Das Wort zur Woche (27. September 2020 - 26. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr A)

Dr. Werner Kleine
Dr. Werner Kleine, PR

Wendekreise

Liebe Leserinnen und Leser,

viel ist in diesen Tagen von Umkehr die Rede – und das nicht nur, weil die Kleruskongregation des Vatikan am 20. Juli 2020 die Instruktion „Die pastorale Umkehr der Pfarrgemeinde im Dienst an der missionarischen Sendung der Kirche“ veröffentlicht hat. Zur Umkehr wird auch gerne aufgerufen, wenn die Diskussionen in der Kirche zu Stellungskämpfen geronnen sind, die keinen schöpferischen Fortschritt mehr erhoffen lassen. Gefangen in den je eigenen Schützengräben werden zwar immer schwerere Geschütze aufgefahren, die die Gegenseite zur Kapitulation zwingen sollen; in der Kirchensprache wird dann auch gerne die Forderung zur Umkehr ausgesprochen, die selbstverständlich immer der Gegenseite gilt. Die anderen sollen umkehren und gefälligst ihre Positionen räumen, die wahlweise als antiquiert, verstaubt, nicht mehr katholisch oder modernistisch bezeichnet werden. Wie in Stellungskämpfen übrig, wird es so freilich keine Sieger, dafür viele Verlierer geben, Verwundete und Verletzte auf allen Seiten. Eine verheerende Verwüstung ist das, was übrig bleibt. Das Leben flieht solchen Situationen, in denen immer nur die anderen umkehren sollen. Man selbst möchte schließlich bleiben, wie man ist. Fatalerweise wähnen sich alle auf allen Seiten im Besitz einer Wahrheit, die sich aus dem Schlachtfeld ohrenbetäubender Argumente längst ins Niemandsland zurückgezogen hat. Die Wahrheit ist halt ein verschwebender Hauch. Wer sie zu besitzen glaubt, hat sie wohl schon längst verloren. Wahrheit kann man nicht haben, nur hören, ahnen, sich ihr nähern. Die Gerechten wussten das zu allen Zeiten, verloren sie ihre Unschuld doch immer dann, wenn sie der Wahrheit Recht verschaffen wollten und ihre Autorität in dem Moment zur Gewalt wurde, wo sie die Größe der Wahrheit auf das Format zu kleiner Herzen schrumpften. Das ist wohl der Moment, in dem Gott, der Herr, in der ersten Lesung vom 26. Sonntag im Jahreskreis des Lesejahres A durch seinen Propheten Ezechiel gegen sein eigenes Volk aufbegehrt:

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Tiersegnung • 4. Oktober 2020 (Fest des Hl. Franz von Assisi) • Laurentiusplatz in Wuppertal-Elberfeld

Die Katholische Citykirche Wuppertal lädt am Tag des Hl. Franz von Assisi, dem 4. Oktober, alle Besitzer gro-ßer und kleiner Tiere bereits zum sechzehnten Mal zu einer Tiersegnung ein. Pastoralreferent Dr. Werner Kleine wird am Sonntag, dem 4.10.2020 um 17.00 Uhr vor der Laurentiuskirche am Laurentiusplatz in Wupper-tal-Elberfeld Tiere und ihre Besitzer segnen.

Wegen der Corona-Pandemie sind einige Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen zu beachten. Die Teilnehmerin-nen und Teilnehmer dürfen nur auf den gekennzeichneten Plätzen teilnehmen, weil so die Mindestabstände von 1,5m gewahrt bleiben. Auch ist ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Da Bläsercorps wird in gebührendem Ab-stand musizieren und dabei die Instrumente mit entsprechenden Schutzmaßnahmen versehen.

Sakramente im Leben der Kirche I: Taufe, Firmung, Eucharistie • Glaubensinformation als Webinar

 

Im Rahmen der Reihe „Glaubensinformation“ der Katholischen Citykirche Wuppertal spricht Pastoralreferent Dr. Werner Kleine am Mittwoch, dem 14. Oktober um 19.00 Uhr über das Thema „Sakramente im Leben der Kirche I - Taufe, Firmung, Eucharistie“.

Sakramente sind besondere Zeichen der Nähe Gottes im Leben der Menschen. Gerade weil die alltägliche Gegenwart Gottes gewissermaßen zur Gewohnheit wird, bringt der sakramentale Ritus diese Gegenwart in besonderer Weise zu Bewusstsein. Dabei waren die Riten in früheren Zeiten selbst exsistentiell und dramatisch. Sie ergriffen den Menschen mit Leib und Seele. Das gilt insbesondere auch für das Sakrament der Taufe, das als Mitsterben und Mitauferstehen mit Christus verstanden und auch symbolisch vollzogen wurde.

Der Abend führt zuerst allgemein in das Verständnis der Sakramente ein. Danach werden im besonderen die sogenannten Initiationssakramente (Taufe, Firmung und Eucharistie) betrachtet. Wer diese drei Sakramente empfangen hat, ist nach römisch-katholischem Verständnis mit allen Recht und Pflichten in die Kirche eingegliedert.

Die Glaubensinformation, die sonst immer als Präsenzveranstaltung im Katholischen Stadthaus in Wuppertal stattfindet, wird aufgrund der durch die Corona-Pandemie bedingten Beschränkungen als Webinar durchgeführt.

Interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer können sich am Mittwoch, dem 23. September 2020 ab etwa 18.50 Uhr unter folgendem Link zum Webinar zuschalten: www.kck42.de/webinar.

Eine Teilnahme ist sowohl via PC also auch Smartphone oder Tablet möglich. Eine gesonderte Software wird nicht benötigt. Für die Teilnahme ist die u.U. die Angabe eines Namens und einer E-Mail-Adresse erforderlich. Auf Wunsch können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Webinar nur als Zuschauende teilnehmen, werden also nicht eingeblendet.

Die nächste Glaubensinformation findet schon am Dienstag, dem 20. Oktober 2020 - wieder als Webinar - zum Thema "Allmächtig ohnmächtig - Gott, einer und Vater" statt.

Weitere Informationen zur Reihe "Glaubensinformation"

Die Reihe Glaubensinformation gibt es jetzt auch als Podcast bei iTunes, Spotify oder direkt als Feed für den Podcastplayer.

Video-Mitschnitte vergangener Glaubensinformationen gibt es als Playlist bei YouTube.

Feierabendkonzerte in St. Suitbertus (Wuppertal-Elberfeld)

Madonna del Ghisallo (Schutzpatronin der Radfahrer) • Fahrradwallfahrt nach St. Ludger (Wuppertal-Vohwinkel) - • 17.10.2020

In besonderem Format: Die Auktion der Stiftung Seelsorge

Die Auktion der Stiftung Seelsorge gehört alljährlich zu den besonderen Terminen im Kalender vieler Wuppertalerinnen und Wuppertaler. Es ist in diesem Jahr alles etwas schwieriger. Die Corona-Beschränkungen machen es notwendig, dass die Auktion nicht allein mit einem Print-Katalog beworben werden kann. Deshalb muss man auch zum Mittel der elektronischen Werbung greifen.

Deshalb setzt der Vorisitzende der Stiftung Seelsorge, Dr. Michael Grütering, darauf, dass es viele schriftliche Vorgebote für die Auktion am 7. November ab 14 Uhr im Lichthof des Barmer Rathauses geben wird. Bereits jetzt kann man in Ruhe im Netz die zum Aufruf kommenden Arbeiten anschauen. Ab dem 3. November sind diese dann im Lichthof zu sehen.

Online-Katalog zur Auktion der Stiftung Seelsorge

Bieter können unter Angabe ihres Namens, der Adresse, der Bildnummer und des Betrages, bis zu dessen Höhe sie auf das Bild bieten wollen, eine Mail an:

mail@stiftung-seelsorge.de 

richten. Dr. Grütering wird dann als  Treuhänder der so Mitbietenden bis zu höchstens diesem Betrag bieten.

Der diesjährige mögliche Erlös kommt dem Katholischen Gefängnisverein Bergisch Land zu. Die Gefängnisseelsorge wird damit in ihrer Arbeit unterstützt. Wer also bei uns Kunst kauft, der tut ein gutes Werk und macht sich eine dauerhafte Freude.

Die Stiftung Seelsorge hat für diese Auktion Bilder geschenkt bekommen und sie hat solche in Kommission. Für die letztgenannten darf sie den sogenannten „Galerierabatt“ für den guten Zweck verwenden. Helfen Sie also bitte mit, dass das Angebot eine weite Verbreitung erfährt und es auch ein guter Erlös wird.

Weitere Informationen: www.stiftung-seelsorge.de

Bei Euch - Das Video-Journal der katholischen Citykirche Wuppertal

Wöchentlich Sendung auf „Bei Euch“

Die Corona-Pandemie stellt die Gesellschaft vor eine Herausforderung, für die es zumindest in den jüngeren Generationen keine Vorerfahrungen gibt. Solidarität ist gefragt, um die Krise zu bewältigen. In Zeiten der Krise hat die Kirche den besonderen Auftrag, Halt zu geben. Das Video-Journal "Bei Euch" der Katholischen Citykirche Wuppertal stellt sich dieser Aufgabe. Es präsentiert nicht nur bei allen schlechten Nachrichten frohe Botschaften. Angesichts der medizinischen Notwendigkeit des Abstandhaltens bietet es auch die Möglichkeit trotz aller Widrigkeiten in Kontakt zu bleiben.

Bei Euch - das geht auf die Verheißung Jesu zurück: „Und siehe, ich bin mit euch alle Tage bis zum Ende der Welt.“ (Matthäus 28,20). Wir versuchen, dieser Verheißung in der Krise Gestalt zu geben.

Bleiben Sie gesund und helfen sie anderen, gesund zu bleiben! Glück auf!

"Bei Euch" - die Homepage: www.kck42.de/beieuch

"Bei Euch" - der Audiopodcast: www.kck42.de/beieuchpodcast

"Bei Euch" - die YouTube-Playlist

Wöchtenlich live (meist gegen 19 Uhr) bei www.kck42.de/facebook

Vespern in St. Laurentius werden wieder gefeiert

Nach dem die durch die Corona-Pandemie notwendig gewordenen Beschränkungen nach und nach gelockert werden, werden auch die Vespern der Katholischen Citykirche Wuppertal in St. Laurentius wieder aufgenommen. Ab Donnerstag, dem 18. Juni 2020 findet die Vesper wieder wie gewohnt um 18.30 Uhr in der Laurentiusbasilika (am Laurentiusplatz in Wuppertal-Elberfeld) statt. Allerdings sind weiterhind die notwendigen Abstände zu beachten. Die Mitfeiernden werden deshalb gebeten, sich der entsprechend positionierten Bestuhlungen zu bedienen. Außerdem werden zu möglichen Nachverfolgung die Kontaktdaten (Name und Telefon oder E-Mail-Adresse) erhoben. Bei der Vesper ist außerdem das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes notwendig.

Man kann an den Vespergebeten auf unterschiedliche Weise teilnehmen: einfach hörend oder mitsingend. Die Vespern werden in der traditionellen Weise des katholischen Stundengebetes gesungen. Schon nach kurzer Zeit kann man die traditionellen Psalmengesänge mitsingen.

Finanzbericht 2019: Erzbistum Köln beschleunigt finanziellen Umbau

2019 noch stabiles Ergebnis – Einbruch der Kirchensteuer – Einnahmen durch Coronakrise – Rahmenplanung bis 2030

Köln. Das Erzbistum Köln hat 2019 ein gutes Jahresergebnis erzielt und das hohe Niveau seiner vielfältigen Leistungen gehalten. So flossen rund 300 Mio. Euro als Zuschüsse in die regionale und zielgruppenbezogene Seelsorge. Kindertagesstätten wurden mit 46,5 Mio. Euro unterstützt, für die Caritas wurden 57,9 Mio. Euro bereitgestellt.

Die gesamten Aufwendungen wuchsen um 1,7 Prozent auf rund 893 Mio. Euro. Weil auch die Erträge aus der Kirchensteuer um zwei Prozent stiegen, verblieb ein Jahresüberschuss von rund 31 Mio. Euro. Dieses positive Ergebnis ermöglicht es, Vorsorge zu treffen.

„Damit wir unseren Aufgaben auch künftig gerecht werden können, ist es notwendig, unser vielfältiges Engagement zu überprüfen und gegebenenfalls neu zu justieren“, sagt Generalvikar Dr. Markus Hofmann. „Dies erscheint umso notwendiger, da die Mitgliederzahl der katholischen Kirche weiter zurückgeht.“

Deutliche Einbußen durch Corona-Pandemie
Die Coronakrise wird bereits im laufenden Jahr zu erheblichen Einbußen für das Erzbistum führen. „Niemand weiß, wie sich die Pandemie weiter entwickeln wird. Im schlimmsten Fall müssen wir mit Ertragseinbußen von 50 Mio. Euro rechnen“, sagt Finanzdirektor Gordon Sobbeck. „Damit trifft uns der seit langem absehbare Ertragsrückgang bereits früher als erwartet. In den vergangenen Jahren hatte die gute Konjunkturentwicklung die Effekte der gegenläufigen Mitgliederentwicklung überdeckt. Noch können wir die Einbußen aus Rücklagen auffangen, aber wir müssen jetzt die Weichen stellen, um langfristig handlungsfähig zu bleiben.“

Hierfür entwickelt das Erzbistum Köln einen langfristigen wirtschaftlichen Rahmenplan, der sicherstellen soll, dass bis zum Jahr 2030 Aufwendungen und Erträge ausgeglichen sind. „Wenn der Ausgleich von Ausgaben und verfügbaren Mitteln nicht gelingt, steuern wir auf eine erhebliche Finanzierungslücke zu“, so Sobbeck. Ziel sei es, Komplexität in der Verwaltung zu verringern, Prozesse zu verbessern und Risiken – insbesondere für die Kirchengemeinden – zu vermindern.

Achtsam miteinander
Zur Transparenz des Erzbistums gehört nicht nur die Berichterstattung über die Finanzen, sondern auch über die Bemühungen auf dem Feld der Prävention gegen sexualisierte Gewalt. Deshalb dokumentiert der Bericht in diesem Jahr auch die Maßnahmen des Erzbistums Köln in diesem Bereich. „Seit zehn Jahren arbeitet im Erzbistum Köln eine große Zahl von Menschen daran, eine Kultur der Achtsamkeit zu schaffen, die den Schutz von Kindern, Jugendlichen und schutz- oder hilfebedürftigen Erwachsenen sicherstellt“, sagt Generalvikar Hofmann. „Daran halten wir fest, und daran lassen wir uns messen.“

Berichterstattung zu allen Rechtsträgern
Der Finanzbericht 2019 legt detailliert das Vermögen und die Verwendung der Mittel dar. Wie in den Vorjahren wurde der zusammengefasste Jahresabschluss des Erzbistums Köln und des Erzbischöflichen Stuhls nach handelsrechtlichen Vorschriften erstellt und von einer unabhängigen Wirtschaftsprüfungs-gesellschaft mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Finanzbericht 2019 enthält darüber hinaus die Abschlüsse der Hohen Domkirche, des Metropolitan-kapitels und des Priesterseminars sowie die Abschlüsse der vom Erzbistum verwalteten selbstständigen Stiftungen.

Zum Finanzbericht 2019 des Erzbistums Köln

Quelle: PEK 24.9.2020

Kirche im Radio

Die katholische und evangelische Kirche in Wuppertal gestaltet seit dem 2. Oktober 2011 jeweils am 1. Sonntag im Monat zwischen 8.00 und 9.00 Uhr das Sendeformat "Himmel und Erde lokal". Die nächste Sendung wird am Sonntag, dem 4. Oktober 2020 über die in Wuppertal empfangbare Frequenz von Radio Wuppertal (UKW 107,4 MHz - Kabel 105,55 MHz) ausgestrahlt.

Wer die Ausstrahlung der Sendung verpasst hat, kann sich die Beiträge der Sendung wenige Tage später auf der im Podcast der Sendung "Himmel und Erde" noch einmal anhören.

Neben der "großen" Kirchensendung im lokalen Radio werden außerdem jeden Sonntag die kirchlichen Regionalnachrichten um 8.30 Uhr gesendet - wie immer mit akutellen Informationen und Nachrichten aus der evangelischen und katholischen Kirche in Wuppertal.

Homepage von "Himmel und Erde lokal"

Behindertengerechte Einrichtungen in den katholischen Kirchen in Wuppertal

Vielfach wurden wir nach einer Übersicht über behindertengerechte Einrichtungen in den katholischen Kirchen Wuppertals gefragt. Wir freuen uns, eine solche Übersicht veröffentlichen zu können. Die Übersicht enthält Angaben über Induktionsschleifen für Schwerhörige oder Hörgeschädigte sowie die Möglichkeit barrierefreier Zugänge und deren Erreichbarkeit. Die Übersicht kann als pdf-Datei heruntergeladen werden und wird regelmäßig aktualisiert.

 Übersicht über die behindertengerechten Einrichtungen katholischer Kirchen in Wuppertal

"Bei Euch" • Aktuelles Video und Audio • Folge 54: "Umkehrschub"

Die nächste Sendung von "Bei Euch" gibt es voraussichtlich am Samstag, dem 3. Oktober 2020 gegen 19 Uhr live. Hier die Sendung vom 26. September 2020:

"Bei Euch" - die Homepage: www.kck42.de/beieuch (hier gibt es auch die Shownotes)

"Bei Euch" - der Audiopodcast: www.kck42.de/beieuchpodcast

"Bei Euch" - die YouTube-Playlist

Täglich live (meist gegen 19 Uhr) bei www.kck42.de/facebook

Nachgesehen: Geschöpf und Ebenbild - das Menschenbild der Bibel (Glaubensinformation)



„Geschöpf und Ebenbild: 'Was ist der Mensch, dass du an ihn denkst?' (Ps 8,5) - Das Menschenbild der Bibel“ – zu diesem Thema sprach der Wuppertaler Neutestamentler Dr. Werner Kleine am Mittwoch, dem 23.9.2020 um 19.00 Uhr im Rahmen eines Webinars der Reihe „Glaubensinformation“.

Die Frage nach dem, was der Mensch ist, beschäftigt Theologie und Philosophie gleichermaßen. Ist er bloß ein Tier, das sich seiner selbst bewusst ist, oder ein Wesen das spielen kann? Juden wie Christen sehen im Men-schen ein Geschöpf Gottes, dass nach dessen Bild, nach seiner Idee geschaffen wurde. Als Abbild Gottes parti-zipiert der Mensch nicht nur am göttlichen Schöpfungswerk; Gott hat ihn auch als echtes Gegenüber, als Person mit Freiheit geschaffen, weil nur in Freiheit eine echte, freie Antwort möglich ist. Das bedingt, dass der Mensch sich in seiner Freiheit auch von Gott abwenden kann. Freilich ist auch Gott frei – und das hat Konsequenzen für ein Verhältnis von Schöpfer und ebenbildlichen Geschöpf, das dialektischer nicht sein könnte. Es ist diese Spannung, in der sich menschliches Leben befindet – eine Spannung, der man ausweichen kann, die aber höchst sinnstiftend ist, wenn man sich ihr stellt.

Mitschnitt des Webinars mit Dr. Werner Kleine vom 23. September 2020.

Alle bisher gesendeten und aufgezeichneten Glaubensinformationen können in einer Youtube-Playlist nachgesehen werden:

Youtube-Playlist "Glaubensinformation"

Den Fernen so nah

Ein Blick zurück ins Neues Testament auf die Dialektik missionarischer Pastoral der Gegenwart und Zukunft

Die Kirche ist stetigen Veränderungen unterworfen. Jede Veränderung bedeutet Herausforderungen. Die Herausforderungen der Gegenwart liegen auf der Hand: Die Zahl hauptamtlicher Seelsorgerinnen und Seelsorger geht zurück, Kirchenaustritte steigen - die Aufgabe, das Evangelium in aller Welt alles Geschöpfen zu verkünden (vgl. Markus 16.15) bleibt. Eine Lösung liegt darin, Verwaltung zu zentralisieren, Pastoral aber zu dezentralisieren. Ein Modell, das sich schon zu neutestamentlichen Zeiten bewährt hat.

Zum Beitrag "Den Fernen so nah" von Dr. Werner Kleine

Zur Soundcloud-Playlist mit allen Dei-Verbum-Beiträgen

42287 - Der Podcast zur Entstehung der Gemeinde arabisch-sprachiger Christen in Wuppertal

Episode 7 der ersten Staffel ist online!

Spätsommer und Herbst des Jahres 2016 waren durch große Flüchtlingsbewegungen aus den Krisengebieten des Nahen Ostens auch nach Deutschland geprägt. Auch nach Wuppertal kamen zahlreiche Menschen, die vor dem Krieg in Syrien geflohen waren. Etwa 20% von ihnen sind Christen – Christen aus einem Land, in dem es noch viele Kirchen und Gemeinschaften gibt, die auf die frühe Kirche zurückgehen. Viele der arabisch-sprachigen Christinnen und Christen kamen seinerzeit in Kontakt mit der Katholischen Citykirche Wuppertal. So entstand schon früh die Idee einer eigenen Gemeinde der arabisch-sprachigen Christen, die ihnen nicht nur Seelsorge und das Feiern von Gottesdiensten in der Muttersprache ermöglichte, sondern auch das Feiern der vertrauten Riten. Auch wenn viele der arabisch-sprachigen Christen Kirchen angehören, die mit der römisch-katholischen Kirche uniert sind, folgt ihre Liturgie byzantinischen Wurzeln. So konnte mit Abouna Mayas ein melkitischer Priester gewonnen werden, der im Frühjahr 2016 begann in St. Petrus in Wuppertal-Laaken Got-tesdienste mit der Gemeinde arabisch-sprachiger Christen zu feiern. Mittlerweile finden die Gottesdienste in St Bonifatius in Wuppertal-Varresbeck statt.

Viele Katholikinnen und Katholiken haben das Projekt der Gemeindegründung von Beginn an unterstützt – so auch die Stiftung Seelsorge, durch deren Hilfe etwa Ikonen geschrieben werden konnten, die für die byzantinische Liturgie von hoher Bedeutung sind. Erste Taufen und Hochzeiten wurden in der Gemeinde gefeiert. Mittlerweile ist die Gemeinde arabisch-sprachiger Christen ein wichtiger Bestandteil der römisch-katholischen Kirche in Wuppertal.

Die Entstehung und Gründung einer Gemeinde ist etwas Außergewöhnliches – so außergewöhnlich, dass auch das Zentralkomitee der Katholiken Deutschlands (ZDK) oder theologische Fakultäten auf das Wuppertaler Projekt aufmerksam wurden und es forschend begleiten (so etwa die ev. Fakultät der Ruhr-Universität Bochum). Die Katholische Citykirche Wuppertal hat dieses seltene Ereignis ebenfalls von Beginn an mit dem Weblog „Der Ölbaum“ (www.der-oelbaum.de) begleitet und dokumentiert. Außerdem konnte der Wuppertaler Journalist Øle Schmidt gewonnen werden, einen Podcast über das Projekt zu produzieren, der die Anfänge der Gemeinde lebensnah und authentisch mit O-Tönen, Interviews und Audioeindrücken dokumentiert. Die erste Staffel des Podcasts, der den Titel „42287“ trägt – nach der Postleitzahl der St. Petrus-Kirche in Wuppertal-Laaken, wo die Gemeinde ihre erste Heimat gefunden hatte – ist nun öffentlich verfügbar - und zwar unter www.der-oelbaum.de (Rubrik "Podcast"), per RSS-Feed für den Podastplayer (https://der-oelbaum.de/feed/podcast), bei Soundcloud, iTunes oder Spotify.

Die nächsten Folgen werden etwa im Wochentakt veröffentlicht. Eine weitere Staffel befindet sich in der Produktion, Staffel 3 in der Planung. Es ist in jedem Fall ein bemerkenwertes und einmaliges Projekt, das die Gründung dieser besonderen Gemeinde hautnah miterleben lässt.

Was glauben Sie denn? - Die neue Kolumne in der WZ

Dr. Werner Kleine
Dr. Werner Kleine

Die Zeit der Entscheidung

Es ist Gerichtstag. Zeit der Entscheidung. Kein Zahltag und kein Wahltag, wohl ein Tag, an dem abgewogen wird, ob ein Mensch dem Anspruch gerecht wurde, Mensch zu sein. Am heutigen Abend mit dem Sonnenuntergang beginnt im Judentum Rosch ha-Schana, der jüdische Neujahrstag. Dann beginnt im Judentum das Jahr 5781 nach der Erschaffung der Welt. Rosch ha-Schana ist das „Haupt des Jahres“ - ein Festtag, der auch in Zeiten der Corona-Pandemie nicht ausfällt, aber doch wie vieles andere auch anders gefeiert wird, als es den gewohnten Traditionen entspricht. Es ist Zeit, voranzuschreiten, in dem man zurückblickt. Was glauben Sie denn?

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Nachgesehen: Dei Verbum direkt • Alte und neue Schöpfung - Ein neutestamentliches Denkmodell mit aktueller Relevanz

Wie kann man das Geschehen von Kreuzestod und Auferstehung begreifen? Im Neuen Testament gibt es zahlreiche Deutungsversuche des für den christlichen Glauben zentralen Ereignisses. Eines ist in dem Reden von der „neuen Schöpfung“ zusammengefasst. Die Auferstehung wird als Neuerschaffung verstanden. Dabei schwingt gerade in der Gegenwart, in der die Bewahrung der Schöpfung immer drängender wird, noch ein ganz eigener Aspekt mit: Wenn Paulus spricht, dass das Alte vergangen und Neues geworden ist (vgl. 2 Kor 5,17), was muss heute vergehen, damit nachhaltig Neues werden kann? Es zeigt sich, dass der Glaube an die Auferstehung mehr ist als Vertröstung auf ein Jenseits. Er ist vor allem ein Auftrag, im Hier und Jetzt Leben in Fülle zu ermöglichen. Darüber diskutierten Dr. Till Magnus Steiner und Dr. Werner Kleine am 1.9.2020.

Aus dem Gesicht gefallen

Das dritte Bild des Zyklus "Aus dem Gesicht gefallen" wird am 26.6.2020 der Öffentlichkeit übergeben (Foto: Christoph Schönbach)

Eine Ausstellung im öffentlichen Raum mit Bildern von Anke Büttner

VOR 200 JAHREN standen Barmen und Elberfeld im Brennpunkt der Suche nach Lösungen sozialer Missstände. Bedeutende Personen aus dem Tal der Wupper stehen bis heute für das Ringen um Solidarität: Johann Gregor Breuer, Adolph Kolping und nicht zuletzt Friedrich Engels. Aus unterschiedlichen weltanschaulichen Perspektiven ringen sie um Gerechtigkeit und Solidarität. Das nimmt die Ausstellung „Aus dem Gesicht gefallen“ mit Bildern von Anke Büttner auf, die in neuen Kontexten neue Assoziationen wecken und zugleich zeigen, dass sich auch eine globalisierte Gesellschaft heute dieser Herausforderung neu stellen muss: Solidarität ist keine Empfehlung; sie ist die Grundlage für eine Gesellschaft, in der Frieden und Gerechtigkeit möglich sind.

Im Rahmen des Engels-Jahres zum 200. Geburtstag von Friedrich Engels wird die Katholische Citykirche Wuppertal vier großformatige Planen im öffentlichen Raum zeigen. Für die Erstellung der Planen konnte die Wuppertaler Künstlerin Anke Büttner gewonnen werden. Die Planen zeigen auf den ersten Blick die Person Friedrich Engels in malerisch interpretierten Szenen, die gleichzeitig als Vexierspiel fungieren und ebenso Johann Gregor Breuer darstellen. Der Kontext, in dem die Bilder hängen – vor allem der Kontext kirchlicher Gebäude – fordert den Betrachter heraus, auch die andere Perspektive, nämlich die der katholischen Sozialreformer in den Blick zu nehmen. Zu diesem Zweck wird Begleitmaterial bereitgestellt, in dem die katholische Soziallehre als Alternative zur Botschaft Friedrich Engels vorgestellt wird. Außerdem wird es Lesungen und andere Performances an den Bildern geben, die immer wieder den Fokus auf die in der Tradition der römisch-katholischen Kirche stehenden Protagonisten lenken. Bei allem Respekt Friedrich Engels als „Sohn Wuppertals“ gegenüber, wird auf diese Weise eben auch die Aufmerksamkeit wach, gehalten dass von Wuppertal aus mit dem auf Adolph Kolping und Johann Gregor Breuer zurückgehenden Kolpingwerk eine bis heute wirksame Alternative sozialen Handelns höchst bedeutsam war und ist.

Am Freitag, dem 26.6.2020 werden nun endlich, nachdem das vierte Bild mittlerweile an der ev. Citykirche Elberfeld aufgehängt werden konnte, das zweite und das dritte Bild von Anke Büttner der Öffentlichkeit gezeigt. Beide Bilder zeigen unterschiedliche Facetten Friedrich Engels'. Den Bon vivant ebenso wie den grüblerischen Zweifler. Die soziale Frage hat Anfang des 19. Jahrhundert viele bewegt - in Gesellschaft wie in der Kirche. Welcher Weg ist der richtige? Die eher theoretischen Zugänge, wie Marx und Engels sie mit ihren revolutionären Ideen verfolgt haben, oder den der Suche nach bisweilen kleinteiligen, aber praktischen Lösungen, wie Johann Gregor Breuer und Adolph Kolping es in Elberfeld getan haben. Beide Strömungen ein eine Idee: Die der Solidarität!

Die Hängung der zweiten und dritten Plane steht nur bevor. Sie wird wahrscheinlich an folgendem Datum erfolgen:

Freitag, 26. Juni 2020, 17 Uhr
Enthüllung des dritten und vierten Bildes
Rückseite des Elberfelder Rathauses, Willy-Brandt-Platz, 42103 Wuppertal

Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Allerdings ist aufgrund der Corona-Pandemie auf die entsprechenden Vorschriften – insbesondere das Halten von Abstand – zu achten.

Die geplanten Performances können aufgrund der aktuell geltenden Beschränkungen leider nicht stattfinden. Es ist uns wichtig, darauf hinzuweisen, dass wir die angefragten Künstlerinnen und Künstler gerade in diesen Zeiten trotzdem unterstützen - ganz im Sinne von Johann Gregor Breuer, Adolph Kolping und sicher auch Friedrich Engels. In diesem Zusammenhang möchten wir deshalb auf den Wuppertaler Solidarfonds für Kulturschaffende "Eintopf Wuppertal" aufmerksam machen. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter www.eintopfwuppertal.de.

 Veranstaltungsflyer (pdf)

 Katalog zum Zyklus "Aus dem Gesicht gefallen" (pdf)

Aus dem Gesicht gefallen: Für wen haltet ihr mich? • Engels2020

Aus dem Gesicht gefallen - Bild 1 "Für wen haltet ihr mich?" (Anke Büttner, Fotos: Christoph Schönbach)

Ein Blick – nein, eigentlich zwei Blicke, die einen da ansehen. Zwischen Zweifel und Trauer changierend, die rechte Braue leicht spöttisch hochgezogen über einem geröteten Auge. Ist es von einem Schlag oder vom Weinen geschwollen? Der Blick ist klar und fragend: Für wen haltet ihr mich eigentlich? Bin ich für euch ein Messias? Habe ich euch Heil gebracht? Was habt ihr aus mir gemacht? Ihr seht mich ... und ich sehe euch an, mitten in eure Gesichter. Für wen ich euch halt? Findet es selbst heraus ...

Seit dem 5. März 2020 ist das erste Bild von Anke Büttner des Zyklus "Aus dem Gesicht gefallen" an der Basilika St. Laurentius zu sehen. Weitere Bilder werden folgen.

Die Katholische Citykirche Wuppertal nimmt das Engelsjahr2020 zum Anlass, eine eigene Suche nach dem Gesicht Friedrich Engels‘ zu unternehmen. Sie kommt dabei einem Menschen auf die Spur, der in Wuppertal nicht als einziger nach der Lösung auf die brennenden sozialen Fragen seiner Zeit war. Mit Johann Gregor Breuer und Adolph Kolping gibt es etwa zwei römisch-katholische Protagonisten, die das Tal der Wupper geprägt haben, ohne dass sie hier geboren wären. Sie haben sich ähnlichen Herausforderungen gegenüber gesehen, wie Friedrich Engels – und sie haben in der Stadt Spuren hinterlassen. Das St. Josephs-Hospital, das als „Kapellchen“ bekannt ist, geht auf eine Initiative Johann Gregor Breuers zurück, ebenso die Gründung von Mädchen- und Gesellenvereinen, mit denen man der sozialen Not der Menschen begegnete. Auf sie geht das heute noch existierende, weltweit agierende Kolpingwerk zurück. Ob sich Breuer, Engels und Kolping begegnet sind? Haben Sie sich ins Gesicht gesehen?

 Katalog zum Zyklus "Aus dem Gesicht gefallen"

Glaubensinformation als Podcast

Die beliebte Reihe "Glaubensinformation in Wuppertal" gibt es jetzt auch als Podcast. Immer wieder werden die Glaubensinformationen live ins Netz übertragen. Die Mitschnitte können dann auch bei Youtube angesehen werden. Ab sofort gibt es die Audios auch als Podcast "zum Mitnehmen" bei iTunes oder Spotify. Sie können auch in jedem guten Podcast-Player direkt unter folgendem Link abonniert werden:

http://podcast.pr-werner-kleine.de/feed/podcast/glaubensinformation

Dei Verbum - jetzt auch als Podcast bei Spotify

Die Audiodateien des biblischen Weblogs der Katholischen Citykirche Wuppertal "Dei Verbum" gibt es jetzt auch als Podcast bei Spotify und iTunes. Jeden Dienstag veröffentlichen der Alttestamentler Dr. Till Magnus Steiner und der Neutestamentler Dr. Werner Kleine unter www.dei-verbum.de aktuelle Beiträge, die zeigen, dass die Bibel auch heute noch relevant ist. Die Beiträge gibt es eben jetzt auch als Audio zum Anhören bei iTunes und können dort abonniert werden:

Zum iTunes-Podcast "Dei Verbum"

Neu: "Dei Verbum" bei Spotify

Ab 1. Mai 2020 sind im Erzbistum Köln öffentliche Gottesdienst unter Beachtung von Auflagen möglich

Innerhalb des Erzbistums Köln sind seit dem 1. Mai 2020 in den Gemeinden wieder öffentliche Gottesdienste unter Beachtung bestimmter Auflagen zum Schutz vor Corona-Infektionen möglich. Bitte erkundigen Sie sich in Ihrer Gemeinde, ob und unter welchen Voraussetzungen die Teilnahme an Gottesdienste wieder möglich ist.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Die Katholische Citykirche Wuppertal unterstützt ausdrücklich alle Bemühungen, die Verbreitung des Corona-Virus einzudämmen. Gerade mit Blick auf Risikogruppen, für die das Corona-Virus tödlich sein kann, ist jede Solidarität geboten.
 
Bleiben Sie gesund und helfen Sie mit, dass andere gesund bleiben!

Webcam der Katholischen Citykirche Wuppertal - Blick auf die Basilika St. Laurentius am Laurentiusplatz in Wuppertal-Elberfeld

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logisch! Zeitung der Katholischen Citykirche Wuppertal