Zeitung der Katholischen Citykirche Wuppertal

Liebe Leserinnen und Leser,

logisch! ist die Zeitung der Katholischen Citykirche Wuppertal.

Mit dieser Zeitung mischen wir uns ein und beziehen zu gesellschaftlichen, politischen und kirchlichen Themen Stellung. Im Mittelpunkt steht natürlich Wuppertal. logisch! nimmt aber auch überregionalen Themen in den Blick.

Logisch, dass die Kirche mit ihrer Sicht der Dinge nicht immer auf Zustimmung stößt. logisch! lädt deshalb zum Dialog ein. Schreiben Sie uns Ihre Meinung zu logisch! und den Beiträgen. Wir freuen uns auf Ihre Meinung.

Ihr Dr. Werner Kleine,
PR Katholische Citykirche Wuppertal

»Wir nennen es die Weltmeisterschaft der Enteignung«

Ausgelassene Stimmung, Besucherrekorde, performende Weltstars – Fifa und Medien ziehen Bilanz der Fußball-Weltmeisterschaft in Kanada, den USA und in Mexiko, der ersten in drei Ländern. Als Bewohner eines WM-Standortes hat der Künstler und Aktivist Vlocke Negro aus Mexiko-Stadt einen anderen, einen kritischen Blick auf das Turnier.


Der FIFA-Hauptsponsor Coca-Cola ist der Lieblingsfeind von Straßenkünstler Vlocke Negro. (Foto: Øle Schmidt)

Von Øle Schmidt, San Cristóbal de Las Casas, Mexiko

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»Die Welt sollte einen guten Eindruck von Mexiko haben. Aber das Töten von Studierenden macht keinen besonders guten Eindruck«

Die mexikanische Schriftstellerin Elena Poniatowska hat darüber geschrieben, wie weit die politische Elite ihres Landes bereit war zu gehen, um die Weltöffentlichkeit mit einer Megaveranstaltung zu beeindrucken. Ihr Buch über das Massaker von Tlatelolco wenige Tage vor den Olympischen Spielen 1968 in Mexiko-Stadt hat sie international bekannt gemacht. Eine kurze Begegnung in der Hauptstadt.


Die Schriftstellerin und Journalistin Elena Poniatowska hat auch die Geschichte des Massakers von Tlatelolco aufgeschrieben. (Foto: Wikipedia)

Von Øle Schmidt, San Cristóbal de Las Casas, Mexiko

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Dem Himmel so fern

Das Aztekenstadion ist ein Tempel des Weltfußballs. Zur WM wächst rund um die Arena der Widerstand gegen FIFA, Investoren und Verdrängung. Ein Besuch in Mexiko-Stadt.


Das Aztekenstadion in Mexiko-Stadt während der Umbauarbeiten vor der WM 2026. (Foto: Øle Schmidt)

Von Øle Schmidt, San Cristóbal de Las Casas, Mexiko

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»Aber die Verlängerung, oh mein Gott, die hatte es in sich!«

Der Mexikaner Sergio Jara hat das Jahrhundertspiel zwischen Italien und Deutschland bei der WM 1970 im Aztekenstadion gesehen – nicht auf einer der Metallsitze zum Ausklappen, sondern auf einer Bank neben dem Spielfeld.


Der Mexikaner Don Sergio hat während der WM 1970 für das italienische Fernsehen gearbeitet, und das Interview mit dem brasilianischen Superstar Pelé fast verschlafen. (Foto: Øle Schmidt)

Von Øle Schmidt, San Cristóbal de Las Casas, Mexiko

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Liebes Aztekenstadion,


Gekaufter Mythos: Die große mexikanische Bank Banorte zahlt für die Namensrechte am Aztekenstadion. (Foto: Øle Schmidt)

Von Øle Schmidt, San Cristóbal de Las Casas, Mexiko

jetzt bist Du um einen weiteren Rekord reicher: Du bist die erste Arena weltweit, in der Spiele dreier Fußball-Weltmeisterschaften ausgetragen wurden. Felicidades, herzlichen Glückwunsch! Seit fast einem halben Jahrhundert begleitest Du mich. Wir hatten gute Zeiten, wir hatten schlechte Zeiten, manchmal meinte ich, Dich vergessen zu können; wie das so ist, in einer Fernbeziehung. Und dann – dann hast Du die nächste Explosion in meinem Herzen gezündet.

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Fast alles eine Frage des Transits


Trauer und Lebensfreude ganz nah beieinander am Día de los Muertos im südmexikanischen Bergdorf San Juan Chamula. (Foto: Øle Schmidt)

Von metaphysischen Familienangelegenheiten und abgesoffenem Hühnchen in Tamarindosoße. Friedhofsbesuch bei Abrahams Verwandtschaft und deren Ahnen am Tag der Toten im Süden Mexikos.

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»In El Salvador zu bleiben, wäre den Kopf aufs Schafott zu legen und zu warten, bis das Beil fällt«


Wegschauen, verbergen – oder doch hinsehen? Eine Salvadorianerin in einem Ladenlokal in der Hauptstadt. (Foto: Øle Schmidt)

Präsident Bukele zieht die Daumenschrauben an: Schwarze Listen, willkürliche Verhaftungen, das »Gesetz gegen ausländische Agenten«. Die renommierten Menschenrechtler von Cristosal haben El Salvador nun verlassen – um weiterzumachen. Ein Gespräch mit Direktor Noah Bullock über Machtgier und Exilierung als politische Waffe, über Hoffnung.

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Ein Interview mit Nery Rodenas, ODHAG, zum neuen Papst

»Wir Laien sollten unsere Stimme erheben, Salz und Licht auf Erden sein«


»Nein zur Gewalt!« – Bei einer Aktion der ODHAG unter Leitung von Nery Rodenas schreiben Kinder und Jugendliche ihre Herzenswünsche auf Fassaden in Guatemala-Stadt. (Foto: Øle Schmidt)

Ein Interview von Øle Schmidt, San Cristóbal de Las Casas, Mexiko

Der renommierte katholische Menschenrechtler Nery Rodenas wünscht sich, dass Papst Leo den eingeschlagenen Weg von Franziskus fortsetzt. Besonders wichtig ist dem Anwalt aus Guatemala der Blick auf die Armen und die Ausgeschlossenen.

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Ungleiche Bildung – ungleiche Lebenserwartung
Sind Klöster Vorbilder?


Referent Lars Schäfers ist das neue Teammitglied im Stadtdekanat Wuppertal

Text Lars Schäfers

Bildung zahlt sich aus – Menschen mit höherer Bildung sind seltener von Arbeitslosigkeit betroffen und erzielen im Laufe ihres Lebens oft ein höheres Einkommen als Personen mit einer beruflichen Ausbildung. Die Chance auf einen sozialen Aufstieg durch Bildung gehört insofern zu den Kernversprechen der modernen, leistungsorientierten Marktgesellschaften. Dieses Versprechen ist jedoch allzu oft nicht einlösbar: Zum einen ist die Chance auf einen höheren Bildungsabschluss, eine hohe berufliche Position und einen auskömmlichen finanziellen Lebensstandard hierzulande bekanntermaßen noch immer übermäßig stark von der sozialen Herkunft abhängig. Arbeiterkinder schaffen es noch immer zu selten in den Hörsaal und in die Chefetagen. Zum anderen gilt vermehrt, dass längst nicht jede hochschulische Bildung in jedem Fall die Chance zum sozialen Aufstieg bietet und darum auch die berufliche Bildung an Wert gewinnt.

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