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Katholische Citykirche Wuppertal

Das Wort zur Woche (13. Februar 2022 - Sechster Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr C)

Dr. Werner Kleine
Dr. Werner Kleine, PR

Das Jesuskonzept

Liebe Leserinnen und Leser,

Politik ist die Umsetzung einer Idee in die Tat. Damit das gelingt, braucht es überhaupt erst einmal eine Idee – und danach einen Plan, ein Konzept, das Ressourcen analysiert, Wege und Methoden erörtert und einen Plan entwickelt, der aus der ideellen Theorie in eine ebenso gelebte wie lebbare Praxis führt. Meist wird die reine Idee pragmatisch geläutert. Ohne die reine Idee aber gäbe es wahrscheinlich weder Motivation noch Orientierung, die einem Plan Gestalt geben könnten. Wer auf die Gegenwart von Politik, Gesellschaft, aber auch der Kirche in Deutschlang schaut, kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass es überhaupt noch eine Idee gibt, wohin man will. Es werden zwar hier wie dort viele Worte gemacht; gleichwohl erscheint die Tatkraft, den Worten auch Wirklichkeit zu verleihen, umgekehrt proportional zum Quantität der Worte. Neben dem Fehlen einer klaren Idee trägt dazu aber auch bei, dass die verfügbaren Ressourcen, seien sie personeller, finanzieller oder materialer Art, weder analysiert, noch berücksichtigt werden. So wird zwar allenthalben nach mehr Personal gerufen – in der Pflege, in den Schulen, für die öffentliche Sicherheit; allein die Frage bleibt unbeantwortet, woher denn die Menschen kommen sollen, die die zweifelsohne vorhandenen personellen Lücken füllen sollen. Selbst wenn es sie der Zahl nach gäbe, stünde die Frage nach der Qualifikation, die an sich ja Zeit und entsprechende Ausbildungsressourcen erfordert, vor einer offenen Antwort. Da kann man zwar träumen und Luftschlösser bauen, nur in der relevanten Wirklichkeit ändert sich nichts – schon gar nicht zum Besten.

Auch in der Kirche kann man das immer wieder erkennen. Schon vor der Corona-Pandemie und der immer größer werdenden Krise, die ihre Ursachen in dem zahlreichen von Klerikern begangenen Missbrauch, der immer offenbarer wird, ausgelöst wird, konnte aufmerksamen Beobachterinnen und Beobachtern kaum verborgen bleiben, dass die Volkskirche ein Phänomen der Vergangenheit ist. Die Selbstverständlichkeit kirchlicher Institutionalität ist schon lange nicht mehr gegeben. Die Ressourcen schwinden – in vielen (Erz-)Bistümern die finanziellen, überall aber auch die personellen. Nicht nur, dass die Zahlen derer, die die Gottesdienste mitfeiern schon seit Jahren und Jahrzehnten rückläufig sind; auch die Kirchenaustrittszahlen weisen steigende, in der jüngeren Vergangenheit (sicher auch ausgelöst durch das Skandalon des klerikalen Missbrauchs) sogar sprunghaft. Entsprechende Studien zeigen, dass die Zahl der Kirchenmitglieder bis zum Jahr 2060 halbiert sein wird; für die Zahl derer, die hauptamtlich in der Pastoral tätig ist, gilt das schon für das Jahr 2030. Das alles hat Auswirkungen auf die anderen Ressourcen – Kirchensteuereinnahmen werden spürbar sinken, Kirchbauten leeren sich, Pfarrheime können kaum noch mit Leben erfüllt werden. Wo aber die materialen und personalen Ressourcen fehlen, wird es immer schwieriger werden, einer Idee Gestalt zu geben. Und das sind nur die vorpandemischen Prognosen. Die Corona-Pandemie wirkt wie ein zusätzlicher Brandbeschleuniger; auch die Unfähigkeit vieler kirchlicher Verantwortungsträger im Umgang mit dem von Klerikern begangenen Missbrauch und der Anerkennung des Leides Betroffener verstärkt den Verfall. Immer mehr wenden sich ab – viele von ihnen nicht, weil ihr Glaube verdunstet wäre, sondern wegen des Glaubens, den sie in einer Kirche, die nicht auf der Seite der Leidenden steht, nicht mehr verwirklicht sehen. Ist also alles schon verloren?

Seit Jahren versuchen die Kirchen in immer neuen Zukunftsprozessen der Herausforderungen Herr zu werden. Meist scheitern die verfassten Konzepte an einer überschätzten Halbwertzeit. Die Zukunft holt sie ein. Das ist das eine; das andere ist, dass die vielen immer neuen Konzepte offenkundig von einer falschen Idee ausgehen – einer Idee nämlich, die sich an einem eingebildeten Status quo der eigenen Heilsnotwendigkeit und Relevanz berauscht, die die Welt der Kirche offenkundig aber nicht mehr zuspricht. Dieser Denkfehler wird oft bis in die untersten Ebenen hinein gemacht. Überall dort nämlich, wo Veränderungsprozesse – und die betreffen aufgrund der inneren Verquickung von Form und Inhalt eben primär auch die Strukturen – anstehen, ruft die Basis danach, dass vor Ort doch bitte alles so bleiben möge, wie es ist. Das ist verständlich, ist der Mensch doch ein Gewohnheitstier. Allein bedeutet dieser Unwille angesichts des unstreitbar steigenden Relevanzverlustes die Beschleunigung des Niedergangs. Die Veränderungen wären ja nicht notwendig, wenn im Status quo alles super wäre.  So aber versucht man eine Idee, die längst moribund ist, am Leben zu erhalten – unter Aufbietung und Verschwendung von Ressourcen, die man eigentlich schon lange nicht mehr hat, statt mit einer neuen Idee einen echten Neuanfang zu wagen. Die Idee nämlich ist der Ausgangspunkt eines Konzeptes, aber nicht zwingend der Wesenskern. Für die Kirche ist dieser das Evangelium, die frohe Botschaft von der Auferstehung des Gekreuzigten – jenes Geschehen und Bekenntnis, das für den christlichen Glauben das Fundament schlechthin ist. Paulus jedenfalls ruft in der zweiten Lesung vom sechsten Sonntag im Jahreskreis des Lesejahres C:

Wenn aber verkündet wird, dass Christus von den Toten auferweckt worden ist, wie können dann einige von euch sagen: Eine Auferstehung der Toten gibt es nicht? Denn wenn Tote nicht auferweckt werden, ist auch Christus nicht auferweckt worden. Wenn aber Christus nicht auferweckt worden ist, dann ist euer Glaube nutzlos und ihr seid immer noch in euren Sünden; und auch die in Christus Entschlafenen sind dann verloren. 1 Korinther 15,12.16-18

Das ist der Kern der Botschaft, für die Kirche einsteht. Für die Verkündigung dieser Botschaft muss sie durch die Zeiten und Räume immer neue Formen finden, um ihr Gestalt zu geben – kurz: sie muss immer neue Ideen finden und verwirklichen, um dem Wesenskern gerecht zu werden. Über Jahrzehnte war das in der jüngeren Vergangenheit etwa die klassische Pfarrei, die in einer Volkskirche dort wo die Menschen lebten, in den Dörfern, Stadtteilen und Quartieren nah bei den Häusern war – so nah, dass die Menschen kommen konnten, wenn Gottesdienst gefeiert wurde; so nah, dass man in Zeiten vorhandener personeller Ressourcen, die Menschen be- und aufsuchen konnte – und zwar (fast) alle mindestens einmal im Jahr. Diese Zeiten sind vorbei. Die Ressourcen fehlen, die Pfarreien und seelsorglichen Einheiten wurden größer, die Menschen mobiler usw. usw. Die alte Idee funktioniert einfach nicht mehr. Trotzdem halten viele von den Wenigen, die sich noch engagieren, an der alten Form fest: Die Pfarrei, „meine Pfarrei“ soll so bleiben, wie sie ist …

Das hat zwar viel mit Vereinsmeierei, aber wenig mit der Idee zu tun, dem Evangelium Gestalt zu geben. Die Botschaft Jesu spielt da, wo nur das Gewohnte bewahrt wird, eben keine Rolle mehr. Sein Auftrag nämlich lautet:

Geht hinaus in die ganze Welt und verkündet das Evangelium der ganzen Schöpfung! Markus 16,15

Nirgends gibt es den Auftrag, Häuser zu bauen und Pfarrheime und den Bestand zu erhalten. Solche Dinge können sinnvoll sein, zu Zeiten, wo man sie braucht, um dem Auftrag Jesu und dem Evangelium gerecht zu werden. Offenkundig sind nun aber neue Ideen erforderlich, um unter Berücksichtigung der gegenwärtig verfügbaren Ressourcen dem Auftrag Jesu gerecht zu werden. Neue Zeiten erfordern neue Ideen.

Das Evangelium vom sechsten Sonntag im Jahreskreis des Lesejahres C kann da ideenanregend sein. Es bildet leider nur eine Ausschnitt aus einem größeren Ganzen. Nach dem Beginn des öffentlichen Wirkens, der Sammlung der ersten Jünger und der ersten Heilungen, die zeigen, dass die Tat immer vor dem Wort geht und jedes Wort die Bestätigung durch die Tat braucht, schildert Lukas, dass Jesus sich zurückzieht:

Es geschah aber in diesen Tagen, dass er auf einen Berg ging, um zu beten. Und er verbrachte die ganze Nacht im Gebet zu Gott. Lukas 6,12

Offenkundig spürt Jesus, dass es Zeit ist, seiner Sendung eine organisatorische Form zu geben, die in seine Zeit passt und den Menschen seiner Zeit gerecht wird. Er braucht eine Idee – und die entwickelt sich offenkundig betend in der Nacht auf dem Berg. Als es nämlich Tag wurde,

rief er seine Jünger zu sich und wählte aus ihnen zwölf aus; sie nannte er auch Apostel: Simon, den er auch Petrus nannte, und dessen Bruder Andreas, Jakobus, Johannes, Philippus, Bartholomäus, Matthäus, Thomas, Jakobus, den Sohn des Alphäus, Simon, genannt der Zelot, Judas, den Sohn des Jakobus, und Judas Iskariot, der zum Verräter wurde. Lukas 6,13-16

Hier setzt das Evangelium vom sechsten Sonntag im Jahreskreis des Lesejahres C ein, wenn Jesus mit dieser eben konstituierten Gruppe vom Berg herabsteigt. Die Konstitution ist alles andere als zufällig. Die Zwölfzahl vergegenwärtigt die zwölf Stämme Israels, die auf die zwölf Söhne Jakobs zurückgehen. Das ist die Botschaft, die Jesus aussendet: So wie Israel sich in den zwölf Stämmen, die auf die Söhne Jakobs zurückgehen, gründete, so soll das Volk Gottes nun in den zwölf Aposteln restituiert werden. Der organisatorischen Form entspricht die personale Ressource. Ihr folgt eine inhaltliche Konzeption, ein Programm, das Lukas dokumentiert:

Selig, ihr Armen, denn euch gehört das Reich Gottes. Selig, die ihr jetzt hungert, denn ihr werdet gesättigt werden. Selig, die ihr jetzt weint, denn ihr werdet lachen. Selig seid ihr, wenn euch die Menschen hassen und wenn sie euch ausstoßen und schmähen und euren Namen in Verruf bringen um des Menschensohnes willen. Freut euch und jauchzt an jenem Tag; denn siehe, euer Lohn im Himmel wird groß sein. Lukas 6,20-23

Dabei schenkt Jesus seinen Leuten reinen Wein ein. Wer in seinem Namen unterwegs ist, muss sich auf Krisen, Anfragen und Anfeindungen einstellen. Die frohe Botschaft ist offenkundig nicht ohne Anstrengungen zu haben, wie schon die Propheten erfahren mussten (vgl. Lukas 6,23c). Gerade das Beispiel der Propheten aber zeigt, dass vom Ende her gedacht werden muss. Die, die zu Lebzeiten gedemütigt wurden, erweisen sich in der Rückschau als diejenigen, deren Idee schlussendlich wegweisen war. Deshalb warnt Jesus diejenigen, die nur an den eigenen Bestand denken:

Doch weh euch, ihr Reichen; denn ihr habt euren Trost schon empfangen. Weh euch, die ihr jetzt satt seid; denn ihr werdet hungern. Weh, die ihr jetzt lacht; denn ihr werdet klagen und weinen. Weh, wenn euch alle Menschen loben. Denn ebenso haben es ihre Väter mit den falschen Propheten gemacht. Lukas 6,24-26

Tatsächlich wird Jesus selbst im Lukasevangelium noch zu Zeiten seines irdischen Lebens eine neue Idee entwickeln, um seiner Sendung gerecht werden zu können. Der wachsende Erfolg erfordert die Erschließung neuer Ressourcen. Nach seinem Aufbruch nach Jerusalem in Lukas 9,51 sendet er 72 andere aus, um die frohe Botschaft in Tat und Wort zu verkünden (vgl. Lukas 10,1). Die Symbolzahl der Zwölf war sicher nicht unwichtig geworden; es brauchte aber neue Ideen – und Jesus reagiert. Er denkt nämlich vom Ende her, wenn er an die 72 spricht:

Wer euch hört, der hört mich, und wer euch ablehnt, der lehnt mich ab; wer aber mich ablehnt, der lehnt den ab, der mich gesandt hat. Lukas 10,16

So mussten durch die Zeiten und Räume immer neue Ideen entwickelt werden, um dem Evangelium Gestalt zu geben. Da gab es Wüstenväter, Äbtissinnen, Klöster und Orden, später auch Pfarreien und Gemeinden. Die Kirche musste immer wieder neue Ideen entwickeln, um dem Evangelium eine lebendige Gestalt zu geben. Offenkundig ist es wieder so weit. Wenn die alten Formen ihre Zeit gehabt haben, sollte man neue finden, statt die alten künstlich aber mit erkennbarem Nichterfolg dahinvegetieren zu lassen. Die noch vorhandenen Ressourcen sollten gut investiert und nicht verschwendet werden. Immer noch gilt es, vom Ende her zu denken: Wie kann das Evangelium heute der ganzen Schöpfung verkündet werden. Es braucht endlich neue Ideen für diesen Auftrag!

Ich wünsche Ihnen eine ideenreiche Woche!

Glück auf,
Ihr Dr. Werner Kleine, PR
Katholische Citykirche Wuppertal

Alle "Wochenworte" finden Sie in unserem Weblog "Kath 2:30":
"Wort zur Woche" auf Kath 2:30

Was glauben sie denn? - Die Kolumne in der WZ

Dr. Werner Kleine
Dr. Werner Kleine, PR

Gerichtszeit

Es war schon leichter, katholisch zu sein. Nicht erst seit der Veröffentlichung des Gutachtens zu sexuellem Missbrauch in der Erzdiözese München und Freising ist der Rechtfertigungsdruck groß. Bereits die sogenannte MHG-Studie im Jahr 2018 hatte den Missbrauch von mindestens 3677 Kindern und Jugendlichen durch 1670 Kleriker zutage gefördert. Sie war der Anlass für weitere Untersuchungen auf der Ebene der (Erz-)Bistümer. In Aachen, Köln, Berlin und nun in München wurden erste Studien veröffentlicht. Das Ausmaß an Leiden, das Betroffenen zugefügt wurde und das offenbar wird, ist erschreckend. Erschreckend ist vor allem aber auch, wie klerikale Täter von klerikalen Vorgesetzten – Bischöfen, Generalvikaren, Personalchefs und Offizialen (so die Bezeichnung für die obersten Kirchenrichter in einem Bistum) – geschützt wurden, während die von Missbrauch Betroffenen oft bis heute darum kämpfen müssen, überhaupt Gehör zu finden. Die römisch-katholische Auffassung, dass Männer durch die Weihe eine „seinsmäßige Erhöhung“ (die sogenannte ontologische Superiorität) empfangen, erweist sich in dieser Krise als fatal. Führt ein solches Übermaß an Heiligkeit nicht zu jener sakralen Sepsis, die ein Eingeständnis des eigenen Versagens, der eigenen Verantwortung und der möglichen eigenen Schuld so schwierig, wenn nicht gar unmöglich macht? Was glauben Sie denn?

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Nachgesehen: Wie geht beten? - Das Vaterunser (Glaubensinformation)


Das Vaterunser ist das zentrale Gebet, das Christen aller Konfessionen vereint. Die Bibel überliefert es in zwei Versionen im Matthäus- und im Lukasevangelium. Die liturgische Fassung, die als Gebet bekannt ist, bildet eine Zusammenfassung beider Versionen.

Vor gut vier Jahren ist durch eine Äußerung Papst Franziskus‘ vor allem die sogenannte sechste Bitte („Und führe uns nicht in Versuchung“) in den Fokus der Diskussionen geraten. Ausgangspunkt ist die Frage, ob Gott überhaupt in Versuchung führen kann. Tatsächlich spricht die Bibel verschiedentlich davon, dass Menschen von Gott auf die Probe gestellt werden. Trotzdem spricht der Papst davon, dass er lieber beten würde „und führe uns durch die Versuchung“. Kann man aber das Vater unser, das ja das Gebet Jesu ist, einfach ändern? Geht es da nicht um mehr als um bloße Übersetzungsfragen?

Der Abend ging diesen mehr als aktuellen Fragen nach und beleuchtet vor allem die inhaltliche Bedeutung dieses Grundgebetes der Christenheit.

 Materialblatt zum Thema

Weiterführende Links zum Thema:

Alle bisher gesendeten und aufgezeichneten Glaubensinformationen können in einer Youtube-Playlist nachgesehen werden:

Youtube-Playlist "Glaubensinformation"

Die Glaubensinformation gibt es auch als Audio-Podcast, der unter http://podcast.pr-werner-kleine.de/feed/podcast/glaubensinformation - auch in jedem Podcast-Catcher - abonniert werden kann.

Synode, Lehramt, Wissenschaft? – Wie in der Bibel Entscheidungen für die Zukunft gefunden werden • Dei Verbum direkt (Diskussion zu Bibel)


Dr. Till Magnus Steiner und Dr. Werner Kleine im Streitgespräch (Foto: Christoph Schönbach)

Seit März 2015 betreibt die Katholische Citykirche Wuppertal den biblischen Weblog "Dei Verbum" (www.dei-verbum.de). In wöchentlichen Beiträgen zeigen der in Jerusalem lebende Alttestamentler Dr. Till Magnus Steiner und der Wuppertaler Neutestamentler Dr. Werner Kleine, dass die Bibel auch für heutige Fragen in Kirche und Gesellschaft relevant ist.

Begleitend zum Weblog gibt es regelmäßig Live-Diskussionen (Dei Verbum direkt). Das nächste offene Gespräch findet am Dienstag, dem 15. Februar 2022 um 19.00 Uhr zum Thema „Die weihnachtlichen Lieder des Neuen Testamentes“ statt. Aufgrund der derzeit geltenden Ausgangsbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie wird das Gespräch zwischen Dr. Till Magnus Steiner und Dr. Werner Kleine ausschließlich im Internet als Webinar statt. Eine Liveteilnahme ist unter www.kck42.de/deiverbum möglich. Außerdem wird die Diskussion als Livestream via Facebook zu sehen sein (am 15.2.2022 ab 19.00 Uhr unter www.kck42.de/live und später als Aufzeichnung auch auf YouTube).

Das Leben stellt gerade auch glaubende Menschen immer wieder vor neue Herausforderungen. Gerade der Fortschritt fördert dabei Fragen zu Tage, die sich früheren Generationen noch gar nicht gestellt haben. Das gilt insbesondere auch für die Bibel. Wer glaubt, hier auf alle Situationen des Lebens Antworten zu finden, wird schnell an seine Grenzen gelangen. Wohl aber überliefert die Bibel Haltungen, aus denen Glaubende ihr Leben auch angesichts neuer Herausforderungen gestalten können. In diesem Sinn ist sie im besten Sinn des Wortes eine Richtschnur für den Glauben. Wie also können Entscheidungen in Verantwortung vor Gott getroffen werden, gerade wenn sich Glaubende völlig neuen Herausforderungen gegenübersehen. Die Spannung zwischen Wissenschaft und Lehramt führt in der Kirche vor Augen, wie sensibel diese Frage ist.

Dr. Till Magnus Steiner, der aus Jerusalem via Internet zugeschaltet wird, und Dr. Werner Kleine werden ausgewählte biblische biblische Lösungsansätze diskutieren.

Teilnahme am Webinar: www.kck42.de/deiverbum

Direkt zum Facebook-Livestream am 15.2.2022: www.kck42.de/live

Mystagogische Kirchenführung in Wuppertal


Mystagogische Kirchenführung in Wuppertal (Foto: Christoph Schönbach)

Die nächste Kirchenführung der besonderen Art (mystagogische Kirchenführung) findet am Dienstag, dem 22. Februar 2022 um 18 Uhr in St. Antonius (Unterdörnen 137/Nähe Alter Markt) statt. Aufgrund der Corona-Pandemie und der damit verbundenen Hygienemaßnahmen können maximal fünf Personen an der Führung teilnehmen. Aus diesem Grudn ist eine vorherige Anmeldung bis spätestens Dienstag, dem 21. Februar 2022, per E-Mail an sekretariat(at)katholische-citykirche-wuppertal.de oder telefonisch unter 0202-42969674 ist zwinged erforderlich.

Im Unterschied zu herkömmlichen Kirchenführungen, die eher kunst- oder architekturgeschichtlich orientiert sind, möchte die mystagogische Kirchenführung den Kirchenraum als Kultraum erschließen. Kirchen sind nicht bloß Versammlungsstätten, sie sind auch Stein gewordene Glaubenszeugnisse ihrer Zeit. Das Entdecken dieser spirituellen und mystischen Dimension des Raumes und seiner „kultischen Funktion“ steht im Mittelpunkt der mystagogischen Kirchenführung. Dabei werden vor allem zentrale Orte der katholischen Liturgie (Eingang, Taufbecken, Ambo, Altar, Tabernakel) aufgesucht und und in ihrer rituellen Bedeutung erschlossen. Die mystagogische Kirchenführung wird dabei selbst gewissermaßen zu einer Liturgie. Zur mystagogischen Kirchenführung gehören daher auch kleine, von den Teilnehmern selbst vollzogene Riten wie etwa eine Weihrauchspende oder das Schmecken von Manna.

Weitere Informationen unter www.mystagogische-kirchenfuehrung.de.

Sakramente im Leben der Kirche II – Buße und Krankensalbung • Glaubensinformation in Wuppertal


Im Rahmen der Reihe „Glaubensinformation“ der Katholischen Citykirche Wuppertal spricht Pastoralreferent Dr. Werner Kleine am Mittwoch, dem 23. Februar 2022 um 19.00 Uhr im Rahmen eines Webinars über das Thema „Sakramente im Leben der Kirche II – Buße und Krankensalbung“.

Sakramente sind symbolische Handlungen, die in existentiellen Situationen das Heilshandeln Gottes vergegenwärtigen. Die katholische Kirche kennt sieben Sakramente, die im biblisch belegten Willen Gottes begründet sind. In den sakramentalen Zeichenhandlungen erfährt der Mensch auf unmittelbare und symbolische Weise die Zusage der Nähe Gottes.

Buße (auch „Sakrament der Versöhnung“ genannt) und Krankensalbung werden in diesem Zusammenhang auch als Sakramente der Heilung und Tröstung bezeichnet. Gerade in krisenhaften Lebenssituationen, die von Schuld oder einer das Leben bedrohenden Krankheit gezeichnet sind, sprechen die beiden Sakramente die Nähe Gottes in Wort und Tat zu. Es sind intensive Sakramente, die die gebrochene Existenz des Menschen ernst nehmen und gerade darin ein Hoffnungszeichen aufrichten.
Pastoralreferent Dr. Werner Kleine wird an dem Abend die allgemeine Bedeutung der Sakramente erschließen und von hierher die Sakramente der Versöhnung (Buße) und der Krankensalbung in den Blick nehmen.

Interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer können sich am Mittwoch, dem 23. Februar 2022 ab etwa 18.50 Uhr unter folgendem Link zum Webinar zuschalten: www.kck42.de/webinar.

Eine Teilnahme ist sowohl via PC als auch Smartphone oder Tablet möglich. Eine gesonderte Software wird nicht benötigt. Für die Teilnahme ist u.U. die Angabe eines Namens und einer E-Mail-Adresse erforderlich. Auf Wunsch können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Webinar nur als Zuschauende teilnehmen, werden also nicht eingeblendet.

Weitere Informationen zur Reihe "Glaubensinformation"

Die Reihe Glaubensinformation gibt es jetzt auch als Podcast bei iTunes, Spotify oder direkt als Feed für den Podcastplayer.

Video-Mitschnitte vergangener Glaubensinformationen gibt es als Playlist bei YouTube.

Gottesdienst für Corona-Tote am Gedenkstein im Steingarten von Martin Michels (Bahnhof Loh - Nordbahntrasse) • Freitag, 25.2.2022 • 15 Uhr


Die Corona-Pandemie fordert Menschenleben. Dabei ist es letztlich unerheblich, ob jemand an, mit oder durch das Corona-Virus stirbt: Das Leben endet zu früh. Hinter jeder und jedem Toten stehen Menschen, die trauern. Dabei sterben viele hinter verschlossenen Türen auf den Intensivstationen – oft ohne den letzten Beistand durch ihnen nahestehende Menschen.

Mittlerweile grassiert die Corona-Pandemie grassiert in der vierten Welle und fordert immer mehr Menschenleben. Dabei ist es letztlich unerheblich, ob jemand an, mit oder durch das Corona-Virus stirbt: Das Leben endet zu früh. Hinter jeder und jedem Toten stehen Menschen, die trauern. Dabei sterben viele hinter verschlossenen Türen auf den Intensivstationen – oft ohne den letzten Beistand durch ihnen nahestehende Menschen.

Im Frühjahr 2021 hatte die Katholische Citykirche Wuppertal nach einer Idee von Wolfgang Rosenbaum, ei-nem Anwohner im Elberfelder Luisenviertel, vier Gedenkstätten für Corona-Tote eingerichtet: Neben der Gedenkstätte für Corona-Tote auf dem Laurentiusplatz in Wuppertal-Elberfeld fanden (und finden) sich weite-re Gedenkorte im Innenhof von St. Antonius (Wuppertal-Barmen), an der evangelischen Citykirche Elberfeld (Wuppertal-Elberfeld) sowie an St. Mariä Empfängnis (Wuppertal-Vohwinkel).

Nachdem im Sommer die Außengastronomie wieder in Betrieb gehen konnte, wurde die zentrale Gedenkstät-te mit dem Gedenkstein für Corona-Tote zum Steingarten von Martin Michels am Bahnhof Loh verlegt. Dort werden nun die Gedenkfeiern für die Corona-Toten wieder aufgenommen. Die nächste Gedenkfeier findet am Freitag, dem 25. Februar 2022 um 15 Uhr am Steingarten von Martin Michels am Bahnhof Loh an der Nordbahntrasse statt.

Die an, mit oder durch das Corona-Virus Verstorbenen mahnen die Lebenden. Ihnen die Ehre zu geben und gleichzeitig immer wieder zu einem solidarischen Handeln umzukehren, ist der Anlass für diesen besonderen Gottesdienst.

Es wird darauf hingewiesen, dass an den Gedenkorten die notwendigen Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen (Mund-Nasen-Schutz, Abstand halten) zu beachten sind.

Der Gottesdienst wird auch live bei Facebook unter www.kck42.de/gottesdienst übertragen.

Dem Hl. Judas Thaddäus zur Ehre • Wallfahrt zum Helfer in schwierigen Lebenslagen am 28.2.2022


Der Hl. Judas Thaddäus wird an jedem 28. eines Monats in St. Marien in Wuppertal-Elberfeld geehrt.

Der Hl. Judas Thaddäus gehört zu den fast vergessenen Aposteln. Er ist der Fürsprecher und Helfer in schwierigen Lebenslagen. Sein Gedenktag ist der 28. Oktober.

Ihm zu Ehren versammeln sich schon seit langem in Mexiko-Stadt viele, die am Rande der Gesellschaft stehen oder hoffnunglos sind, an jedem 28. eines Monats, um ihn als starken Fürsprecher anzurufen. Zusammen mit dem Sozialdienst kath. Frauen (SkF) e.V. Wuppertal, dem Caritasverband Wuppertal/Solingen, der Notfallseelsorge Wuppertal und der Seelsorge für Obdachlose, Prostituierte und Drogenabhänge lädt die Katholische Citykirche Wuppertal alle, die sich in schwierigen Lebenslagen befinden, hoffnungslos sind oder am Rand der Gesellschaft stehen an jedem 28. Tag eines Monats nach St. Marien in Wuppertal-Elberfeld (Wortmannstr./Ecke Hardtstr.) ein, um den Hl. Judas Thaddäus um Beistand und Fürsprache zu bitten. Neben einem kurzen Gottesdienst an der Judas-Thaddäus-Statue (12.45 Uhr) gibt es auch Gelegenheit, bei einem Imbiss ins Gespräch zu kommen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Jede und jeder ist willkommen!

Die nächste Wallfahrt findet am Montag, dem 28. Februar 2022  in St. Marien (Wortmannstr. 2 in Wuppertal-Elberfeld) statt.

Auch weiterhin kann die Wallfahrt nur unter den coronabedingten Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen stattfinden. Das traditionelle Mittagessen muss leider ausfallen. Die Wallfahrt findet um 12.45 Uhr Uhr bei der Judas-Thaddäus-Statue in der Marienkirche mit einer Kurzandacht statt. Anschließend gibt es einen Imbiss zur Mitnahme. Bei entsprechenden Witterungsbedingungen besteht vor der Kirche im Freien außerdem die Möglichkeit zum Gespräch. Während der Andacht muss ein medizinischer Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Wir bitten dringend darum, die notwendigen Abstände einzuhalten.

Das Projekt wird von der Metzgerei Kaufmann unterstützt.

Weltsynode


Papst Franziskus denkt über die Zukunft der Kirche nach. Weltweit lädt er alle Menschen ein, ihm mitzuteilen, wie sie sich das zukünftige Miteinander in der Kirche wünschen. Dem Papst sind dabei zehn Themenbereiche besonders wichtig.

Diese Beteiligungsplattform bietet die Möglichkeit, sich an diesem Prozess zu beteiligen. Gruppen und Einzelpersonen können hier Ihre Erfahrungen und Einschätzungen zu den vom Papst benannten Themen mitteilen.

Machen Sie mit und geben Sie Rückmeldung zu den Themen, die Ihnen besonders wichtig sind. Verfolgen Sie den Dialog, der auf dieser Plattform entsteht. Alle Beiträge, die hier gemacht werden, können von allen gelesen werden. Zum Verfassen eigener Beiträge und von Kommentaren ist eine kurze Registrierung erforderlich.

Alle weitere Informationen finden sich unter www.weltsynode.koeln.


Do, 19. Mai 2022 - Fr, 19. August 2022

Mai
20. Woche
So, 22. Mai 2022 15:03 - 15:18 Wichernkapelle (Nordbahntrasse - Bergisches Plateau)

21. Woche
Di, 24. Mai 2022 19:00 - 20:30 zuschalten unter: www.kck42.de/webinar

Mi, 25. Mai 2022 11:00 - 15:00 Alte Freiheit
Alte Freiheit
42103 Wuppertal
Mi, 25. Mai 2022 17:00 Treffpunkt: Synagoge
Gemarker Straße 35
42275 Wuppertal
Fr, 27. Mai 2022 15:00 Steingarten an der Nordbahntrasse
Am Bahnhof Loh
Wuppertal
Sa, 28. Mai 2022 12:45 St. Marien (Elberfeld)
Hardtstr. 1
42107 Wuppertal
So, 29. Mai 2022 15:03 - 15:18 Wichernkapelle (Nordbahntrasse - Bergisches Plateau)

Juni
22. Woche
Mi, 01. Juni 2022 13:00 - 14:00 Cafe Engel
Friedrich-Ebert-Straße 14
42103 Wuppertal
Do, 02. Juni 2022 19:00 Basilika St. Laurentius
Laurentiusplatz
42103 Wuppertal
Sa, 04. Juni 2022 20:30 Basilika St. Laurentius
Laurentiusplatz
42103 Wuppertal
So, 05. Juni 2022 15:03 - 15:18 Wichernkapelle (Nordbahntrasse - Bergisches Plateau)

23. Woche
Di, 07. Juni 2022 19:00 - 20:30
Mi, 08. Juni 2022 11:00 - 15:00 Alter Markt

42275 Wuppertal-Barmen
Mi, 08. Juni 2022 19:00 - 20:30 zuschalten unter: www.kck42.de/webinar

Mi, 08. Juni 2022 19:30 St. Suitbertus
Kölner Straße/Ecke Chlodwigstraße
42119 Wuppertal
So, 12. Juni 2022 15:03 - 15:18 Wichernkapelle (Nordbahntrasse - Bergisches Plateau)

24. Woche
So, 19. Juni 2022 15:03 - 15:18 Wichernkapelle (Nordbahntrasse - Bergisches Plateau)

25. Woche
Mi, 22. Juni 2022 11:00 - 15:00 Willy-Brandt-Platz (Elberfeld)

Mi, 22. Juni 2022 19:00 - 20:30 zuschalten unter: www.kck42.de/webinar

Fr, 24. Juni 2022 15:00 Steingarten an der Nordbahntrasse
Am Bahnhof Loh
Wuppertal
So, 26. Juni 2022 15:03 - 15:18 Wichernkapelle (Nordbahntrasse - Bergisches Plateau)

26. Woche
Di, 28. Juni 2022 12:45 St. Marien (Elberfeld)
Hardtstr. 1
42107 Wuppertal
Juli
So, 03. Juli 2022 15:03 - 15:18 Wichernkapelle (Nordbahntrasse - Bergisches Plateau)

27. Woche
Mi, 06. Juli 2022 13:00 Cafe Engel
Friedrich-Ebert-Straße 14
42103 Wuppertal
So, 10. Juli 2022 15:03 - 15:18 Wichernkapelle (Nordbahntrasse - Bergisches Plateau)

Jesus ist Armen und Reichen gegenüber nicht neutral gewesen. Sicher: Seine Sendung galt allen Menschen. Aber die Armen standen ihm besonders nahe. Er hat zu ihnen anders gesprochen als zu den Reichen. Seine Sprache ist eindeutig: hier verheißungsvoll („Selig …“), dort warnend, drohend („Weh euch …“).
Die kommende und bereits in die Gegenwart einbrechende Gottesherrschaft schafft eine neue Wertordnung. Die Maßstäbe der gängigen Ordnung werden durchbrochen: Die nach diesen Maßstäben Deplazierten und Deklassierten werden seliggepriesen. Die Herren und Herrschaften der Welt, die sich wie Herrgötter gebärden, haben in der Herrschaft Gottes keinen Platz. Die verheißene und ansatzweise schon verwirklichte Zukunft Gottes für die Armen ist darum das Wehe über die Reichen. Die Seligpreisung der Armen ist das Gericht über die Reichen und der Ruf zu ihrer Umkehr, also Gericht im Sinne der Richtigstellung.
(Franz Kamphaus)

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