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Katholische Citykirche Wuppertal

Das Wort zur Woche (25. Oktober 2020 - 30. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr A)

Dr. Werner Kleine
Dr. Werner Kleine, PR

Der Zorn Gottes

Liebe Leserinnen und Leser,

Gott ist parteiisch. Er ist eben kein unbewegter Beweger. Ganz im Gegenteil. Er ist ein bewegter Beweger, eine Dynamik in höchster Potenz, die nicht für sich sein kann. Die Existenz der Schöpfung ist deshalb weder Zufall noch Ausfluss eines willkürlichen Aktes des Schöpfers. Sie ist Folge jenes göttlichen Seins, das selbst Päpste gerne mit dem allzu inflationär verwendeten Wort „Liebe“ bezeichnen. Dabei gleiten die in höchst theologischen Sphären formulierten Gedanken leider allzu oft in jene blutleere Sentimentalität ab, die dem Jubel des Hohenliedes fremd zu sein scheint, wenn der Liebende dort der Geliebten bekennt:

Leg mich wie ein Siegel auf dein Herz, wie ein Siegel auf deinen Arm, denn stark wie der Tod ist die Liebe, die Leidenschaft ist hart wie die Unterwelt! Ihre Gluten sind Feuergluten, gewaltige Flammen. Mächtige Wasser können die Liebe nicht löschen, auch Ströme schwemmen sie nicht hinweg. Böte einer für die Liebe den ganzen Reichtum seines Hauses, nur verachten würde man ihn. Hoheslied 8,6f

Eine Leidenschaft, hart wie die Unterwelt, glutvoll wie Feuer, ja wie gewaltige Flammen, stärker als mächtige Wasserströme – diese Liebe ist gewaltig, vielleicht sogar gewaltvoll; wie sonst könnte sie stärker als der Tod sein? Keine Liebe à la Rosamunde Pilcher ist dazu in der Lage. Die ist zu süß und klebrig, zu kitschig und selbstverliebt, schön anzuschauen, etwas zum Träumen, nichts für das wahre Leben. Kein Wunder: In diesen märchenhaften Liebesgeschichten werden zwar veraschte Puttel zu Prinzessinnen, die den Prinzen bekommen, mit der Hochzeit ist dann aber auch Schluss. Bevor der graue Alltag in den Blick gerät, in dem die ehemals bloß Verliebte als Liebende das graue Einerlei mühsam kolorieren müssen, heißt es: Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute ... sie leben! Noch! Aber wie? Das würde man doch gerne als Mensch, der im Alltag lebt, wissen ... einem Alltag, in dem die Puttel viel zu oft verascht werden von Typen, die vorgaben Prinzen zu sein; der Ernst des Lebens aber entlarvt eben die wahren Gesichter. Auf dem Spielfeld des Alltags erweist sich, wer Prinz und wer Prunz ist und manche, die Prinzessin sein wollte, ist eben doch nur die böse Stieftochter ... Schmetterlinge fliegen eben nur einen Sommer lang. Erst, wer auch die Raupen des Alltags lieben kann, begreift, was Liebe ist: Hart wie der Alltag, stärker als die Unterwelt, gewaltig wie Feuergluten! Dahin aber muss man erst einmal kommen, den nächsten zu lieben, wie er ist und nicht, wie man ihn haben möchte ...

Das nämlich ist die eigentliche Aufgabe, die in jener vielzitierten Sentenz Jesu aufscheint, die im Evangelium vom 30. Sonntag im Jahreskreis des Lesejahres A zu hören ist:

Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Matthäus 22,39

Dieses Gebot der Nächstenliebe ist prominent. Es ist fordern: Man soll den Nächsten lieben, wie sich selbst! Also genau so wie man sich selbst liebt! Der Nächste ist wie man selbst! Wo bleibt man denn da selbst, bei so viel Hingabe ... das ist eine harte Forderung, stark im Anspruch und eine gewaltige Zumutung. Kann es da verwundern, dass man sie pilcheresk verseichtet und verascht, in dem man betont, dass man, um zu Nächstenliebe bereit zu sein, sich nun mal erst selbst lieben müsse? Und wer hat beim morgendlichen Blick in den Spiegel nicht schon die größten Probleme, sich selbst anzunehmen, als der man ist. In Zeiten von Instagram und gepimpten Selfies, bei denen Photoshop ganze Arbeit geleistet hat, kann man diese Person, die einem da entgegenblickt, nur mit Mühe lieben. Diese ganzen Sehnsüchte in einem, diese Unzufriedenheit mit einem selbst, dieser Neid auf die Fähigkeiten und das Aussehen anderer – man ist doch mit sich selbst viel zu sehr beschäftigt ... da hat man doch so einiges zu tun, bis man sich selbst lieben kann, bevor man dann den Nächsten so liebt, wie sich selbst ...

Das Problem dieser eitlen Selbstbeschäftigung ist freilich, dass die Selbstliebe da schon viel zu groß ist. Der Blick in den Spiegel verrät es: Das Selbst ist sich selbst am Nächsten. Die Selbstliebe ist hier viel zu groß, dass der oder die Nächste gar nicht in den Blick kommt. Wer nur daran denkt, wie er sich selbst (noch mehr) lieben könnte, hat zwar ein großes Ich, aber ein kleines Herz ... Deshalb gebietet die Nächstenliebe, den Blick endlich vom Spiegel weg auf den oder die Nächste zu lenken und ihr die Aufmerksamkeit angedeihen zu lassen, die man sich selbst und seinen kleinen oder großen Problemen schon widmet. Das Gebot, den Nächsten so zu lieben wie sich selbst, sagt eben nicht: Lerne zuerst, dich selbst zu lieben, und liebe dann deinen Nächsten. Es geht von einem Status quo einer Selbstliebe aus und lenkt den Blick auf den Nächsten.

Hier nämlich liegt das Problem vieler scheiternder Beziehungen und Kommunikationen. Wo etwa in Partnerschaften jeder nur darum bemüht ist, selbst den Himmel zu finden, ist das Ende nah. Die Veränderung der Perspektive hin zu Nächstenliebe aber würde fragen: Was muss geschehen, damit Du den Himmel hast? Und was für die große Liebe zwischen Menschen gilt, gilt auch für die Hinwendung zum Nächsten im Alltag ...

Man muss wahrhaftig kein Prophet sein, um in der Gegenwart die Zumutung zu entdecken, die im Gebot der Nächstenliebe aufscheint. Ob es die bleibenden Herausforderungen und Fragen sind, die sich aus den Fluchtbewegungen in der Welt ergeben, die Aufgaben, die sich den modernen Zeitgenossen in den Zeiten der Corona-Pandemie stellen, oder die grundsätzlichen Fragen nach sozialer Solidarität: Wo immer jemand sagt, es müsse jetzt mal genug sein, hat das Spiegelbild gewonnen. Da obsiegt die selbstverliebte Sucht nach Besitzstandwahrung. Im eigenen Himmel eingesperrt bleibt der wahre Himmel verschlossen, jener Himmel, in dem Gott den Selbstverliebten wie in der 1. Lesung vom 30. Sonntag im Jahreskreis des Lesejahres A zürnt:

So spricht der Herr: Einen Fremden sollst du nicht ausnützen oder ausbeuten, denn ihr selbst seid im Land Ägypten Fremde gewesen. Ihr sollt keine Witwe oder Waise ausnützen. Wenn du sie ausnützt und sie zu mir schreit, werde ich auf ihren Klageschrei hören. Mein Zorn wird entbrennen und ich werde euch mit dem Schwert umbringen, sodass eure Frauen zu Witwen und eure Söhne zu Waisen werden. Exodus 22,20-26

Spricht hier nicht wieder dieser alttestamentarische Rächergott, wie voreilig fromme Christen bibelunkundig beflissen eilfertig beschwichtigen? Wer so redet, dem oder der möchte man zurufen: Blättert doch mal weiter – etwa in den Römerbrief. Da lest und hört ihr:

Denn der Zorn Gottes wird vom Himmel herab offenbart wider alle Gottlosigkeit und Ungerechtigkeit der Menschen, die die Wahrheit durch Ungerechtigkeit niederhalten. Denn es ist ihnen offenbar, was man von Gott erkennen kann; Gott hat es ihnen offenbart. Seit Erschaffung der Welt wird nämlich seine unsichtbare Wirklichkeit an den Werken der Schöpfung mit der Vernunft wahrgenommen, seine ewige Macht und Gottheit. Daher sind sie unentschuldbar. Römer 1,18-20

Auch im Neuen Testament ist Gott zornig. Er ist zornig, wenn die Ungerechtigkeit überhandnimmt. Ungerechtigkeit entsteht, wenn Menschen nur ihr eigenes Heil und den eigenen Vorteil suchen und Nächste aus dem Blick gerät oder zum Gehilfen für die Befriedigung der eigenen Bedürfnisse degradiert wird. Dann wird Gott zornig. Anders als die blanke Wut ist Zorn nämlich kein Affekt. Er ist eine Haltung, eine Emotion der Parteinahme. Wut entsteht, wenn man selbst ungerecht behandelt wird; Zorn entsteht aus der Parteinahme für die ungerecht Behandelten, für die Witwen und Waisen, für die Klagenden, deren Schrei niemand hört, für die Flüchtenden, die vor den Grenzen eines ebenso saturierten und satten Europas ertrinken, für die, die durch den SARS-CoV-2 infiziert wurden, weil irgendjemand meinte, die Regeln, Abstand zu halte und Alltagsmaske zu tragen, würden für ihn nicht gelten. Bei soviel selbstverliebtem Unverstand kann man nur zornig werden!

Gott ist parteiisch. Weil er parteiisch ist, entbrennt sein Zorn angesichts des Unrechts, das geschieht. Kann man den Zorn Gottes besänftigen? Man kann:

Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Matthäus 22,39

Du brauchst nicht bei Dir anzufangen. Fang beim Nächsten an! Liebe ihn so, wie Du Dich selbst schon liebst? Du glaubst, Du könntest Dich nicht lieben? Allein diese Frage zeigt schon, dass Du Dich schon genug selbst im Blick hast. Wenn Dir das immer noch nicht reicht und Du meinst, Du wärest nicht gut genug, dann wende den Blick erst recht auf Deinen Nächsten. Wenn er so handelt wie Du es dann tust, blickst Du in die Augen eines Menschen, der Dich als Nächsten liebt ... so wie Du bist! Und Gott wird zufrieden lächeln ...

Ich wünsche Ihnen gesegnete Woche!
Bleiben Sie gesund und helfen Sie anderen, gesund zu bleiben!

Glück auf,
Ihr Dr. Werner Kleine, PR
Katholische Citykirche Wuppertal

Alle "Wochenworte" finden Sie in unserem Weblog "Kath 2:30":
"Wort zur Woche" auf Kath 2:30

Worte sind Worte sind Worte


Bekenntnisse eines Neutestamentlers

Worte wirken. Sie lösen Reaktionen aus, die bisweilen aber dem, was gesagt wurde, widersprechen. Das ist auch gut so, denn sonst wäre alles nur Zauberei: Man spricht und das Gesagte wird wirklich. Stattdessen verwandeln sich viele Worte in Windhauch, in heiße Luft, wenn sie nicht durch Taten gedeckt sind. Gerade der Glaube an den, dessen Wort Fleisch wird, ist tatempfindlich. Wenn die Taten für die Worte fehlen oder gar den Worten widersprechen, sind die, die so verkünden, des Glaubens nicht mehr würdig. Liegt hier der eigentliche Kern der gegenwärtigen Kirchenkrise?

Zum Beitrag "Worte sind Worte sind Worte" von Dr. Werner Kleine

Zur Soundcloud-Playlist mit allen Dei-Verbum-Beiträgen

Nachgesehen: Allmächtig ohnmächtig - Gott, einer und Vater (Glaubensinformation)


Christen glauben an die Dreifaltigkeit Gottes: Der eine Gott ist Vater, Sohn und Heiliger Geist. Der Vater ist der Schöpfer. Dabei löst in der Diskussion nicht nur der Vater-Begriff immer wieder Nachfragen aus. Auch der Glaube an Gott als Schöpfer führt zu weiteren theologischen Fragen – etwa nach dem Ursprung des Bösen.

Der Vortrag stellt sich diesen Fragen und gibt auf der Grundlage der biblischen Botschaft Antworten. Dabei steht sowohl die Entstehung der Vater-Anrede eine wichtige Rolle wie auch die Frage nach der Herkunft des Bösen. Es wird deutlich werden, dass der christliche Gott nur in paradoxer Form gedacht werden. Nur dann, wenn Gott auch ohnmächtig sein kann, ist er wirklich allmächtig. Und das hat Konsequenzen für das Christsein selbst.

Mitschnitt des Webinars der Reihe "Glaubensinformation" vom 20. Oktober 2020. Es referiert Pastoralreferent Dr. Werner Kleine.

Alle bisher gesendeten und aufgezeichneten Glaubensinformationen können in einer Youtube-Playlist nachgesehen werden:

Youtube-Playlist "Glaubensinformation"

Information des LaurentiusChores zur corona-bedingten Absage des jährlichen Geistlichen Chorkonzertes am 1.11.


Der LaurentiusChor hat um Veröffentlichung der folgenden Mitteilung gebeten. Der Bitte kommen wir gerne nach:

"Aufgrund der besorgniserregenden aktuellen Corona-Entwicklungen - besonders der konkreten schwierigen Situation hier in Wuppertal - hat sich der LaurentiusChor gestern schweren Herzens entschlossen, sein alljährliches Geistliches Chorkonzert am 1. November in der Laurentius-Basilika in diesem Jahr abzusagen.

Allerorten Absagen von Konzerten und anderen lange geplanten kulturellen Veranstaltungen, in den eigenen Chorreihen Ausfälle durch angeordnete Quarantänemaßnahmen und die Unsicherheit durch die rapide steigenden Zahlen der Neuinfektionen lassen für uns nach Wochen der Unsicherheit derzeit keine andere Konsequenz zu.

Wir bedauern dies zutiefst, zumal es erwiesen ist, welch positive Wirkung und Bedeutung die Musik ganz besonders in schwierigen Zeiten wie diese hat.

Nach dem Requiem von Fauré bzw. den Chichester Psalm von Bernstein in 2015, der Schöpfung von Haydn in 2016, dem Lobgesang von Mendelssohn in 2017 und dem Oratorium Jephtha in 2019 wäre es in diesem Beethoven-Jahr 2020 der Plan gewesen, diesem genialen Komponisten mit seiner Messe in C die Ehre zu erweisen.

So bleibt die Hoffnung, dies im kommenden Jahr nachholen zu können, wenn der böse Spuk der Pandemie dies zulässt.

besteht der Plan, an allen vier Adventssonntagen musikalische Angebote in geeigneter Weise zu präsentieren und wir hoffen, dass diese dann  realisierbar sein werden.

Bleiben Sie gesund und zuversichtlich.

Ihr LaurentiusChor"

Mystagogische Kirchenführungen in Wuppertal


Mystagogische Kirchenführung in Wuppertal (Foto: Christoph Schönbach)

Die nächste Kirchenführung der besonderen Art (mystagogische Kirchenführung) findet am Dienstag, dem 27. Oktober 2020 um 18 Uhr in St. Antonius (Unterdörnen 137/Nähe Alter Markt in Wuppertal-Barmen) statt. Aufgrund der Corona-Pandemie und der damit verbundenen Hygienemaßnahmen können maximal fünf Personen an der Führung teilnehmen. Eine vorherige Anmeldung bis spätestens Montag, dem 26. Oktober 2020, per E-Mail an sekretariat(at)katholische-citykirche-wuppertal.de oder telefonisch unter 0202-42969674 ist zwinged erforderlich.

Im Unterschied zu herkömmlichen Kirchenführungen, die eher kunst- oder architekturgeschichtlich orientiert sind, möchte die mystagogische Kirchenführung den Kirchenraum als Kultraum erschließen. Kirchen sind nicht bloß Versammlungsstätten, sie sind auch Stein gewordene Glaubenszeugnisse ihrer Zeit. Das Entdecken dieser spirituellen und mystischen Dimension des Raumes und seiner „kultischen Funktion“ steht im Mittelpunkt der mystagogischen Kirchenführung. Dabei werden vor allem zentrale Orte der katholischen Liturgie (Eingang, Taufbecken, Ambo, Altar, Tabernakel) aufgesucht und und in ihrer rituellen Bedeutung erschlossen. Die mystagogische Kirchenführung wird dabei selbst gewissermaßen zu einer Liturgie. Zur mystagogischen Kirchenführung gehören daher auch kleine, von den Teilnehmern selbst vollzogene Riten wie etwa eine Weihrauchspende oder das Schmecken von Manna.

Weitere Informationen unter www.mystagogische-kirchenfuehrung.de.

"Maranatha! - Unser Herr, komm!" • Dei Verbum direkt (Diskussion zu Bibel)


Dr. Till Magnus Steiner und Dr. Werner Kleine im Streitgespräch (Foto: Christoph Schönbach)

Seit März 2015 betreibt die Katholische Citykirche Wuppertal den biblischen Weblog "Dei Verbum" (www.dei-verbum.de). In wöchentlichen Beiträgen zeigen der in Jerusalem lebende Alttestamentler Dr. Till Magnus Steiner und der Wuppertaler Neutestamentler Dr. Werner Kleine, dass die Bibel auch für heutige Fragen in Kirche und Gesellschaft relevant ist.

Begleitend zum Weblog gibt es regelmäßig Live-Diskussionen (Dei Verbum direkt). Das nächste offene Gespräch findet am Dienstag, dem 27. Oktober 2020 um 19.00 Uhr statt. Aufgrund der derzeit geltenden Ausgangsbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie wird das Gespräch zwischen Dr. Till Magnus Steiner und Dr. Werner Kleine ausschließlich im Internet  zu sehen sein - als Livestream via Facebook (am 27.10.2020 ab 19.00 Uhr unter www.kck42.de/live und später als Aufzeichnung auch auf YouTube).

Die frühen Christen lebten in einem Bewusstsein der baldigen Wiederkunft Christi. Das prägte nicht nur ihr Denken und Handeln. Auch Ehtik und grundlegende Lebensmodelle wurden so beeinflusst. Die paulinischen Gedanken zur Ehe und zur Ehelosigkeit in 1 Korinther 7,1-9 lassen sich eigentlich nur verstehen, wenn man berücksichtigt, dass Paulus die Wiederkunft Christi als unmittelbar bevorstehende erwartete. Diese Haltung ist auch in anderen neutestamentlichen Schriften zu erkennen.
Was aber bedeutet die Erwartung der Wiederkunft Christi im Jahr 2020? Bisher hat sie sich offenkundig nicht ereignet. Vielleicht muss man die für den christlichen Glauben wichtige Verheißung Jesu, er werde wiederkommen, ganz neu denken. Die Bibel enthält hierfür wichtige Hinweise, bei denen es nicht um Daten, sondern um das geht, was schon Paulus eigentlich wichtig war: Haltungen!
 
Dr. Till Magnus Steiner, der aus Jerusalem via Internet zugeschaltet wird, und Dr. Werner Kleine werden verschiedene biblische Texte zum Thema diskutieren.

Direkt zum Facebook-Livestream am 27.10.2020: www.kck42.de/live

Die Säulen der Kirche – oder: Wer sind die Zwölf, die Jesus als Apostel erwählte? • Glaubensinformation als Webinar


Im Rahmen der Reihe „Glaubensinformation“ der Katholischen Citykirche Wuppertal spricht Pastoralreferent Dr. Werner Kleine am Mittwoch, dem 28. Oktober 2020 um 19.00 Uhr über das Thema „Die Säulen der Kirche – oder: Wer sind die Zwölf, die Jesus als Apostel erwählte?“.

Mit der Wahl der zwölf Apostel setzt der irdische Jesus ein prophetisches Zeichen: So wie das Volk Israel aus den 12 Stämmen besteht, die auf die 12 Söhne Jakobs zurückgehen, so stehen der von ihm begründete Zwölf-erkreis für die Restitution und Erneuerung Israels. Es ist eine symbolische Tat, die die neue Sammlung Israels begründen soll. Der Zwölferkreis wird in der jesuanischen Bewegung zu einem Kreis der engeren Mitarbeiter Jesu, der auch über seinen Tod hinaus Bedeutung haben wird. Nachdem der Kreuzestod Jesu ein Scheitern der Bewegung bedeutet, zerstreut sich der Zwölferkreis zuerst, wird durch die Erfahrung und Begegnung mit dem Auferstandenen aber zur Basis der nun entstehenden Kirche. Nicht zu Unrecht werden die Apostel daher als „Säulen der Kirche“ verstanden.

Wer aber waren die Apostel? Von einigen Aposteln wird im Neuen Testament mehr berichtet, von anderen erfährt man kaum etwas. Gleichwohl kann man aus der neutestamentlichen Überlieferung tiefgreifende Rück-schlüsse ziehen. So ist die Bewegung in ihren Wurzeln wohl älter als das, was im Neuen Testament überliefert wird. Auch scheinen die Zwölf eine sehr diverse und disparate Gruppe von Männern gewesen zu sein, die wohl weniger fromm als tatkräftig waren. Der Abend geht diesen Spuren nach und wird zu einer Entdeckungsreise in ein äußerst dynamisches Geschehen in der Jesusbewegung, aber auch in der frühen Kirche – eine Dynamik, die auch heute wieder prägend für die Kirche in der Gegenwart sein kann.

Nur nebenbei sei bemerkt, dass der 28. Oktober der Gedenktag des Apostels Judas Thaddäus ist.

Die Glaubensinformation, die sonst immer als Präsenzveranstaltung im Katholischen Stadthaus in Wuppertal stattfindet, wird aufgrund der durch die Corona-Pandemie bedingten Beschränkungen als Webinar durchgeführt.

Interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer können sich am Dienstag, dem 20. Oktober 2020 ab etwa 18.50 Uhr unter folgendem Link zum Webinar zuschalten: www.kck42.de/webinar.

Eine Teilnahme ist sowohl via PC also auch Smartphone oder Tablet möglich. Eine gesonderte Software wird nicht benötigt. Für die Teilnahme ist die u.U. die Angabe eines Namens und einer E-Mail-Adresse erforderlich. Auf Wunsch können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Webinar nur als Zuschauende teilnehmen, werden also nicht eingeblendet.

Weitere Informationen zur Reihe "Glaubensinformation"

Die Reihe Glaubensinformation gibt es jetzt auch als Podcast bei iTunes, Spotify oder direkt als Feed für den Podcastplayer.

Video-Mitschnitte vergangener Glaubensinformationen gibt es als Playlist bei YouTube.

Dialog für Kirchenkritiker und Zweifler • 29.9.2020


Die KGI-Fides-Stelle Wuppertal lädt am Donnerstag, dem 29. Oktober 2020 um 12.30 Uhr wieder zum Dialog für Kirchenkritiker und Zweifler in das Katholische Stadthaus (Laurentiusstr. 7 in Wuppertal-Elberfeld, 1. Etage) ein.

Allerheiligenvigil • Samstag • 31.10.2020 • 20.30 Uhr • St. Laurentius


In besonderem Format: Die Auktion der Stiftung Seelsorge


Die Auktion der Stiftung Seelsorge gehört alljährlich zu den besonderen Terminen im Kalender vieler Wuppertalerinnen und Wuppertaler. Es ist in diesem Jahr alles etwas schwieriger. Die Corona-Beschränkungen machen es notwendig, dass die Auktion nicht allein mit einem Print-Katalog beworben werden kann. Deshalb muss man auch zum Mittel der elektronischen Werbung greifen.

Deshalb setzt der Vorisitzende der Stiftung Seelsorge, Dr. Michael Grütering, darauf, dass es viele schriftliche Vorgebote für die Auktion am 7. November ab 14 Uhr im Lichthof des Barmer Rathauses geben wird. Bereits jetzt kann man in Ruhe im Netz die zum Aufruf kommenden Arbeiten anschauen. Ab dem 3. November sind diese dann im Lichthof zu sehen.

Online-Katalog zur Auktion der Stiftung Seelsorge

Bieter können unter Angabe ihres Namens, der Adresse, der Bildnummer und des Betrages, bis zu dessen Höhe sie auf das Bild bieten wollen, eine Mail an:

mail@stiftung-seelsorge.de 

richten. Dr. Grütering wird dann als  Treuhänder der so Mitbietenden bis zu höchstens diesem Betrag bieten.

Der diesjährige mögliche Erlös kommt dem Katholischen Gefängnisverein Bergisch Land zu. Die Gefängnisseelsorge wird damit in ihrer Arbeit unterstützt. Wer also bei uns Kunst kauft, der tut ein gutes Werk und macht sich eine dauerhafte Freude.

Die Stiftung Seelsorge hat für diese Auktion Bilder geschenkt bekommen und sie hat solche in Kommission. Für die letztgenannten darf sie den sogenannten „Galerierabatt“ für den guten Zweck verwenden. Helfen Sie also bitte mit, dass das Angebot eine weite Verbreitung erfährt und es auch ein guter Erlös wird.

Weitere Informationen: www.stiftung-seelsorge.de

Kirche im Radio


Die katholische und evangelische Kirche in Wuppertal gestaltet seit dem 2. Oktober 2011 jeweils am 1. Sonntag im Monat zwischen 8.00 und 9.00 Uhr das Sendeformat "Himmel und Erde lokal". Die nächste Sendung wird am Sonntag, dem 1. November 2020 über die in Wuppertal empfangbare Frequenz von Radio Wuppertal (UKW 107,4 MHz - Kabel 105,55 MHz) ausgestrahlt.

Wer die Ausstrahlung der Sendung verpasst hat, kann sich die Beiträge der Sendung wenige Tage später auf der im Podcast der Sendung "Himmel und Erde" noch einmal anhören.

Neben der "großen" Kirchensendung im lokalen Radio werden außerdem jeden Sonntag die kirchlichen Regionalnachrichten um 8.30 Uhr gesendet - wie immer mit akutellen Informationen und Nachrichten aus der evangelischen und katholischen Kirche in Wuppertal.

Homepage von "Himmel und Erde lokal"


Di, 20. April 2021 - Di, 20. Juli 2021

April
16. Woche
Do, 22. April 2021 18:30 Basilika St. Laurentius
Laurentiusplatz
42103 Wuppertal
17. Woche
Di, 27. April 2021 18:00 St. Antonius
Unterdörnen 137
42275 Wuppertal
Mi, 28. April 2021 12:45 St. Marien (Elberfeld)
Hardtstr. 1
42107 Wuppertal
Mi, 28. April 2021 19:00 - 20:30 zuschalten unter: www.kck42.de/webinar

Do, 29. April 2021 18:30 Basilika St. Laurentius
Laurentiusplatz
42103 Wuppertal
Fr, 30. April 2021 17:00 Laurentiusplatz

42103 Wuppertal-Elberfeld
Mai
18. Woche
Do, 06. Mai 2021 18:30 Basilika St. Laurentius
Laurentiusplatz
42103 Wuppertal
Sa, 08. Mai 2021 15:00 - 17:15
19. Woche
Mi, 12. Mai 2021 19:00 - 20:30 zuschalten unter: www.kck42.de/webinar

20. Woche
Do, 20. Mai 2021 18:30 Basilika St. Laurentius
Laurentiusplatz
42103 Wuppertal
Fr, 21. Mai 2021 17:00 Basilika St. Laurentius
Laurentiusplatz
42103 Wuppertal
Sa, 22. Mai 2021 20:30 Basilika St. Laurentius
Laurentiusplatz
42103 Wuppertal
21. Woche
Mi, 26. Mai 2021 19:00 - 20:30 zuschalten unter: www.kck42.de/webinar

Do, 27. Mai 2021 18:30 Basilika St. Laurentius
Laurentiusplatz
42103 Wuppertal
Juni
23. Woche
Di, 08. Juni 2021 19:00 Berliner Plätzchen
Berliner Straße 173
42277 Wuppertal
Mi, 09. Juni 2021 19:00 - 20:30 zuschalten unter: www.kck42.de/webinar

Do, 10. Juni 2021 18:30 Basilika St. Laurentius
Laurentiusplatz
42103 Wuppertal
24. Woche
Do, 17. Juni 2021 18:30
25. Woche
Mi, 23. Juni 2021 19:00 - 20:30 zuschalten unter: www.kck42.de/webinar

Do, 24. Juni 2021 18:30 Basilika St. Laurentius
Laurentiusplatz
42103 Wuppertal

Gottes- und Nächstenliebe sind untrennbar: Es ist nur ein Gebot. Beides aber lebt von der uns zuvorkommenden Liebe Gottes, der uns zuerst geliebt hat. So ist es nicht mehr „Gebot“ von außen her, das uns Unmögliches vorschreibt, sondern geschenkte Erfahrung der Liebe von innen her, die sich … weiter mitteilen muss. Liebe wächst durch Liebe.
(Benedikt XVI)

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Laurentiusstr. 7
42103 Wuppertal
Tel.: +49 (0)202-42 96 96 74
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