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Katholische Citykirche Wuppertal

Das Wort zur Woche (9. Februar 2020 - 5. Sonntag im Jahreskeis, Lesejahr A)

Dr. Werner Kleine
Dr. Werner Kleine, PR

Reden ist Silber, Handeln ist Gold!

Liebe Leserinnen und Leser,

die Zunge ist ein sensibles Organ. Nirgendwo ist die sensorische Dichte im menschlichen Leib höher als hier. Deshalb ist sie in der Lage, auch kleineste Unebenheiten aufzuspüren. Allein neun einzelne Muskeln verleihen ihr darüber hinaus eine große Beweglichkeit. Die Zunge ist ein flinkes Organ. Bei manchem übersteigt die Schnelligkeit die des eigenen Denkvermögens. Mit flotter Zunge ist schnell etwas gesagt, was nachgedacht oft bereut wird. Die Zunge zu zügeln ist eine echte Aufgabe – eine Herausforderung, die offenkundig auch der Autor des Jakobusbriefes kennt:

Wisset, meine geliebten Brüder und Schwestern: Jeder Mensch sei schnell zum Hören, langsam zum Reden, langsam zum Zorn; denn der Zorn eines Mannes schafft keine Gerechtigkeit vor Gott. (Jakobus 1,19f)

Wer also zu schnell mit der Rede bei der Zunge ist, anstatt die Worte erst in Herz und Hirn abzuwägen, kommt ebenso flink ins Stolpern. Wenn er anders handelt, als das, was er sagt, wird er als Heuchler entlarvt; handelt sie gar nicht trotz aller großen Worte, erweist sie sich als Schwätzerin. Redet die Zunge gar bewusst Unwahres, ist ihr Träger schlicht ein Lügner. Falsche Zungen sind zwar zum Meineid, nicht aber zur Meinung fähig. Und trotzdem ist die Macht falscher Zungen groß, wie man auch in der Gegenwart immer wieder erfahren kann. Trotz erdrückender Beweise wird ein amerikanischer Präsident, der gerade als Herr der Lüge viele in seine Gefolgschaft bringt, die den falschen und alternativen Wirklichkeiten nur zu gern glauben schenken, weil sie sich nicht mit der Wahrheit auseinandersetzen möchten, von seinen Anhängern „freigesprochen“. Und im Thüringer Landtag bringt eine Partei mit Fallenstellertricks die Grundfesten der Demokratie ins Wanken – sind da wirklich Ehrenmänner und -frauen am Werk, wenn sie im Thüringer Landtag am 5.2.2020 zwar im dritten Wahlgang, in dem die Mehrheit der Stimmen zur Wahl als Ministerpräsident reicht, ins Rennen schickt, ihm dann aber keine Stimmen gibt, sondern den FDP-Kandidaten Thomas Kemmerich wählt, der trotz großspuriger Versprechen, sich nicht von der AfD wählen zu lassen, die Wahl flugs annimmt anstatt sie abzulehnen. Wer sie verspricht, hat sich wohl versprochen. Kann man einem Menschen glauben, dessen Lippenbekenntnisse schon beim kleinsten Zungenschlag Ausschlag und Herpes bekommen? Mit dem Psalmisten möchte man in diesen Tagen mehr als einmal flehend rufen:

HERR, rette doch mein Leben vor lügnerischen Lippen und vor der falschen Zunge! Was soll er dir geben und was dir noch antun, du falsche Zunge? (Psalm 120,2f)

Die Zunge ist ein feines Organ. Die Zunge ist ein gefährliches Organ. Wer mit gespaltener Zunge spricht, sagt jedem, was er hören will. So überredet tappen viele in die Fallen. Influencer infizieren Anfällig mit flotten Sprüchen. Sie gerieren sich als Usurpatoren, die Herzen und Hirne besetzen, sie manipulieren, Wünsche schaffen, die nach Befriedigung lechzen, die aber Luftschlössern näher sind, als echtem Leben. Wahrlich: die Macht der Zunge ist groß; so groß, dass sie es schafft, die Hände anderer zu treiben, ja zu manipulieren, ihre Taschen zu öffnen und den großen Transfer in Gang zu bringen – Tand für Traum, Glück gegen Geld, Schein für Sein. Der Grat zwischen emotionaler Überredung und informierter Überzeugung ist schmal. Paulus jedenfalls baut darauf zu überzeugen, und nicht bloß zu überreden. So stellt er in der zweiten Lesung vom fünften Sonntag im Jahreskreis des Lesejahres A fest:

Auch ich kam nicht zu euch, Brüder und Schwestern, um glänzende Reden oder gelehrte Weisheit vorzutragen, sondern um euch das Geheimnis Gottes zu verkünden. Denn ich hatte mich entschlossen, bei euch nichts zu wissen außer Jesus Christus, und zwar als den Gekreuzigten. Zudem kam ich in Schwäche und in Furcht, zitternd und bebend zu euch. Meine Botschaft und Verkündigung war nicht Überredung durch gewandte und kluge Worte, sondern war mit dem Erweis von Geist und Kraft verbunden, damit sich euer Glaube nicht auf Menschenweisheit stützte, sondern auf die Kraft Gottes. (1 Korinther 2,1-5)

Andere konnten wohl besser und glänzender reden als er. Von Apollos, einem seiner Mitarbeiter, etwa heißt es in der Apostelgeschichte:

Ein Jude namens Apollos kam nach Ephesus. Er stammte aus Alexandria, war redekundig und in der Schrift bewandert. Er war unterwiesen im Weg des Herrn. Er sprach mit glühendem Geist und trug die Lehre von Jesus genau vor; doch kannte er nur die Taufe des Johannes. Er begann, mit Freimut in der Synagoge zu sprechen. (Apostelgeschichte 18,24-26)

Paulus teilt offenkundig diese praktischen rhetorischen Fähigkeiten des Apollos nicht, wie er selbst im 2. Korintherbrief zugibt:

Im Reden mag ich ein Stümper sein, aber nicht in der Erkenntnis; wir haben es euch in jeder Weise gezeigt. (2 Korinther 11,6)

Genau das aber ist wohl auch seine Stärke gewesen. Seine Zunge war nicht so flink wie die des Apollos, sein Geist war es wohl umso mehr. Hinzu kommt aber vor allem, dass er seinen Worten Taten folgen lässt. Er setzt sein Leben für die Botschaft des vom Kreuzestod Auferstandenen ein. Um nicht in den Verdacht falscher Selbstüberhöhung zu geraten, verkleidet er seine Worte als „Narrenrede“ (vgl. 2 Korinther 11,16-2,14), denn der Narr sagt die Wahrheit, auch wenn sie unangenehm ist. So redet Paulus im Narrenstil:

Ich ertrug mehr Mühsal, war häufiger im Gefängnis, wurde mehr geschlagen, war oft in Todesgefahr. Fünfmal erhielt ich von Juden die vierzig Hiebe weniger einen; 25 dreimal wurde ich ausgepeitscht, einmal gesteinigt, dreimal erlitt ich Schiffbruch, eine Nacht und einen Tag trieb ich auf hoher See. Ich war oft auf Reisen, gefährdet durch Flüsse, gefährdet durch Räuber, gefährdet durch das eigene Volk, gefährdet durch Heiden, gefährdet in der Stadt, gefährdet in der Wüste, gefährdet auf dem Meer, gefährdet durch falsche Brüder. Ich erduldete Mühsal und Plage, viele durchwachte Nächte, Hunger und Durst, häufiges Fasten, Kälte und Nacktheit. Um von allem andern zu schweigen, dem täglichen Andrang zu mir und der Sorge für alle Gemeinden: Wer ist schwach und ich bin nicht schwach? Wer kommt zu Fall und ich werde nicht von brennender Sorge verzehrt? Wenn schon geprahlt sein muss, will ich mit meiner Schwachheit prahlen. (2 Korinther 11,23-30)

Worte werden erst durch Taten wahr. Die Taten wirken, was Worte bloß wagen. Erst wenn Wort und Tat in eins kommen, wirken Hände, was Zungen reden. Wer bloß überredet, will anderer Hände bewegen, sie manipulieren. Wer überzeugt, bewegt die eigenen Hände.

Nicht nur in der Welt sind viele Zungen flink, die Hände aber schwach. Auch in der Kirche sitzen viele gerne und reden – oft mit großem und von vielen bewundertem Freimut. Entscheidend ist aber nicht, was hinten rauskommt, sondern was getan wird. Solange sie nur um sich selbst und autoempathisch um ihre eigenen Befindlichkeiten kreist, werden alle synodalen Wege, Dialogforen und Zukunftsprozesse die Menschen nicht zu Christus führen. Solange die Kirche sitzt, kann sie den Auftrag des Auferstandenen wohl kaum erfüllen, hinaus (!) in alle Welt zu gehen (!) und allen Geschöpfen das Evangelium zu verkünden (vgl. Markus 16,15). Solange es um die Kirche und nicht um die Menschen an sich geht, wird es wohl bei mehr oder weniger offenen Lippenbekenntnissen bleiben. Kann eine so sitzende Kirche wirklich Salz der Erde und Licht der Welt sein, wie es Jesus im Evangelium vom fünften Sonntag im Jahreskreis des Lesejahres A fordert?

Ihr seid das Salz der Erde. Wenn das Salz seinen Geschmack verliert, womit kann man es wieder salzig machen? Es taugt zu nichts mehr; es wird weggeworfen und von den Leuten zertreten. Ihr seid das Licht der Welt. Eine Stadt, die auf dem Berg liegt, kann nicht verborgen bleiben. (Matthäus 5,13f)

Erweisen sich die vielen wohl geordneten Sitzungsräume nicht eher als Gefäß, das über das Licht gestülpt wird? Sie sind es wohl so lange, bis die Türen offen sind und Christinnen und Christen erkennen, dass die Welt keine Ständekirche braucht, sondern Verkünderinnen und Verkünder, die das Wort machen und es halten, die nicht bloß reden, sondern ihren Worten Taten folgen lassen:

So soll euer Licht vor den Menschen leuchten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen. (Matthäus 5,16)

Letzten Endes sind es die Werke, die zählen, nicht die Worte. Macht also die Hände flink, ihr Frommen. Der Heilige Geist jedenfalls ist ein Erkenntnisgeber, ein Lebendigmacher, ein Antreiber. Beten können ja schon viele, aber können sie auch tun? Um Gottes willen: Reden ist Silber, Handeln ist Gold!

Ich wünsche Ihnen eine gesegnete Woche,
Ihr Dr. Werner Kleine, PR
Katholische Citykirche Wuppertal

Alle "Wochenworte" finden Sie in unserem Weblog "Kath 2:30":
"Wort zur Woche" auf Kath 2:30

Kirche.Macht.Glauben.


Oder: Wenn das Wort Gottes nicht sagt, was es meinen soll

Wieder einmal wird die Übersetzung des Vaterunser geändert - diesmal in Italien. Diese Veränderungen sind ein Symptom der gegenwärtigen Verkündigung. Kirche macht Glauben, liefert sich aber dem Geglaubten nicht mehr aus. So stellen sich die, die in der Kirche Verantwortung zu scheinen haben, über das Wort Gottes. Betet man da noch das, was Jesus lehrte, oder nicht das, was er besser gelehrt haben sollte? Wer das Vaterunser so entschärft, nimmt ihm seine eigentliche Kraft: Die Ermächtigung der Glaubenden!

Zum Beitrag "Kirche.Macht.Glauben." von Dr. Werner Kleine

Zur Soundcloud-Playlist mit allen Dei-Verbum-Beiträgen

Was glauben Sie denn? - Die neue Kolummne in der WZ

Dr. Werner Kleine
Dr. Werner Kleine

Erzählen heißt Erinnern

Der alte weiße Mann ist am Boden. Ihm gegenüber sitzt ein Kind. Die Augen aufmerksam aufgeschlagen lauscht es dem, was der alte weiße Mann da mit freundlicher Geste erzählt. Fast könnte man die Stimmen hören – so lebendig sitzen die beiden da im Neandertalmuseum. Die mit Puppen dargestellte Szene könnte sich tatsächlich unweit des Museums vor Jahrtausenden an der Düssel zugetragen haben. So gab man Wissen an die nachwachsenden Generationen weiter – durch Erzählen. Irgendwann wird das Kind selbst eine alte weise Frau oder ein alter weiser Mann geworden sein, die Wissen und Lebenserfahrungen an die Jungen weitergeben. Lange bevor durch die Erfindung der Schrift Wissen und Lebenserfahrungen dauerhaft und unabhängig von denen, die Wissen und Erfahrungen tragen, fixiert und überliefert werden konnten, waren es Erzählungen, die den Bestand und Erhalt erworbenen Wissens gewährleisteten. Es kann daher nicht verwundern, dass es in allen menschlichen Kulturen vielfältige Formen des Erzählens gibt, die teilweise uraltes Wissen, Denken und Erkennen aufbewahren – Mythen, Geschichten, ja auch Gedichte und Lieder sind lebendige Behälter eines Menschheitswissens, das von Generationen zu Generationen weitergeben wird. Bei der Weitergabe des Wissens spielen dabei die Großeltern oft eine wichtige Rolle. Gerade in früheren Kulturen war die Elterngeneration oft mit der Sicherung der familiären Existenz beschäftigt. Jagd, Ackerbau, Sammeln – all das waren mühsame und zeitraubende Tätigkeiten. Die Alten blieben am Ort und mit ihnen die Kinder. Es sind oft die Großeltern gewesen, die ihren Enkeln vom Leben erzählten und sie so auf die kommende Zukunft vorbereiteten. Was glauben Sie denn?

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Nachgesehen: So sollt ihr beten - das Vaterunser


Das Vaterunser ist das zentrale Gebet, das Christen aller Konfessionen vereint. Die Bibel überliefert es in zwei Versionen im Matthäus- und im Lukasevangelium. Die liturgische Fassung, die als Gebet bekannt ist, bildet eine Zusammenfassung beider Versionen.

Vor gut zwei Jahren ist durch eine Äußerung Papst Franziskus‘ vor allem die sogenannte sechste Bitte („Und führe uns nicht in Versuchung“) in den Fokus der Diskussionen geraten. Anfang Februar 2020 änderten dann die italienischen Bischöfe ebenfalls die italienische Übersetzung der sechsten Bitte des Vaterunser. Ausgangspunkt ist die Frage, ob Gott überhaupt in Versuchung führen kann. Tatsächlich spricht die Bibel verschiedentlich davon, dass Menschen von Gott auf die Probe gestellt werden. Trotzdem spricht der Papst davon, dass er lieber beten würde „und führe uns durch die Versuchung“. Kann man aber das Vater unser, das ja das Gebet Jesu ist, einfach ändern? Geht es da nicht um mehr als um bloße Übersetzungsfragen?

Der Mitschnitt der Sendung ist bei YouTube-Video oder Podcast zum Anhören verfügbar.

Ehelos um des Himmelreiches oder Priesteramtes willen? - Der Zölibat • Dei Verbum direkt (Diskussion zu Bibel)


Dr. Till Magnus Steiner und Dr. Werner Kleine im Streitgespräch (Foto: Christoph Schönbach)

Seit März 2015 betreibt die Katholische Citykirche Wuppertal den biblischen Weblog "Dei Verbum" (www.dei-verbum.de). In wöchentlichen Beiträgen zeigen der in Jerusalem lebende Alttestamentler Dr. Till Magnus Steiner und der Wuppertaler Neutestamentler Dr. Werner Kleine, dass die Bibel auch für heutige Fragen in Kirche und Gesellschaft relevant ist.

Begleitend zum Weblog gibt es regelmäßig Live-Diskussionen (Dei Verbum direkt). Das nächste offene Gespräch findet am Dienstag, dem 11. Februar 2020 um 19.00 Uhr im Berliner Plätzchen (Berliner Str. 173/Ecke Langobardenstr. in Wuppertal-Oberbarmen) zum Thema „Ehelos um des Himmelreiches oder Priesteramtes willen? - Der Zölibat“ statt.

Der Zölibat steht in der Diskussion - und das nicht erst seit dem Beitrag des Altbischofs von Rom, dem früheren Papst Benedikt XVI, das in einem jüngst von Kardinal Robert Sarah herausgegebenen Buch veröffentlicht wurde. Ist der Zölibat, der nicht nur die Ehelosigkeit, sondern eine fundamentale sexuelle Enthaltsamkeit bedeutet, wirklich als Eigenschaft des Priesteramtes? Das Neue Testament kennt verschiedentlich die Empfehlung der Ehelosigkeit. Sie ist aber sowohl in den Evangelien als auch in anderen biblischen Schriften weniger eindeutig als es auf den ersten Blick vermuten lässt.
 
Dr. Till Magnus Steiner, der aus Jerusalem via Internet zugeschaltet wird, und Dr. Werner Kleine werden ausgewählte biblische Texte zum Thema diskutieren.

Voraussichtlich wird die Diskussion per Facebook-Livestream (erreichbar unter www.kck42.de/live) in Echtzeit ins Internet übertragen.

Aschenkreuz to go • Aschermittwoch (26.2.2020) • 12 Uhr • Berliner Platz


Aschenkreuz to go vor dem Berliner Plätzchen in Wuppertal-Oberbarmen (Foto: Christoph Schönbach)

Katholische Citykirche Wuppertal macht am Berliner Plätzchen auf eine alte Tradition aufmerksam

Mit dem Aschermittwoch beginnt für Christinnen und Christen alljährlich die 40tägige österliche Bußzeit, die der Volksmund als "Fastenzeit" bezeichnet. In der römisch-katholischen Tradition wird die österliche Bußzeit durch zwei Fast- und Abstinenztage (Aschermittwoch und Karfreitag) gerahmt, die Zeit dazwischen dient in besonderer Weise der Vorbereitung auf das höchste Fest des Kirchenjahres, dem sogenannten "Triduum Paschale": An drei Tagen von Gründonnerstag bis zur Osternacht werden Tod und Auferstehung Jesu Christi gefeiert, die das innere Fundament des christlichen Glaubens bilden.

Traditionell wird in den römisch-katholischen Kirchen am Aschermittwoch das Aschenkreuz ausgeteilt. Dazu wird entweder Asche auf das Haupt der Glaubenden gestreut oder die Stirne mit einem Kreuz aus Asche bezeichnet. Dazu wird der Satz gesprochen: "Bedenke Mensch, dass du Staub bis und wieder zum Staub zurückkehren wirst." Die Asche selbst erinnert an die Vergänglichkeit des Menschen. Gerade von der Vergänglichkeit her wird der wahre Wert des Lebens erst sichtbar. Jeder Mensch und jedes Menschen Leben ist einzig-artig. Das Aschenkreuz zu empfangen ist daher sicher ein Zeichen persönlicher Demut aber auch der Zusage an den Wert des Lebens. Es wird von hierher zu einem Segenszeichen.

Die Katholische Citykirche Wuppertal macht am diesjährigen Aschermittwoch bereits zum dritten Mal mit einer besonderen Aktion auf diese alte Tradition aufmerksam. Pastoralreferent Dr. Werner Kleine wird am Mittwoch, dem 26. Februar 2020 (Aschermittwoch) von 12.00 bis 13.00 Uhr am Berliner Plätzchen (Berliner Str. 173/Ecke Langobardenstr. in Wuppertal-Oberbarmen) sein. Um 12 Uhr wird eine kurze Andacht zum Aschermittwoch gehalten. Danach besteht die Gelegenheit im bzw. am Berliner Plätzchen das Aschekreuz und den damit verbundenen Zuspruch, der Mahnung und Segen zugleich ist, zu empfangen. Nach der Andacht wird Pastoralreferent Dr. Kleine auch über den Markt am Berliner Platz gehen und dort auf Wunsch das Aschekreuz austeilen.

Die Stunde der Laien - das Zweite Vatikanische Konzil und das Volk Gottes • Glaubensinformation in Wuppertal


Achtung! Geänderter Termin!

Die Katholische Citykirche Wuppertal lädt am Mittwoch, dem 26. Februar 2020 (!) um 19.00 Uhr in das Katholische Stadthaus (Laurentiusstr. 7, Wuppertal-Elberfeld, 1. Etage) zur „Glaubensinformation in Wuppertal“ ein. Das Thema lautet: „Die Stunde der Laien - das Zweite Vatikanische Konzil und das Volk Gottes“.
 
Der Begriff "Laie" leitet sich vom griechischen λαός (gesprochen: laós) ab. Er bedeutet wörtlich "Volk" oder "zum Volk gehörend". In der deutschen Sprache ist der Begriff missverständlich, weil er auch als Bezeichnung für einen "Nichtfachmann" verwendet wird. Theologisch aber ist er ein hochrangier Begriff, bezeichnet er doch die Zugehörigkeit zum λαὸς θεοῦ (gesprochen: laòs theoû), zum Volk Gottes.

Gerade in der gegenwärtigen Diskussion wird die Zuordnung von Laien (verstanden im theologischen Sinn) udn Klerikern neu justiert. Diese Diskussion ist seit dem zweiten Vatikanischen Konzil (1963-1965) in vollem Gang. Dahinter steckt nicht nur die Frage, welche Vollmachten Laien als Getauften und Gefirmten zukommen; auch die gängige Ansicht, Kleriker - also Bischöfe, Priester und Diakone - stünden durch die Weihe seinsmäßig über den Laien (die sogenannte "ontologische Superiorität") wird hinterfragt, weil sie der fundamentalen Gleichheit aller Getauften entgegensteht.

Welche Rolle spielen die Laien (im theologischen Sinn) also für die Zukunft der Kirche? Was lehrt das zweite Vatikanische Konzil? Und: Müssen Laien überhaupt noch warten, wenn sie längst Vollmachten haben? Vielleicht müssen sie sie nur endlich entdecken!

Pastoralreferent Dr. Werner Kleine stellt an diesem Abend nicht nur die aktuelle Diskusison, die nicht nur im vieldiskutierten "synodalen Weg" geführt wird, ebenso vor wie die Ansätze des zweiten Vatikanischen Konzils. Außerdem wird er auf aktuelle Perspektiven eingehen.

Weitere Informationen zur Reihe "Glaubensinformation"

Die Reihe Glaubensinformation gibt es jetzt auch als Podcast bei iTunes, Spotify oder direkt als Feed für den Podcastplayer.

Video-Mitschnitte vergangener Glaubensinformationen gibt es als Playlist bei YouTube.

Voraussichtlich wird die Veranstaltung per Facebook-Livestream in der Facebookseite der Katholischen Citykirche Wuppertal übertragen. Die Seite ist unter

www.kck42.de/facebook

öffentlich zugänglich.

Mi, 21. Oktober 2020 - Do, 21. Januar 2021

Oktober
43. Woche
Do, 22. Oktober 2020 12:30 - 12:45 Basilika St. Laurentius
Laurentiusplatz
42103 Wuppertal
So, 25. Oktober 2020 10:30 St. Antonius, Pfarrzentrum
Unterdörnen 137
42275 Wuppertal
So, 25. Oktober 2020 11:30 St. Konrad
Hatzfelder Str. 265
42281 Wuppertal
So, 25. Oktober 2020 15:03 Wichernkapelle (Nordbahntrasse - Bergisches Plateau)

44. Woche
Di, 27. Oktober 2020 11:00 - 15:00 Geschwister-Scholl-Platz
Barmen
Di, 27. Oktober 2020 17:00 St. Antonius, Turmkapelle
Unterdörnen 137
42275 Wuppertal
Di, 27. Oktober 2020 19:00 Berliner Plätzchen
Berliner Straße 173
42277 Wuppertal
Mi, 28. Oktober 2020 19:00 - 20:30 zuschalten unter: www.kck42.de/webinar

Do, 29. Oktober 2020 12:30 - 12:45 Basilika St. Laurentius
Laurentiusplatz
42103 Wuppertal
November
So, 01. November 2020 11:30 St. Konrad
Hatzfelder Str. 265
42281 Wuppertal
So, 01. November 2020 15:03 Wichernkapelle (Nordbahntrasse - Bergisches Plateau)

45. Woche
Di, 03. November 2020 17:00 St. Antonius, Turmkapelle
Unterdörnen 137
42275 Wuppertal
Mi, 04. November 2020 13:00 - 14:00 Cafe Engel
Friedrich-Ebert-Straße 14
42103 Wuppertal
Do, 05. November 2020 12:30 - 12:45 Basilika St. Laurentius
Laurentiusplatz
42103 Wuppertal
So, 08. November 2020 10:30 St. Antonius, Pfarrzentrum
Unterdörnen 137
42275 Wuppertal
So, 08. November 2020 11:30 St. Konrad
Hatzfelder Str. 265
42281 Wuppertal
So, 08. November 2020 15:03 Wichernkapelle (Nordbahntrasse - Bergisches Plateau)

46. Woche
Di, 10. November 2020 17:00 St. Antonius, Turmkapelle
Unterdörnen 137
42275 Wuppertal
Mi, 11. November 2020 ganztägig
Mi, 11. November 2020 19:00 - 20:30 zuschalten unter: www.kck42.de/webinar

Mi, 11. November 2020 19:30 St. Suitbertus
Kölner Straße/Ecke Chlodwigstraße
42119 Wuppertal
Do, 12. November 2020 12:30 - 12:45 Basilika St. Laurentius
Laurentiusplatz
42103 Wuppertal
So, 15. November 2020 11:30 St. Konrad
Hatzfelder Str. 265
42281 Wuppertal
So, 15. November 2020 15:03 Wichernkapelle (Nordbahntrasse - Bergisches Plateau)

47. Woche
Di, 17. November 2020 11:00 - 15:00 Laurentiusplatz

42103 Wuppertal-Elberfeld

Licht sein

Jesus Christus, der lebendige Mensch
ist für dich
die Herrlichkeit deiner Gegenwart
und ein Licht unter den Völkern,
weil durch ihn dein Leben
über die vier Himmelsrichtungen
die ganze Erde erreicht.
Wir sind da, jeder in seiner Art,
um dieses Licht zu sein,
das die Herzen der Menschen erwärmt
und die Freude Gottes weitergibt.
(Frère Roger)

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Laurentiusstr. 7
42103 Wuppertal
Tel.: +49 (0)202-42 96 96 74
Fax: +49 (0)202-42 96 96 77
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