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Katholische Citykirche Wuppertal

Das Wort zur Woche (5. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr A)

Dr. Werner Kleine
Dr. Werner Kleine, PR

Liebe Leserinnen und Leser,

Worte können die Welt verändern. Und manches Wort ist schärfer als ein Schwert. Wer mit Worten umzugehen weiß, ist mächtig. Und dass Worte gefährlich sein können, erfahren gerade in der letzten Zeit viele Wortgewandte ganz gewaltig. Es ist nicht nur die unschickliche Bemerkung eines scheidenden Erzbischofs über die Bedeutung der Religionszugehörigkeit für den Wert von Familien, die vor kurzem für rechten Unbill und heilige Entrüstung sorgte. Auch andere, für die das Wortführen geradezu existentielle Bedeutung hat, haben erfahren müssen, dass gewandte Worte sich gegen den wenden können, der sie verwendet: Publizistinnen und Politiker, Politikerinnen und Publizisten setzen eben manchmal nicht nur schneidige verbale Attacken, sondern drehen mit Worten auch an der Wirklichkeit. Zuletzt waren es die Feministin und Publizistin Alice Schwarzer und der ehemalige NRW-Landesfinanzminister und CDU-Schatzmeister Helmut Linssen, die durch ihr Finanzgebaren die eigene Glaubwürdigkeit verschacherten.

Glaubwürdigkeit ist das eigentliche Kapital all derer, die mit Worten und vom Wort leben. Das Wort allein ist ein Nichts. Das Wort ist lediglich eine semantische Hülle für etwas, das es bezeichnet. Worte können solche Wirklichkeiten schaffen. Worte können wirken. Damit das gelingt bedarf es der Übereinstimmung von dem, was als Wort gesagt wird, und dem, was gemeint ist. Erst diese Kongruenz macht das Wort scharf und wirkmächtig. Fehlt diese Kongruenz, erweist sich ein gesprochenes Wort als hohl und gebrochen.

Die Macht des Wortes erweist sich erst in der Tat. Selbst die Schöpfungsmacht des göttlichen Wortes erweist sich erst darin, in dem die Schöpfung wirklich wird. Wahre Worte stehen in einer unauflösbaren Korrelation mit einer Tat, die dem Wort entspricht. Erst indem das Wort Fleisch wird, erweist es seine Wirkmächtigkeit. So erweist sich in der unüberbietbaren Fleischwerdung des göttlichen Wortes in Jesus Christus, dass Gottes Verheißungen mehr als hohle Wort sind: Gott ist treu!

Diese Verflechtung von Wort und Tat ist in Jesus Christus selbst immer wieder sichtbar: Hier ist einer, der nicht nur Worte redet. Er handelt auch. Es sind gerade diese Taten, die seinen Worten Kraft verleihen. Und es sind beileibe nicht nur schöne Worte, die er sagt. Nicht umsonst endet sein Weg am Kreuz, dieser letzten Konsequenz, vor der er nicht weggelaufen ist. Wie leicht wäre es gewesen, sich in Bethanien zu verstecken, oder heimlich nach Nazareth zu fliehen, wo ihn niemand suchen würde. Seine Jünger haben so gehandelt, bevor sie lernten, dass man Worten auch Taten folgen lassen muss, wenn man sich nicht lächerlich machen will.

Die Differenz von Schein und Sein ist das Wesen des Witzes. Manch einer macht sich selbst in diesen Tagen zum Witz. Und die Welt lacht und entzaubert die Worte der Moralapostel. Die Reaktion derer, die das Gelächter selbst provoziert haben, ist nicht selten erstaunlich humorlos. Man stilisiert sich selbst als Verfolgte oder Verfolgter. Mal sind es die vermeintlich kathophobischen Angriffe einer insinuierten kirchenfeindlichen medialen Öffentlichkeit, mal die angebliche Bedrohungssituation, die Anlass gibt, ein goldenes Nest in der Nähe weißer Berge einzurichten, in das man sich fliehen kann. Liebe Leute! - möchte man da rufen - Schaut in den Spiegel! Ihr seid entlarvt! Der Kaiser ist nackt - und mag er von noch so schönen Kleidern reden.

Die Erkenntnis, auch nur ein normaler Mensch zu sein, tut gerade denen weh, die sich über andere erhoben haben - sei es, weil sie sich auf besondere Weise berufen wähnen, sei es, dass sie nach einer selbst definierten Gerechtigkeit streben. Es ist wie im Paradies: In dem Moment, in dem Eva und Adam zwischen Gut und Böse zu unterscheiden lernen, erkennen sie, dass sie nackt sind. Wie unmündige Kinder haben sie sich bisher daran nicht gestört. Jetzt, wo ihr Reifungsprozess begonnen hat, empfinden sie Scham ob ihrer Schutzlosigkeit. Im Erwachsenwerden lernen sie nicht nur, diese Nacktheit und Schutzlosigkeit als zu ihnen gehörend anzunehmen; sie lernen auch, mit ihr umzugehen. Letztlich ist es Gott selbst, der ihnen Kleider macht, damit sie ihre Unbeschütztheit kompensieren können.

Natürlich sind Fehler menschlich. Zum Erwachsensein gehört es daher, den eigenen Fehler anzunehmen - nicht nur mit Worten tränenreicher Entschuldigungen, sondern eben auch mit Taten. Wer diese Taten schuldig bleibt, entblößt sich auf kindische Weise selbst.

Die Lesungen vom 5. Sonntag im Jahreskreis des Lesejahres B stellen diese Notwendigkeit der Übereinstimmung von Wort und Tat auf eigene Weise vor Augen. So mahnt Paulus in der zweiten Lesung:

Meine Botschaft und Verkündigung war nicht Überredung durch gewandte und kluge Worte, sondern war mit dem Erweis von Geist und Kraft verbunden, damit sich euer Glaube nicht auf Menschenweisheit stützte, sondern auf die Kraft Gottes. (1 Korintherbrief 2,4f)

Schöne Meditationen und fromme Gedanken sind noch keine Verkündigung. Wer wirklich Menschen für Gott gewinnen will, muss nicht nur über ihn reden um zu überreden, er muss mit Herz und Verstand überzeugen, vor allem aber mit der Tat, wie es bei Jesaja in der ersten Lesung heißt:

Teile an die Hungrigen dein Brot aus, nimm die obdachlosen Armen ins Haus auf, wenn du einen Nackten siehst, bekleide ihn und entziehe dich nicht deinen Verwandten. Dann wird dein Licht hervorbrechen wie die Morgenröte, und deine Wunden werden schnell vernarben. Deine Gerechtigkeit geht dir voran, die Herrlichkeit des Herrn folgt dir nach.  (Jesaja 58,7f)

Erst wer den Menschen Brot und Schutz gibt, darf auch von der Liebe Gottes reden. Sonst bleiben seine schönen Worte hohl. Auch hohle Worte haben Macht, denn ihre Hohlheit umfängt den, der sie spricht.

Um nicht in die Falle verbaler Hohlräume stürzen möchte, der muss seinen Worten auch Taten folgen lassen. Ein solcher Mann und eine solche Frau wird zum Salz der Erde. Aber auch das Salz der Erde kann seinen Geschmack verlieren, so dass Jesus im Evangelium des 5. Sonntags im Jahreskreis des Lesejahres A mahnt:

Wenn das Salz seinen Geschmack verliert, womit kann man es wieder salzig machen? Es taugt zu nichts mehr; es wird weggeworfen und von den Leuten zertreten. (Matthäus 5,13)

Es ist also nicht damit getan, ein bisschen zu tun. Wer es ernst meint, muss die Konsequenzen in Kauf nehmen. Wer dazu nicht bereit ist, sollte besser schweigen. Allzu viele von denen, die nur allzu gerne leuchten würden, haben in der letzten Zeit eine Gelegenheit zum Schweigen verpasst.

Ich wünsche Ihnen eine gesegnete Woche,
Ihr Dr. Werner Kleine, PR
Katholische Citykirche Wuppertal

Alle "Wochenworte" finden Sie in unserem Weblog "Kath 2:30":
"Wort zur Woche" auf Kath 2:30

Dem Hl. Judas Thaddäus zur Ehre


Der Hl. Judas Thaddäus wird an jedem 28. eines Monats in St. Marien in Wuppertal-Elberfeld geehrt.

Der Hl. Judas Thaddäus gehört zu den fast vergessenen Aposteln. Er ist der Patron der Hoffnungslosen und Vergessenen. Sein Gedenktag ist der 28. Oktober.

Ihm zu Ehren versammeln sich schon seit langem in Mexiko-Stadt viele, die am Rande der Gesellschaft stehen oder hoffnunglos sind, an jedem 28. eines Monats, um ihn als starken Fürsprecher anzurufen. Der Wuppertaler Journalist Øle Schmidt, der in Mexiko lebt, berichtet in seiner hörenswerten Reportage "Marías Pakt mit San Judas Tadeo!" von der dortigen Taddhäus-Wallfahrt.

Kaum bekannt ist, dass es auch in Wuppertal eine Verehrung des Hl. Judas Thaddäus gibt. Zwei Statuen, die sich in St. Marien in Wuppertal-Barmen und St. Marien in Wuppertal-Elberfeld befinden, zeugen davon. Zusammen mit dem Sozialdienst kath. Frauen (SkF) e.V. Wuppertal, dem Caritasverband Wuppertal/Solingen, der Notfallseelsorge Wuppertal und der Seelsorge für Obdachlose, Prostituierte und Drogenabhänge nimmt die Katholische Citykirche Wuppertal die Idee aus Mexiko-Stadt auf und lädt alle, die hoffnungslos sind oder am Rand der Gesellschaft stehen an jedem 28. Tag eines Monats nach St. Marien in Wuppertal-Elberfeld (Wortmannstr./Ecke Hardtstr.) von 12-14 Uhr ein, um den Hl. Judas Thaddäus um Beistand und Fürsprache zu bitten. Neben einem kurze Gottesdienst and der Judas-Thaddhäus-Statue (13 Uhr) gibt es auch Gelegenheit, bei einem Mittagessen ins Gespräch zu kommen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Jede und jeder ist willkommen!

Das Projekt wird von der Metzgerei Kaufmann unterstützt.

TalPassion - Am Aschermittwoch geht es los


TalPassion - das neue Projekt der Katholischen Citykirche Wuppertal beginnt bald. TalPassion ist ein Kreuzweg in der Öffentlichkeit der Stadt. Die Wuppertaler Künsterlin Annette Marks erstellt acht Bilder. Ab Aschermittwoch, dem 5. März 2014, werden die Originale in der Laurentiusbasilika am Laurentiusplatz in Wuppertal-Elberfeld zu sehen sein. Großformatige Reproduktionen der Bilder werden in der Öffentlichkeit der Elberfelder Innenstadt zu sehen sein. Die Reproduktionen werden so gehängt, dass ein Weg entsteht, der an der ev. Sophienkirche an der Sophienstr. beginnt und durch die Elberfelder City bis zu St. Marienkirche an der Hardt (Wortmannstr.) führt.

Die Bilder von Annette Marks fordern den Betrachter heraus. Wer die Bilder sieht, wird Stellung nehmen. Es wird deutlich: Kreuz und Auferstehung Jesu Christi sind mehr als nur ein historisches Ereignis, das vergangen ist. Kreuz und Auferstehung Jesu Christi haben Bedeutung im Hier und Jetzt.

TalPassion beginnt mit einer Vernissage am Donnerstag, dem 6. März 2014 um 19 Uhr in der Laurentiusbasilika (am Laurentiusplatz in Wuppertal-Elberfeld).

www.talpassion.de

Newsletter zur TalPassion


Auf der Homepage zur TalPassion besteht jetzt die Möglichkeit, einen Newsletter zu abonnieren. Auf diese Weise bleiben Sie immer auf dem Laufenden, wenn es Neuigkeiten zur TalPassion gibt. Den Newsletter können Sie hier abonnieren.

Annette Marks hat mittlerweile mit den Arbeiten zum achten Bild begonnen. Eine Umfrage hatte ergeben, dass jetzt noch ein Bild zur Begegnung von Maria Magdala mit dem Auferstandenen entstehen wird.

Newsletter TalPassion

Neu bei Kath 2:30: Kollege Bischof


Nicht erst seit der Diskussion um den Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst steht das Bischofsamt im Mittelpunkt des Interesses. Ein Vielzahl von Stimmen äußerst sich zur Frage des Bischofsamtes: Hirte, Nachfolger der Apostel, quasi-monarchische Vollmachten - all das weckt in der heutigen Zeit Fragen. Dabei hat das zweite Vatikanische Konzil gerade den kollegialen Charakter des Bischofsamtes betont. Dr. Werner Kleine nimmt seinem neuen Kath 2:30-Beitrag den "Kollegen Bischof" unter die Lupe und stellt fest: "Eine Herde ohne Hirten gibt es, aber niemals einen Hirten ohne Herde".

Katholische Citykirche vor Ort

Am Mittwoch, dem 12. Februar 2014 ist die Katholische Citykirche vor Ort. Entsprechendes Wetter vorausgesetzt wird der Stand der Katholischen Citykirche Wuppertal dann in der Zeit von 11.00-15.00 Uhr auf dem Johannes-Rau-Platz in Wuppertal-Barmen zu finden sein.


Katholische Citykirche Wuppertal vor Ort

Mystagogische Kirchenführungen in Wuppertal


Mystagogische Kirchenführung in Wuppertal (Foto: Christoph Schönbach)

Die nächste Kirchenführung der besonderen Art (mystagogische Kirchenführung) findet am Donnerstag, dem 13. Februar 2014 um 18.30 Uhr in St. Laurentius (am Laurentiusplatz in Wuppertal-Elberfeld) statt.

Im Unterschied zu herkömmlichen Kirchenführungen, die eher kunst- oder architekturgeschichtlich orientiert sind, möchte die mystagogische Kirchenführung den Kirchenraum als Kultraum erschließen. Kirchen sind nicht bloß Versammlungsstätten, sie sind auch Stein gewordene Glaubenszeugnisse ihrer Zeit. Das Entdecken dieser spirituellen und mystischen Dimension des Raumes und seiner „kultischen Funktion“ steht im Mittelpunkt der mystagogischen Kirchenführung. Dabei werden vor allem zentrale Orte der katholischen Liturgie (Eingang, Taufbecken, Ambo, Altar, Tabernakel) aufgesucht und und in ihrer rituellen Bedeutung erschlossen. Die mystagogische Kirchenführung wird dabei selbst gewissermaßen zu einer Liturgie. Zur mystagogischen Kirchenführung gehören daher auch kleine, von den Teilnehmern selbst vollzogene Riten wie etwa eine Weihrauchspende oder das Schmecken von Manna.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Kirchenführung dauert etwa 60 Minuten.

Weitere Informationen unter www.mystagogische-kirchenfuehrung.de.

Glaubensinformation: Jesus Christus, der Sohn Gottes


Am Mittwoch, dem 19. Februar 2014 findet die nächste „Glaubensinformation in Wuppertal" statt. Das Thema des Abends lautet: "Jesus Christus, der Sohn Gottes".

Die Frage, wer Jesus Christus ist, ist zentral für das Christentum. Bereits die ersten christlichen Jahrhunderte waren von der Diskussion um das Wesen Jesu geprägt, die ihren Höhepunkt im Jahr 325 n. Chr. im Konzil von Nicäa findet. Seitdem bekennen Christen Jesus Christus als wahren Mensch und wahren Gott. Dr. Werner Kleine spricht an diesem Abend über die Hintergründe dieser Entscheidung und ihre Bedeutung für den christlichen Glauben.

Der Abend beginnt um 19.00 Uhr im Katholischen Stadthaus (Laurentiusstr. 7, Wuppertal-Elberfeld, 1. Etage).

Weitere Informationen zur Reihe "Glaubensinformation"

Neuer Wegweiser zu behindertengerechten Einrichtungen in den katholischen Kirchen in Wuppertal


Der neue Wegweiser zeigt barrierefreie Kirchen in Wuppertal

Gemeinsam mit dem Caritasverband Wuppertal und Solingen e.V. hat die katholische Seelsorge für Menschen mit Behindeurng in Wuppertal "Raphael" einen Wegweiser erarbeitet, der umfassende Angaben zur Barrierefreiheit der katholische Kirchen in Wuppertal enthält. Die Broschüre kann über den Caritasverband Wuppertal/Solingen e.V. (Mail - Tel.: 0202-3890389) und die Katholische Behindertenseelsorge Wuppertal "Raphael" (Mail) angefordert werden. Sei steht auch als pdf-Datei zum Download zur Verfügung.

 Broschüre "Kirche ohne Barrieren - Wegweiser für Menschen mit Behinderung"

Mo, 03. Oktober 2022 - So, 16. Oktober 2022

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Licht sein

Jesus Christus, der lebendige Mensch
ist für dich
die Herrlichkeit deiner Gegenwart
und ein Licht unter den Völkern,
weil durch ihn dein Leben
über die vier Himmelsrichtungen
die ganze Erde erreicht.
Wir sind da, jeder in seiner Art,
um dieses Licht zu sein,
das die Herzen der Menschen erwärmt
und die Freude Gottes weitergibt.
(Frère Roger)

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