aus der evangelischen und katholischen Kirche in Wuppertal.

Homepage von "Himmel und Erde lokal"

Webcam der Katholischen Citykirche Wuppertal - Blick auf die Basilika St. Laurentius am Laurentiusplatz in Wuppertal-Elberfeld

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logisch! Zeitung der Katholischen Citykirche Wuppertal