Katholische Citykirche vor Ort

Kath. Citykirche auf der Alten Freiheit (Foto: W. Kleine)

Am Mittwoch, dem 22. Mai 2019 ist die Katholische Citykirche vor Ort. Entsprechendes Wetter vorausgesetzt wird der Stand der Katholischen Citykirche Wuppertal voraussichtlich in der Zeit von 12-14 Uhr auf dem Kerstenplatz in Wuppertal-Elberfeld stehen.

Lebendigmacher und Anstifter - Gott, der Heilige Geist und die Kirche • Glaubensinformation in Wuppertal

Die Katholische Citykirche Wuppertal lädt am Mittwoch, dem 22. Mai 2019 um 19.00 Uhr im Katholischen Stadthaus (Laurentiusstr. 7, Wuppertal-Elberfeld, 1. Etage) zur „Glaubensinformation in Wuppertal“ ein. Das Thema lautet: „Lebendigmacher und Anstifter - Gott, der Heilige Geist und die Kirche“. Pastoralreferent Dr. Werner Kleine wird durch den Abend führen.

Christen verehren den einen Gott als Vater, Sohn und Heiligen Geist. Speziell der Heilige Geist ist der Lebendigmacher, der lebenspendende Atem Gottes. So gesehen ist Gott in allem, was atmet gegenwärtig. Nicht ohne Grund heißt es deshalb in Psalm 150: „Alles, was atmet, lobt den Herrn“.

Dieser Gedanke ist für Christen essentiell. Auf der Erkenntnis, dass alles, was atmet, im Heiligen Geist Gottes atmet – unabhängig von religiöser Erkenntnis und konfessionellem Bekenntnis -, beruht der Gedanke der Feindes- und der Nächstenliebe. Aber auch die biblische Rede, der Mensch sei Tempel Gottes, hat hier ihren Grund, denn Gott ist es, der im Menschen selbst atmet und ihm Leben gibt. Die Gemeinschaft derer schließlich, die das erkennen und sich dazu bekennen, bilden die Kirche. Nicht ohne Grund ist daher der Glaubensartikel über die Kirche im Glaubensbekenntnis eng mit dem Bekenntnis zum Heiligen Geist verbunden.

Voraussichtlich wird die Veranstaltung per Facebook-Livestream in der Facebookseite der Katholischen Citykirche Wuppertal übertragen. Die Seite ist öffentlich zugänglich. Der Link wird in Kürze hier veröffentlicht.

Weitere Informationen zur Reihe "Glaubensinformation"

Voraussichtlich wird die Veranstaltung per Facebook-Livestream in der Facebookseite der Katholischen Citykirche Wuppertal übertragen. Die Seite ist unter www.kck42.de/facebook öffentlich zugänglich.

Trauergottesdienst für Sternenkinder

Am Freitag, dem 24. Mai  2019, wird ein Gottesdienst für verstorben geborene Babys gefeiert. Die Landesfrauenklinik, das Bethesda Krankenhaus und das Team der Sternenkinderambulanz laden um 13.00 Uhr in die Kapelle auf dem Friedhof an der Schützenstraße ein. In einer würdevollen Zeremonie ist dann für Eltern und Geschwister Gelegenheit, Abschied zu nehmen.

Dem Hl. Judas Thaddäus zur Ehre • Wallfahrt zum Helfer in schwierigen Lebenslagen am 28.5.2019

Der Hl. Judas Thaddäus wird an jedem 28. eines Monats in St. Marien in Wuppertal-Elberfeld geehrt.

Der Hl. Judas Thaddäus gehört zu den fast vergessenen Aposteln. Er ist der Fürsprecher und Helfer in schwierigen Lebenslagen. Sein Gedenktag ist der 28. Oktober.

Ihm zu Ehren versammeln sich schon seit langem in Mexiko-Stadt viele, die am Rande der Gesellschaft stehen oder hoffnunglos sind, an jedem 28. eines Monats, um ihn als starken Fürsprecher anzurufen. Zusammen mit dem Sozialdienst kath. Frauen (SkF) e.V. Wuppertal, dem Caritasverband Wuppertal/Solingen, der Notfallseelsorge Wuppertal und der Seelsorge für Obdachlose, Prostituierte und Drogenabhänge lädt die Katholische Citykirche Wuppertal alle, die sich in schwierigen Lebenslagen befinden, hoffnungslos sind oder am Rand der Gesellschaft stehen an jedem 28. Tag eines Monats nach St. Marien in Wuppertal-Elberfeld (Wortmannstr./Ecke Hardtstr.) von 12-14 Uhr ein, um den Hl. Judas Thaddäus um Beistand und Fürsprache zu bitten. Neben einem kurzen Gottesdienst and der Judas-Thaddhäus-Statue (12.45 Uhr) gibt es auch Gelegenheit, bei einem Mittagessen ins Gespräch zu kommen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Jede und jeder ist willkommen!

Die nächste Wallfahrt findet am Dienstag, dem 28. Mai 2019 von 12-14 Uhr in St. Marien (Wortmannstr. 2 in Wuppertal-Elberfeld) statt. Um 12.45 Uhr Uhr wird bei der Judas-Thaddäus-Statue in der Marienkirche eine Kurzandacht gehalten.

Das Projekt wird von der Metzgerei Kaufmann unterstützt.

Gedenkgottesdienst für Verstorbene im Bethesda-Krankenhaus

Am Freitag, dem 31. Mai 2019, laden die Seelsorger des Bethesda-Krankenhauses zu einem Gedenkgottesdienst für die dort Verstorbenen ein. Eingeladen sind Angehörige und Freunde, die den Verstorbenen nahe standen. Der Gottesdienst beginnt um 18.00 Uhr in der Kapelle des Bethesda-Krankenhauses (Hainstr. 35, 42109 Wuppertal). Anschließend besteht die Möglichkeit, den Abend gemeinsam mit den Seelsorgern ausklingen zu lassen.

ansprechBAR - die offene Sprechstunde der Katholischen Citykirche Wuppertal • 5.6.2019 • Kaffee Engel

Die nächste offene Sprechstunde der Katholischen Citykirche Wuppertal findet am Mittwoch, dem 5. Juni 2019, von 13.00-14.00 Uhr Uhr im Kaffee Engel (Friedrich-Ebert-Str. 13 in Wuppertal-Elberfeld) statt. Als Mitarbeiter der Katholischen Citykirche Wuppertal steht dann Pastoralreferent Dr. Werner Kleine von der Katholischen Citykirche Wuppertal zum Gespräch über Gott und die Welt, aber auch für kritische Fragen zur Verfügung.

Mystagogische Kirchenführungen in Wuppertal

Mystagogische Kirchenführung in Wuppertal (Foto: Christoph Schönbach)

Die nächste Kirchenführung der besonderen Art (mystagogische Kirchenführung) findet am Donnerstag, dem 13. Juni 2019 um 19 Uhr in St. Laurentius (am Laurentiusplatz in Wuppertal-Elberfeld) statt.

Im Unterschied zu herkömmlichen Kirchenführungen, die eher kunst- oder architekturgeschichtlich orientiert sind, möchte die mystagogische Kirchenführung den Kirchenraum als Kultraum erschließen. Kirchen sind nicht bloß Versammlungsstätten, sie sind auch Stein gewordene Glaubenszeugnisse ihrer Zeit. Das Entdecken dieser spirituellen und mystischen Dimension des Raumes und seiner „kultischen Funktion“ steht im Mittelpunkt der mystagogischen Kirchenführung. Dabei werden vor allem zentrale Orte der katholischen Liturgie (Eingang, Taufbecken, Ambo, Altar, Tabernakel) aufgesucht und und in ihrer rituellen Bedeutung erschlossen. Die mystagogische Kirchenführung wird dabei selbst gewissermaßen zu einer Liturgie. Zur mystagogischen Kirchenführung gehören daher auch kleine, von den Teilnehmern selbst vollzogene Riten wie etwa eine Weihrauchspende oder das Schmecken von Manna.

Weitere Informationen unter www.mystagogische-kirchenfuehrung.de.

Für diese Kirchenführung ist eine Anmeldung bis zum 22. April 2019 per E-Mail an katharina.nowak@katholische-citykirche-wuppertal.de oder telefonische unter 0202-42969674 nötig.

Das Wort zur Woche (12. Mai 2019- 4. Sonntag der Osterzeit, Lesejahr C)

Dr. Werner Kleine
Katharina Nowak

Gebrochen oder am Stück - Theologie heute?

Papst Franziskus hat vor wenigen Tagen zwar bestätigt, dass die von ihm eingesetzte Kommission zur Frage der Diakoninnen ihre Arbeit beendet habe, ohne jedoch zu einer einheitlichen Sichtweise zu gelangen. Es blieben Zweifel, so der Papst, ob denn die zweifellos gegebenen Beauftragungen zur Diakonin ebenso eine sakramentale Weihe bedeutet hätten, wie bei den Männern. Einmal abgesehen von dem naheliegenden Einwand, dass hier spätere Fragestellungen an Vorgänge herangetragen werden, die damals mangels entfalteter Ämtertheologie noch gar keine entscheidende Rolle spielen konnten, kann doch diese historische Frage nur dann von ausschlaggebender Bedeutung für die heutige Praxis sein, wenn man alles von Gott bejahte in der Entwicklung der Kirche schon im Keim der urkirchlichen Praxis, am besten in der Praxis Jesu angelegt sieht. Alles spätere wäre dann nur Ausfaltung des dogmatisch schon angelegten.

Das wird aber nur vom theologischen Hochreck aus, oder je nach Sichtweise auch nur mit der Brechstange, sinnvoll angenommen werden können. Professor Michael Seewald hat in seiner Studie zum Wandel des Dogmas gezeigt, dass auch eine substantielle Veränderung im Laufe der Zeit in mancher Hinsicht möglich war und Hubert Wolf belegt für die Äbtissinnenweihe, dass nicht nur liturgisch eine Nähe zur Priester- und Bischofsweihe möglich gewesen ist. Man wird doch kaum eine gerade Entwicklungslinie vom Gott des Buches Exodus und seinem Kampf gegen die Ägypter ziehen wollen über den Jesus von Nazareth, der sich nur zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel gesandt weiß, und das Apostelkonzil hin zur Geheimen Offenbarung des Johannes, wie sie uns in der Lesung des heutigen Sonntags begegnet:

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Hauptgewinnerin stiftet Osterei für Kinderhospiz

Dr. Werner Kleine (links) und Giorgio Giannone (rechts) überreichen den Hauptgewinn an Tanja Grotzke (Mitte). (Foto: Christoph Schönbach)

Eiscafé Giannone unterstützt mit alter italienischer Tradition die Katholische Citykirche Wuppertal

Die Osterlosaktion des Eiscafé Giannone (Kaiserstr. 122, Wuppertal-Vohwinkel) ist beendet. Am Mittwoch, dem 17. April 2019 zog Dr. Werner Kleine von der Katholischen Citykirche Wuppertal die Gewinnlose. Sechs Schokoladeneier á 250g, drei á 3,5kg und den Hauptgewinn - ein Schokoladenei mit einem Gewicht von 7,5kg wurden verlost. Die Hauptgewinnerin Tanja Grotzke freute sich sehr über das riesige Osterei, das sie spontan dem Kinderhospiz Burgholz stiftete.

Giorgio Giannone, der Inhaber des Eiscafés, stellt den Reinerlös der Verlosungsaktion als Spende für die seelsorgliche Arbeit der Katholischen Citykirche Wuppertal zur Verfügung.

Die Gewinne können ab sofort im Eiscafé Giannone abgeholt werden. Hier die Gewinnnummern:

Schokoei 250g Losnr.: 122 - 211 - 236 -259 - 280 - 326
Schokoei 3,5kg Losnr.: 8 - 42 - 283
Hauptgewinn Schokoei 7,5kg Losnr.: 71

Fotos von der Verlosung gibt es bei flickr.com

Behindertengerechte Einrichtungen in den katholischen Kirchen in Wuppertal

Vielfach wurden wir nach einer Übersicht über behindertengerechte Einrichtungen in den katholischen Kirchen Wuppertals gefragt. Wir freuen uns, eine solche Übersicht veröffentlichen zu können. Die Übersicht enthält Angaben über Induktionsschleifen für Schwerhörige oder Hörgeschädigte sowie die Möglichkeit barrierefreier Zugänge und deren Erreichbarkeit. Die Übersicht kann als pdf-Datei heruntergeladen werden und wird regelmäßig aktualisiert.

 Übersicht über die behindertengerechten Einrichtungen katholischer Kirchen in Wuppertal

Kirche im Radio

Die katholische und evangelische Kirche in Wuppertal gestaltet seit dem 2. Oktober 2011 jeweils am 1. Sonntag im Monat zwischen 8.00 und 9.00 Uhr das Sendeformat "Himmel und Erde lokal". Die nächste Sendung wird am Sonntag, dem 2. Juni 2019 über die in Wuppertal empfangbare Frequenz von Radio Wuppertal (UKW 107,4 MHz - Kabel 105,55 MHz) ausgestrahlt.

Wer die Ausstrahlung der Sendung verpasst hat, kann sich die Beiträge der Sendung wenige Tage später auf der im Soundcloud-Account der Katholischen Citykirche Wuppertal (oder hier auf der Homepage) noch einmal anhören.

Neben der "großen" Kirchensendung im lokalen Radio werden außerdem jeden Sonntag die kirchlichen Regionalnachrichten um 8.30 Uhr gesendet - wie immer mit akutellen Informationen und Nachrichten aus der evangelischen und katholischen Kirche in Wuppertal.

Homepage von "Himmel und Erde lokal"

Die Verführung der Schafe

Eine neutestamentliche Replik auf Kevin Kühnerts sozialistischen Denkversuch

Der Vorsitzende der Jungsozialisten, Kevin Kühnert, denkt sozialistisch - was für eine Überraschung! Ob aber die in seinem sozialistischen Denkversuch angestellten Überlegungen der Kollektivierung großer Unternehmen eine wirklich zukunftsträchtige Lösung ist, die den gesellschafltichen Frieden zu bewahren geeignet ist? Der Mensch an sich hat ja seine Eigenarten, die man nicht einfach wegidealisieren kann. Das zeigen nicht nur markante biblische Beispiele. Im Neuen Testament finden sich auch Ansätze einer Alternative zur sozialistischen Utopie.

Zum Beitrag "Die Verführung der Schafe" von Dr. Werner Kleine

Zur Soundcloud-Playlist mit allen Dei-Verbum-Beiträgen

Nachgesehen: War das Grab wirklich leer?

Über die Herausforderung der Botschaft von der Auferweckung

Ist der Glaube an die Auferstehung selbst schon vorchristlich begründet, kommt mit dem Bekenntnis zu dem vom Kreuzestod Auferstandenen eine weitere Komponente hinzu. Die Konkretion der Auferstehungserfahrung bringt eine neue Qualität mit sich, die der intellektuellen Vergewisserung bedarf. Dieser Herausforderung stellen sich die neutestamentlichen Autoren ebenso wie der Frage nach der Bedeutung der Auferweckung des Gekreuzigten, die in sich ein Paradox birgt: Wenn Jesus als Gottverlassener stirbt und doch von Gott auferweckt wird, dann liegt in dem historischen Ereignis des Kreuzestodes eine tiefere Bedeutung, von der aus das Leben und Handeln des irdischen Jesus in einem neuen Licht erscheint. Das ist der Beginn der christlichen Theologie, deren Anfänge im Neuen Testament bezeugt sind. Braucht es dazu aber zwingend ein leeres Grab?

Der Abend fand am Mittwoch, dem 8. Mai 2019 von 19.00-20.30 Uhr im Katholischen Stadthaus (Laurentiusstr. 7, Wuppertal-Elberfeld, 1. Etage) statt. Es referierte der Wuppertaler Neutestamentler Dr. Werner Kleine.

Was glauben Sie denn? - Die neue Kolummne in der WZ

Dr. Werner Kleine
Dr. Werner Kleine

Möge die Macht mit Euch sein

Das Datum des morgigen Samstags ist kein beliebiger Termin. Alljährlich birgt der 4. Mai für Eingeweihte eine ganz eigene Botschaft in sich. May 4th, wie das Datum auf Englisch geschrieben wird, wird von den Fans der Star Wars-Serie phonetisch auch als „May the force (be with you)“ gelesen. Damit wird der quasi als Segen fungierende Spruch assoziiert, mit dem sich vorzugsweise die guten Jedi-Ritter in den Kampf mit der dunklen Seite der Macht entsenden.

Das Spiel Gut gegen Böse prägt viele literarische und filmische Plots. Das Böse gewinnt dort immer wieder die Oberhand. Es scheint zuerst zu obsiegen, bevor sich schlussendlich dann doch das Gute durchsetzt. Was glauben Sie denn?

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Kunst an St. Laurentius - Himmelsknoten (Annette Marks)

Die Wuppertaler Künstlerin Annette Marks hat im Auftrag der Katholischen Citykirche Wuppertal eine großformatige Plane erstellt, die zur Zeit an der Laurentiusbasilika in Wuppertal-Elberfeld gezeigt wird. Das Bild wurde anlässlich des Osterfestes erstellt. Ostern ist der Höhepunkt des Kirchenjahres – ein drei Tage währendes Fest (Triduum Paschale), mit dem die Kirche jährlich den inneren Grund des christlichen Glaubens feiert: Kreuzestod und Auferstehung Jesu Christi.

In ihrem Bild setzt sich Annette Marks mit dem Paradox, das der Auferstehung des Gekreuzigten zu eigen ist, auseinander. In sich bedeutet der Glaube an die Auferstehung des am Kreuz Gestorbenen schon eine Herausforderung, mit der sich auch die biblischen Autoren auseinandersetzen. Paulus etwa fragt im 1. Korintherbrief nicht ohne Grund:

„Ich erinnere euch, Brüder und Schwestern, an das Evangelium, das ich euch verkündet habe. Ihr habt es angenommen; es ist der Grund, auf dem ihr steht. Durch dieses Evangelium werdet ihr gerettet werden, wenn ihr festhaltet an dem Wort, das ich euch verkündet habe, es sei denn, ihr hättet den Glauben unüberlegt angenommen.“ (1 Korinther 15,1f)

Weil man die Auferstehung eben nicht einfach nur glauben kann, sondern mit Überlegung erkennt, benennt Paulus wenige Verse später über 513 Zeugen.

Kann die Auferstehung des Gekreuzigten so wenigstens plausibel erscheinen, ergibt sich ein neues Paradox, bedeutet der Kreuzestod nach damaligen Maßstäben doch, gottverlassen zu sein. Es heißt ja im Buch Deuteronomium ohne Wenn und Aber:

„Ein Gehenkter ist ein von Gott Verfluchter.“ (Dtn 21,23)

Die Auferstehung freilich ist ein Akt neuer Schöpfung, die allein Gott zukommt. Was für ein Paradox: Der Gottverlassene wird von Gott gerettet. Diesen gedanklichen Knoten aufzulösen ist das Ziel der neutestamentlichen Autoren. Sie erkennen: Die Lösung des garstigen Osterknotens führt zu der Erkenntnis, dass Gott einen ganz anderen Knoten gelöst hat: Es ist der Himmelsknoten, der die Herrlichkeit Gottes vor den Menschen verbirgt, so wie Gott es Mose sagt, als der die Herrlichkeit Gottes schauen möchte:

„Du kannst mein Angesicht nicht schauen; denn kein Mensch kann mich schauen und am Leben bleiben.“ (Ex 33,20)

Deshalb wurde im Jerusalemer Tempel das Allerheiligste mit einem Vorhang verdeckt, um die Herrlichkeit Gottes zu verbergen. Eben jener Vorhang zerreißt im Moment des Todes Jesu (vgl. Mk 15,38parr): Der Knoten zerreißt, die Herrlichkeit Gottes offenbart sich in diesem Moment, jenem Kairos, in dem alles für die Schöpfung anders wird. Das Kreuz wird zum Dreh- und Angelpunkt von Raum und Zeit. Es wird offenbar: Allen Menschen blüht nun das Leben im Moment des Todes. Die Zukunft ist nicht mehr leer – auch nach dem Tod nicht.

Annette Marks setzt das eigentlich Unsagbare, wenn das Göttliche und das Menschliche, das Ewige und das Zeitliche, das Unsterbliche und das Vergängliche sich begegnen, wunderbar und kunstvoll in Szene. Der Auferstandene durchbricht den Himmelsknoten, ohne den Knoten ganz zu lösen. Der Zweifel mag bleiben; das „Schon und noch nicht“ ist Teil der zeitlichen Existenz des Menschen. Ganz offenbar ist die Herrlichkeit Gottes noch nicht – und doch hält der Knoten letztlich alles zusammen. Das Dunkel des Todes – erfahrbar in den Kreuzen am rechten oberen Rand – ist bleibend gegenwärtig, wird aber schon von den Farben von Himmel und Licht angegangen. Es sind die Farben des Auferstandenen, die von oben, vom Himmel kommend überall da leuchten, wo die Gegenwart des Auferstandenen wirkt: In der Gemeinschaft derer, die in seinem Namen versammelt sind, im neuwerdenden Leben, ja selbst im Grab, das auch durch Wächter nicht verschlossen werden kann.

Der Knoten bleibt und er hält zusammen. Er begegnet den Menschen in den Broten des Lebens, die der Auferstandene den Betrachtern entgegenbringt, ebenso wie im Haar der Frau, die als erste den Vorhang für das Kommen Jesu hebt. Auch Maria ist eine Knotenlöserin. Was sie als Erste getan hat, sollen nun die Jüngerinnen und Jünger Jesu tun: Die Knoten in Hirnen und Herzen zu lösen, damit das Licht des vom Kreuzestod Auferstandenen die Welt durchflutet.

Dr. Werner Kleine

Neues Video im Kath 2:30 Videopodcast

Episode 35: cheirotoneîn

Die Weitergabe von Vollmacht durch Handauflegung und Gebet ist eine Tradition, die in die früheste Zeit der Kirche zurückreicht. So erhalten die Getauften in der Firmung durch Handauflegung die Vollmacht als Christinnen und Christen mit allen Rechten und Pflichten zu leben. Eine besondere Bevollmächtigung stellt das Sakrament der Weihe dar. In der Weihe werden nach alter urkirchlicher Lehre durch Handauflegung und Gebet die Vollmachten weitergegeben, die die Apostel selbst von Jesus Christus empfangen haben. Apostel konnte allerdings nur sein, wer Jesus Christus vom Anfang seines öffentlichen Wirkens an begleitet hatte und Zeuge der Auferstehung war. Die Nachfolger der Apostel nannte man deshalb „Episkopen“ – ein griechisches Wort, das übersetzt „Aufseher“ bedeutet und ursprünglich dem antiken Verwaltungswesen entstammt. Über verschiedene sprachliche Entwicklungsstufen wird aus dem „Episkopos“ schließlich der „Bischof“. Wer durch Handauflegung und Gebet zum Bischof geweiht wird, trägt die alle apostolische Vollmacht – vorausgesetzt, er steht in der apostolischen Sukzession, also einer ununterbrochenen auf mindestens einen der Apostel zurückgehenden Kette von Weihen durch Handauflegung und Gebet. Priester erhalten als Mitarbeiter der sie weihenden Bischöfe einen Teil der Vollmachten, Diakone einen noch kleineren Teil. So entsteht der sogenannte „dreistufige Ordo“ der Weihe aus Diakon-, Priester- und Bischofsamt.

Episode 35 des Videopodcasts Kath 2:30 zeigt den Zusammenhang zwischen Berufung und Beauftragung der Apostel und der Bischofsweihe auf, der durch die Zeiten beibehalten wurde. Berufung erweist sich dabei nicht als Wahrnehmung einer inneren Stimme, sondern als höchst konkreter Anruf in ein Amt, das den Menschen dienen soll und beileibe kein gewöhnlicher Beruf ist.

Neuer Kurs für erwachsene Firmbewerber

Am Mittwoch, dem 17. April 2019 startet um 19 Uhr im Kath. Stadthaus (Laurentiusstr. 7, Wuppertal-Elberfeld, 1. Etage) der neue Vorbereitungskurs für erwachsene Firmbewerberinnen und -bewerber. Die Firmung wird im Rahmen einer Eucharistiefeier am Samstag, dem 8. Juni 2019 im Kölner Dom gespendet. Alle weiteren Informationen finden Sie hier:

KGI Fides Wuppertal: Firmkurs 1. Halbjahr

KGI Fides Wuppertal • 12 Erwachsene bereiten sich auf die Taufe vor

Kardinal Woelki sprach in Anwesenheit von Pfr. Michael Knab und Katechet Reinhard Bornefeld den Taufbewerberinnen aus Wermelskirchen die Zulassung zur Taufe aus. (Foto: Werner Kleine)

In diesem Jahr bereiten sich 12 erwachsene Taufbewerberinnen und -bewerber in der KGI Fides-Stelle auf die Taufe vor. Pastoralreferent Dr. Werner Kleine, Leiter der KGI Fides-Stelle Wuppertal, und Katharina Nowak begleiten die Bewerberinnen und Bewerber auf dem Weg zur Taufe in verschiedenen Gruppen. Die Taufbewerberinnen und -bewerber kommen aus Wermelskirchen, Remscheid und Wuppertal. Sechs von ihnen werden in der Osternacht am 20. April 2019 in Wuppertal, zwei im Kölner Dom durch Kardinal Woelki die Initiationssakrament der Taufe, Firmung und Eucharistie empfangen. Vier Taufbewerberinnen werden die Eingliederungssakramente am Sonntag vor Pfingsten in Wermelskirchen zusammen mit ihren insgeamt zehn Kindern empfangen. Alle Taufbewerberinnen und -bewerber wurden am Samstag, dem 9. März 2019 im Rahmen der Taufzulassungsfeier in St. Aposteln in Köln durch Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki zugelassen. Wir wünschen allen Bewerberinnen und Bewerbern auf dem Weg zur Aufnahme in die Kirche Gottes Segen.

Dei Verbum - jetzt auch als Podcast bei Spotify

Die Audiodateien des biblischen Weblogs der Katholischen Citykirche Wuppertal "Dei Verbum" gibt es jetzt auch als Podcast bei   Spotify und iTunes. Jeden Dienstag veröffentlichen der Alttestamentler Dr. Till Magnus Steiner und der Neutestamentler Dr. Werner Kleine unter www.dei-verbum.de aktuelle Beitrag, die zeigen, dass die Bibel auch heute noch relevant ist. Die Beiträge gibt es eben jetzt auch als Audio zum Anhören bei iTunes und können dort abonniert werden:

Zum iTunes-Podcast "Dei Verbum"

Neu: "Dei Verbum" bei Spotify

Webcam der Katholischen Citykirche Wuppertal - Blick auf die Basilika St. Laurentius am Laurentiusplatz in Wuppertal-Elberfeld

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