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Katholische Citykirche Wuppertal

Das Wort zur Woche (29. Oktober 2016 - 31. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr C)

Dr. Werner Kleine
Katharina Nowak

Ergreifung

Liebe Leserinnen und Leser,

heute, gleichsam am Vorabend des Reformationsjubiläums, das uns ab morgen ein Jahr lang auf 500 Jahre Reformation in Deutschland hinweisen wird, ist auf ein anderes, auch nicht ganz präzise bekanntes Datum hinzuweisen, nämlich den 550. Geburtstag des großen Humanisten Erasmus von Rotterdam, dessen Ideen für einen Weg der Kirchenreform uns viel Leid und Entzweiung erspart hätten, jedenfalls dann, wenn nicht politisches Machtkalkül sich der Theologie bemächtigt hätte. 

Ausgerechnet von Erasmus stammt die Widmung seines letzten Werkes „de puritate tabernaculi sive ecclesiae christianae", eine Auslegung von Psalm 15, an einen Bopparder Zollbeamten, Christoph Eschenveldt, dessen Grabstein zwar verschollen ist, dessen Inschrift man aber noch kennt: "Er lebte vom Volk geliebt ohne die Schande irgendeiner berechtigten Klage und war ein Liebhaber des Friedens. Diesen hat Erasmus voll Sehnsucht mit Schriften gefeiert und sein trefflicher Rat blühte für so manchen." Man könnte diese Begegnung des Erasmus mit dem Bopparder Steuereinnehmer präfiguriert sehen im sonntäglichen Evangelium vom Zollpächter Zachäus, den der Herr, eigentlich würde man gern sagen wollen, einlädt, richtiger aber muss man wohl sagen, bei dem sich der Herr einlädt. Ohne viel Federlesens stöbert er ihn auf seinem Baum auf und will bei ihm einkehren, worauf dieser völlig erschüttert jeden Pfad der Untugend sofort aufgeben will und angetanes Unrecht vierfach wiedergutmachen will. Ebenso begeistert stimmt der Herr zu: 

„Heute ist diesem Haus das Heil geschenkt worden, weil auch dieser Mann ein Sohn Abrahams ist. Denn der Menschensohn ist gekommen, um zu suchen und zu retten, was verloren ist.“ (Lk 19,9f.)

Diese Geschichte macht wie in einem Brennglas deutlich, wie wirkliche Begegnung mit Jesus geschieht: man erlebt sich als ergriffen, die eigenen Fehler erkennend und bereitwillig sogleich umzukehren. Aber diese Begegnung lebt aus dem Grund der göttlichen Barmherzigkeit, nicht aus einer herablassenden Geste, sondern aus dem Inbegriff der göttlichen Liebe, wie sie die erste Lesung aus dem Buch der Weisheit beschreibt: 

„Du schonst alles, weil es Dein Eigentum ist, Herr, Du Freund des Lebens.“ (Weish 11,26)

Sicher entspricht es auch der Intention des Hl. Vaters, wenn wir uns diese Haltung, wie im Zwischengesang aus dem Psalm 145 zu eigen machen: „Der Herr ist gnädig und barmherzig, langmütig und reich an Gnade." Hier werden - zu Recht - Barmherzigkeit und Langmut in einem Atemzug genannt, wie es auch der Apostel betont: 

"Lasst Euch nicht so schnell aus der Fassung bringen und in Schrecken jagen, wenn … behauptet wird, der Tag des Herrn sei schon da.“ (2 Thess 2,2)

Lieber sollten wir in heiterer Gelassenheit die Ernte eines Tages dem Herrn überlassen, wenn er wiederkommt und wir uns bis dahin mit der Weisheit des Erasmus darauf beschränken, jedem Menschen sein Recht zu lassen, mag es aus unserer Sicht auch ein Irrtum sein. 

„Es gibt zu viele Sorten von Menschen, als daß man für alle fertige Antworten bereithalten könnte.“ (Erasmus)

Ich wünsche Ihnen einen guten Start in eine Zeit voller Besinnungstage, Jubiläen und hoffentlich etwas Ruhe vor dem "hektischen" Advent.

Ihre Katharina Nowak

Alle "Wochenworte" finden Sie in unserem Weblog "Kath 2:30":
"Wort zur Woche" auf Kath 2:30

Grüße aus Banalistan


Ein Einspruch gegen den Jargon der Betroffenheit

Hat die Kirche das Verkünden verlernt? Viel Beifall erntet jedenfalls die Feststellung, die Kirche verrecke an ihrer Sprache. Doch das Problem liegt tiefer. Die Verkündigung ist rhetorisch und theologisch banal geworden. Es fehlt eine Basis zwischen Verkündern und denen, denen verkündet werden soll. Dabei hält das Neue Testament Beispiele bereit, wie das auch heute noch gelingen kann.

Zum Beitrag von Dr. Werner Kleine

Der Beitrag zum Anhören bei Soundcloud

Laurentiusweg • Führung mit Elke Brychta am 29. Oktober 2016


Die ehemals selbstständige Stadt Elberfeld und der heutige Stadtteil Wuppertals ist von alters her mit der Person des Heiligen Laurentius verbunden. Er ist ist nicht nur Patron von Elberfeld und Wuppertal, er hat auch Geschichte und Gesicht Elberfelds geprägt. Der Elberfelder Laurentiusweg führt Sie an wichtige Orte Elberfelds und erschließt den heutigen Stadtteil aus einer neuen Perspektive.

Die Wuppertaler Historikerin Elke Brychta leitet die nächste Führung am Samstag, dem 29. Oktober 2016. Sie beginnt um 14.00 Uhr an der Alten Reformierten Kirche (Kirchplatz 1) in Wuppertal-Elberfeld. Der Teilnehmerbeitrag beläuft sich auf 3,00 EUR.

Mehr unter www.laurentiusweg.de.

Vigilfeier zum Hochfest Allerheiligen • 31.10.2016 • 20.30 Uhr • Kreuzkapelle der Laurentiusbasilika


Kunstauktion der Stiftung Seelsorge


Die in Wuppertal ansässige "Stiftung Seelsorge" lädt wieder zu jährlichen Kunstauktion ein, die am Montag, dem 14. November 2016 um 18.00 Uhr im Kundenforum der Stadtsparkasse Wuppertal am Islandufer in Wuppertal-Elberfeld stattfinden wird.

Bereits vom 10. November 2016 an können die zum Aufruf kommenden Bilder im Kundenforum zu den üblichen Öffnungszeiten angeschaut werden. Bieterkarten sind durch Zahlung von 10€ bereits im Vorfeld zu erwerben. Entsprechende Wünsche können bis spätestens 12. November 2016 per Mail an mail@stiftung-seelsorge.de gerichtet werden. Weitere Bieterkarten können am Abend der Versteigerung gegen Barzahlung erworben werden.

Zwei Professoren der Kunsthochschulen haben zugesagt, dass sie vor Beginn der eigentlichen Auktion einen lebendigen Diskurs über das Sammeln von Kunst führen werden: Prof. Annette Krisper-Beslic von der Kunsthochschule Halle, Burg Giebichenstein und Prof. Udo Dziersk von der Kunsthochschule Düsseldorf. Das Gespräch wird Frau Patrizia Cippa, Mitglied im Kuratorium der Stiftung Seelsorge, moderieren.

Die Stiftung Seelsorge wird in diesem Jahr den Erlös aus der Auktion zur Unterstützung der syrischen Christen verwenden, die in der Kirche St. Petrus, Blombacher Bach, in Laaken ihr neues geistliches Zentrum einrichten wollen. „Heimat geben“ ist also das Ziel Ihres Engagements für eine gute Sache. Sie machen sich eine Freude mit einem neuen Bild in Ihrem Zuhause und Sie helfen unseren „Neuen Nachbarn“.

 Einladungsschreibung zur Kunstauktion von Pfr. Michael Grütering (Vors. der Stiftung Seelsorge)

Weitere Informationen zur Stiftung Seelsorge: www.stiftung-seelsorge.de

Über die Entstehung der Gemeinde syrischer Christen in St. Petrus informiert der Weblog www.der-oelbaum.de.

ansprechBAR - die offene Sprechstunde der Katholischen Citykirche Wuppertal • 2.11.2016 • Kaffee Engel


Die nächste offene Sprechstunde der Katholischen Citykirche Wuppertal findet am Mittwoch, dem 2. November 2016, von 13.00-14.00 Uhr Uhr im Kaffee Engel (Friedrich-Ebert-Str. 13 in Wuppertal-Elberfeld) statt. Als Mitarbeiter der Katholischen Citykirche Wuppertal steht dann Pastoralreferent Dr. Werner Kleine zum Gespräch über Gott und die Welt, aber auch für kritische Fragen zur Verfügung.

Ökumenische Vesper in St. Laurentius


Die Fakultät 1 - Evangelische Theologie - der Bergischen Universität Wuppertal und die kath. Pfarrgemeinde St. Laurentiusladen anlässlich des 500jährige Reformationsjubiläums an jedem 1. und 3. Freitag im Semester um 19.00 Uhr zu einer ökumenischen Vesper in die Laurentiusbasilika (am Laurentiusplatz in Wuppertal-Elberfeld) ein.

500 Jahre Reformation - das ist Anlass genug, in den drei Semestern um 2017 an das Abendlob ökumenisch zu feiern. Zu Psalmen und Liedern – viele aus der Zeit der Reformation – tritt jeweils die Betrachtung eines theologischen Werkes. Die ausgewählten Lesetexte stammen aus verschiedenen Zeiten der Kirchengeschichte und aus unterschiedlichen konfessionellen Traditionen; sie bringen zentrale Themen der Theologie und die Grundfragen des christlichen Lebens jeweils auf ihre ganz eigene Weise zur Sprache und sollen Impulse zum Nachdenken und zum Gespräch geben.

Das ganze Programm gibt es als pdf hier zum Download:

 Ökumenische Vespern in St. Laurentius

Katholische Citykirche vor Ort


Kath. Citykirche vor Ort (Foto: W. Kleine)

Am Mittwoch, dem 9. November 2016 ist die Katholische Citykirche vor Ort. Entsprechendes Wetter vorausgesetzt wird der Stand der Katholischen Citykirche Wuppertal voraussichtlich in der Zeit von 12.00-14.00 Uhr auf der Alten Markt in Wuppertal-Barmen stehen.

"Ihr seid ein Tempel Gottes" - Der Heilige Geist und die Kirche im Neuen Testament • Glaubensinformation in Wuppertal


Im Rahmen der Reihe „Glaubensinformation“ der Katholischen Citykirche Wuppertal spricht Dr. Till Magnus Steiner aus Jerusalem am Mittwoch, dem 9. November 2016 um 19.00 Uhr über das Thema „'Ihr seid ein Tempel Gottes' - Der Heilige Geist und die Kirche im Neuen Testament“.

Bereits im Alten Testament ist der Geist Gottes - oder besser: der heilige Hauch Gottes - das lebenspendende Prinzip der Schöpfung. Erst durch die Einhauchung des göttlichen Adams erlangt der Mensch das Leben. Bereits im frühen Christentum erwächst daraus die Erkenntnis, dass Gott selbst im Menschen wohnt. Das verleiht nicht nur jedem Menschen unabhängig von seiner Religion, Herkunft, Geschlecht und Rasse eine unaufgebbare Würde; es ist auch bedeutsam für diejenigen, die erkennen, dass es Gott ist, der in den Menschen atmet. Die Gemeinschaft derer, die diese Erkenntnis gewinnen, bildet die Kirche.

Der Abend geht den neutestamentlichen Spuren dieser Erkenntnis nach, die ihrerseits Voraussetzung für das Bekenntnis zu dem dreifaltigen Gott ist.

Weitere Informationen zur Reihe "Glaubensinformation"

Wuppertaler Martinszug • 10.11.2016 • 17 Uhr


Martinszüge in Wuppertal

Am Donnerstag, dem 10. November 2016 findet der achte Wuppertaler Martinszug der Katholischen Citykirche Wuppertal statt. Er startet um 17 Uhr auf dem Laurentiuspaltz. Auch in vielen anderen katholischen Gemeinden und Einrichtungen wird des Hl. Martin mit Umzügen gedacht. Eine Übersicht über alle Martinszüge finden Sie hier:

 Martinszüge in Wuppertal 2016

Mo, 03. Oktober 2022 - So, 16. Oktober 2022

Keine Termine gefunden

Begegnung

Das Du begegnet mir von Gnaden; alles Wirkliche im Leben ist Begegnung: Ich werde am Du; Ich-werdend spreche ich Du.
Jeder wird, der er sein soll, jeweils erst durch den Andern: Mein Ich entsteht im Du.
Was ist Erlösung denn sonst als die Vollendung der Schöpfung Gottes zum Reiche Gottes.

(M. Buber und F. Rosenzweig)

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