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Katholische Citykirche Wuppertal

Das Wort zur Woche (24. September 2017 - 25. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr A)

Dr. Werner Kleine
Dr. Werner Kleine, PR

Die Zukunft ist auch nur eine Fata Morgana

Liebe Leserinnen und Leser,

den Blick fest in die Zukunft gerichtet wird das vor Augen Liegende nur allzu leicht übersehen. Die Christen in Deutschland kennen das – gleich welcher Konfession sie angehören. Seit über 20 Jahren werden verheißungsvolle Zukunftsprojekte ersonnen, Zukunftswege beschritten und eine Zukunft im Heute beschworen. Keines dieser Projekte hat je zu dem Ziel geführt, das in ihnen formuliert wurde. Alle Milieu-Studien waren schneller Makulatur als man die einzelnen Milieus aufzählen konnte. Die Zeit läuft einfach so schnell dahin und die Zukunft ist immer schon so schnell Vergangenheit. Und so zerfließt die Verheißung wie tödlicher Treibsand in zahlreichen Sitzungen, Meetings und Arbeitsgruppen, die auch dann noch in der Ferne Festland suchen, obwohl das Schiff längst auf einer Untiefe aufgelaufen ist. Die Zukunft ist das Opium, mit dem man sich den Herausforderungen des Hier und Jetzt entziehen kann. Der psychedelische Rausch farbenfroher Grafiken, mit dem pastorale Strategien, Entrepreneurships und Gründerinitiativen beschworen werden, ist letztlich aber auch nur ein grauer Star, der den Blick in die Anforderungen der Gegenwart vernebelt. Die Kartoffelgrafik sozialer Milieus entpuppt sich so letztendlich auch nur als pastorale Fata Morgana.

Da ist kein Wechsel des Denkens erkennbar, kein Paradigmenwechsel, kein alter Wein in neuen Schläuchen. Die eingetretenen Pfade verlässt man nicht. Sie sind zu breit und vertraut. Selbst die progressiven Pastoralplaner folgen einer asphaltierten Tradition, wenn sie die Gemeinde zum Vollzug der Kirche erheben. Darin sind sie sich mit dem authentisch-autoritären Vertretern einig. Während Letztere immer noch den Pfarrer als zentrales Moment pastoralen Denkens sehen und um die immer seltener werdende Spezies in reziproker Konsequenz immer größere Pastoralverbünde konstruieren, mit denen sich niemand mehr identifizieren kann, erscheint bei Ersteren die Kirche vor allem aus eine diffusen spirituellen Befindlichkeit zu bestehen, die weder Sakramente noch das Wort Gottes in der Mitte sieht. Im Besten Fall wird dort das Wort Gottes so lange geteilt, bis es jegliche Anforderung verloren hat und den eigenen Bedürfnissen entspricht. So planen sowohl die traditionsbewussten wie die zukunftsorientierten Pastoralstrategen eine Zukunft, die Gottes Unberechenbarkeit nicht vorsieht. Gott hat in den eigenen pastoralen Kram zu passen. Die Warnung des Propheten Jesaja aus der ersten Lesung vom 25. Sonntag im Jahreskreis des Lesejahres A verhallen immer noch ungehört:

Meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege - Spruch des Herrn. So hoch der Himmel über der Erde ist, so hoch erhaben sind meine Wege über eure Wege und meine Gedanken über eure Gedanken. Jesaja 55,8f

Das Wort Gottes in des Propheten Mund sagt letztlich das, was Volkes Stimme immer schon wusste: Der Mensch denkt, Gott aber lenkt. Die Zukunft ist nicht planbar. Gerade diese Vergeblichkeit menschlichen Zukunftsstrebens müsste denen doch eigentlicher immer deutlicher vor Augen stehen, die in den letzten Jahrzehnten eine Pastoralstrategie nach der anderen ersonnen, aber keine zu Ende gebracht und gedacht haben. Gottes Wege sind offenkundig nicht ihre Wege und ihre Wege sind nicht Gottes Wege. Gott hat so offenkundig anderes im Geist in dieser Zeit, dass die Unfähigkeit der vielen Verantwortlichen, seinen Paradigmenwechsel wahrzunehmen, schon an Verstocktheit grenzt. Es wird zwar immer wieder ein Wille Gottes beschworen, den man aber doch gar nicht kennen kann, ist Gott doch so viel größer als das menschliche Fassungsvermögen. Vor allem aber wird immer wieder hervorgehoben, dass man an der Beziehung zu Gott arbeiten müssen, wobei die Definitionshoheit über das, was eine Gottesbeziehung ausmacht, natürlich bei denen liegt, die den Willen Gottes verkünden. Natürlich gehört zu diesem Spiel der Spiritualitäten die Behauptung, das Gott eigentlich immer schon da ist und man ihn nur wahrnehmen muss. Dieser Gott ist schon praktisch – wie ein Schweizer Taschenmesser passt er in jede Hosentasche, ist allezeit bereit, beizuspringen, wenn man ihn denn nur lässt. Dann aber hat er gefälligst der Lehre zu gehorchen.

Die Versuchung, sich Gott zurecht zu machen, ist wahrlich groß – und sie war und ist es zu allen Zeiten. Nicht ohne Grund spricht deshalb der Prophet:

Der Ruchlose soll seinen Weg verlassen, der Frevler seine Pläne. Er kehre um zum Herrn, damit er Erbarmen hat in ihm, und zu unserem Gott; denn er ist groß im Verzeihen. Jesaja 55,7

Es ist ein Ruf zur Umkehr. Wer Gott verplant, entpuppt sich letztlich als Frevler. Pläne zu machen erscheint hier als Ruchlosigkeit. Aber es gibt eine Chance, Gottes Verzeihen zu erlangen: Umkehr – μετάνοια (gesprochen: metánoia) – Umdenken! Die Planer – auch die pastoraler Zukunftsstrategien – sollen ihre Wege verlassen. Nicht die Zukunft ist das Entscheidende, sondern das Hier und Jetzt. Und das Hier und Jetzt wird sträflich von denen vernachlässigt, die sich um die Zukunft der Kirche sorgen. Sie vergessen, dass die Kirche – gleich welcher Sozialgestalt sie ist, gedacht wird, sein soll – nie Ziel, sondern Mittel zum Zweck ist. Ihre Aufgabe liegt in dem, was Paulus in der zweiten Lesung vom 25. Sonntag im Jahreskreis des Lesejahres A andeutet:

Wenn ich weiterleben soll, bedeutet das für mich fruchtbare Arbeit. Was soll ich wählen? Ich weiß es nicht. Es zieht mich nach beiden Seiten: Ich sehne mich danach, aufzubrechen und bei Christus zu sein - um wie viel besser wäre das! Aber euretwegen ist es notwendiger, dass ich am Leben bleibe. Vor allem: lebt als Gemeinde so, wie es dem Evangelium Christi entspricht. Philipper 1,22-27a

Die Einheitsübersetzung vom 1980 übersetzt gerade den letzten Satz der Lesung recht großzügig. Wörtlich übersetzt müsste es heißen:

Allein würdig des Evangeliums Christi führt euer Leben, damit – sei es, dass ich komme und euch sehe, sei es, dass ich fern von euch höre – ich in einem Geist steht und einmütig mit uns kämpft für den Glauben des Evangeliums. Philipper 1,27 (Übersetzung WK)

Die betont vorangestellte adverbiale Verbindung μόνον ἀξίως τοῦ εὐαγγελίου τοῦ Χριστοῦ (gesprochen: mónon axíos toû euangelíou toû Christoû) deutet an, dass hier das eigentliche Wesen der Gemeinde beschrieben ist. Es besteht darin, das eigene Verhalten allein würdig des Evangeliums Christi zu gestalten. Das Wesen der Gemeinde besteht in der Verkündigung des Evangeliums mit Wort und Tat, mit Leib und Seele, mit der ganzen Existenz. Allein hierin hat die Gemeinde ihre Existenzberechtigung. Sie hat keinen Selbstzweck. Sie ist nicht Ziel der Verkündigung, sondern deren Medium. Sie ist das Werkzeug Gottes, die frohe Botschaft im Hier und Jetzt zu verkünden. Summa Summarum ist es die Verkündigung an sich um die es geht. Jede pastorale Planung, die die Zukunft der Gemeinde in den Mittelpunkt stellt, folgt eine Fata Morgana, weil sie am eigentlichen Auftrag der Verkündigung vorbeigeht. Sie verfehlt die eigentliche Aufgabe, die Verkündigung im Hier und Jetzt zu gestalten.

Es mag sein, dass die Menschen – wie immer wieder behauptet und beschworen wird – von einer unstillbaren Gottessehnsucht durchdrungen sind. Zweifel an dieser euphemistischen Behauptung sind durchaus berechtigt, denn es gibt nur allzu viele, die ohne Gott ein durchaus glückliches und zufriedenes Leben führen. Allzu viele sind an der Frage nach dem Woher und Wohin des Menschen durchaus desinteressiert. Das mag man als nihilistisch oder hedonistische brandmarken und beklagen, entspricht aber den spirituellen Befindlichkeiten vieler moderner Zeitgenossen. Was aber haben die Verkünderinnen und Verkünder denen zu bieten, die auf der Suche nach Antworten sind? Das ist die pastorale Frage, die sich in der Gegenwart so laut stellt, wie selten zuvor. Vor lauter Pastoralplanungen ist die Kultur rhetorischer und authentischer Verkündigung von massiver Degeneration bedroht. Zuviel Energie wird offenkundig in die falschen Themen investiert. Dabei wäre genau hier und jetzt der Zeitpunkt, wo sich eine profilierte Verkündigung mit den Fragen der Zeit auseinanderzusetzen hätte. Statt aber Antworten zu geben, wo es Antworten gäbe, werden bestenfalls pastorale Suchbewegungen ausgelobt. Was aber wird überhaupt gesucht? Des Propheten Weisung aus der ersten Lesung ist eindeutig:

Sucht den Herrn, solange er sich finden lässt, ruft ihn an, solange er nahe ist. Jesaja 55,6

Auch hier lohnt sich ein genauer Blick auf die ursprüngliche Dynamik des Textes, wie sie in einer Arbeitsübersetzung des Alttestamentlers Dr. Till Magnus Steiner deutlich wird:

Sucht JHWH, jetzt, da er sich finden lässt! Ruft ihn an, jetzt, da er nahe ist! Jesaja 55,6 (Übersetzung TMS)

Das Wörtchen „Jetzt“, das sich aus der inneren Dynamik des hebräischen Textes ergibt, ist das Entscheidende. Der Zeitpunkt der Gottessuche ist nicht beliebig. Er lässt sich eben nicht immer finden. Er ist nicht immer offenkundig nah. Es gibt die Erfahrung des Schweigens Gottes, seiner empfundenen Abwesenheit. Er ist der deus absconditus, der verborgene Gott. Es bedarf schon einer aufmerksamen Wachheit, den Zeitpunkt seiner Auffindbarkeit nicht zu verpassen. Es ist jener Moment, der Augenblick des Jetzt, in dem sich diese Erkenntnis für jene ereignet, die das Heute dem Morgen vorziehen. Wenn sich der Ruf Gottes ereignet, ist das kein zukünftiges Ereignis. Er ereignet sich jetzt und hier. Jetzt und hier sind deshalb Zeit und Ort, in dem sich auch die Verkündigung ereignen muss. Wer die Zukunft in Stuhlkreisen plant, folgt dem kindischen Versuch, Gott gefügig zu machen. Mit Sicherheit aber verpasst er die sich jetzt bietenden Gelegenheiten, in denen sich Spalten in Raum und Zeit auftun und die Ewigkeit für einen Moment aufleuchtet. Die Zeit des Heils kommt nicht erst. Heil ereignet sich – wenn überhaupt – im Jetzt. Das Reich Gottes ist nahe. Kehr um, bekehrt euch, die ihr versucht, der Zukunft Herr zu werden, der Herr der Zeit zeigt sich vielleicht gerade jetzt. Ist da jemand, der ihn findet? Oder schaut ihr immer noch in die Ferne? Was also steht ihr den ganzen Tag untätig in die Ferne blickend herum, statt jetzt das Werk des heutigen Tages zu tun? Wer heute nicht arbeitet, ist des Tages Lohn nicht wert ...

Ich wünsche Ihnen eine gesegnete Woche,

Ihr Dr. Werner Kleine, PR
Katholische Citykirche Wuppertal

Alle "Wochenworte" finden Sie in unserem Weblog "Kath 2:30":
"Wort zur Woche" auf Kath 2:30

Streitgespräch: katholisch oder evangelisch?


Der reformierte Pfarrer Dr. Jochen Denker und der katholische Pastoralreferent Dr. Werner Kleine streiten miteinander.

Das Reformationsjubiläum findet derzeit ein großes mediales Interesse. Nach 500 Jahren ergibt sich allerdings die Frage, ob die Unterscheidung „evangelisch“ oder „katholisch“ nicht seit langem überholt bzw. antiquiert ist. Müssten sich die beiden großen Konfessionen nicht längst zugunsten der Menschen und angesichts der großen Herausforderungen unserer Zeit auf die eine „christliche Kirche“ geeinigt haben? Bedeutet die Betonung des Unterschieds nicht ein Festhalten an alten Machtstrukturen und Privilegien? Erneut werden „exponierte Vertreter“ der Wuppertaler Kirchen über den Sinn der Unterscheidung von „katholisch“ und „evangelisch“ heute diskutieren und das jeweils Eigene streitbar vertreten. Kurzweilig, spannend und für Normalsterbliche verständlich.

Dr. Jochen Denker (stellvertretender Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Wuppertal) und Dr. Werner Kleine (Katholische Citykirche Wuppertal) für die Katholische Kirche.

Nachfrage und Moderation: Christiane Rüffer, Radio Wuppertal.

Am 26. September 2017 ausgehend von der Frage: Warum wird heute eine "Ehe für alle" nicht einfach „abgesegnet“? Unterschiede bei ethischen Fragestellungen.

Beginn um 19.30 Uhr in der Citykirche Elberfeld (Kirchplatz, Wuppertal-Elberfeld).

Eine Veranstaltung der Evangelischen Citykirche Elberfeld und der Katholischen Citykirche Wuppertal.
Der Eintritt ist frei.

Platzreden! • 27.9.2017 • 12 Uhr • Berliner Platz


Diskussion erwünscht! - Dr. Werner Kleine stellte sich bei der ersten Platzrede auch den Reaktionen der Passanten. (Foto: Christoph Schönbach)

Von Beginn an ereignete sich die Verkündigung der frohen Botschaft in der Öffentlichkeit. Die situative Rahmenbedingung Bergpredigt oder die Feldrede Jesu, die im Matthäus- bzw. Lukasevangelium einen wesentlichen Teil der Verkündigung Jesu überliefern belegen dies ebenso wie die Pfingstrede des Petrus oder die Rede des Paulus auf dem Athener Areopag in der Apostelgeschichte. Dabei lässt schon die biblische Tradition eine enge Verbindung der Verkündigung der frohen Botschaft mit dem aktuellen Alltag der Zuhörerinnen und Zuhörer erkennen. 

Die Katholische Citykirche Wuppertal nimmt diese biblische Tradition mit einem neuen Projekt, den „Platzreden“ wieder auf. Pastoralreferent Dr. Werner Kleine wird am Mittwoch, dem 27. September 2017 um 12 Uhr die nächste Platzrede auf dem Berliner Platz in Wuppertal-Oberbarmen halten. Dabei wird er ebenso auf theologische wie auf tagesaktuelle und lokalrelevante Inhalte eingehen. Der konstruktive Zwischenruf seitens des Publikums ist ausdrücklich erwünscht. 

Die Platzreden verstehen sich als ernsthafte Unterhaltung an einem besonderen öffentlichen Ort. Gerade der Berliner Platz, der jüngst als „gefährlicher Ort“ eingestuft wurde, wurde zum Auftakt gewählt. Wo sonst in der Stadt könnte die biblische Zusage des „Fürchtet euch nicht“ deutlicher zur Sprache kommen.

Die Platzreden werden in Kooperation mit dem „Berliner Plätzchen“, einer Einrichtung der kath. Pfarrgemeinde St. Johann Baptist gegenüber des Berliner Platzes, veranstaltet. Die Reihe wird im Sommerhalbjahr jeweils am letzten Mittwoch eines Monats fortgesetzt.

Katholische Citykirche vor Ort


Kath. Citykirche auf der Alten Freiheit (Foto: W. Kleine)

Am Mittwoch, dem 27. September 2017 ist die Katholische Citykirche vor Ort. Entsprechendes Wetter vorausgesetzt wird der Stand der Katholischen Citykirche Wuppertal voraussichtlich in der Zeit von 12.00-14.00 Uhr auf dem Von-der-Heydt-Platz in Wuppertal-Elberfeld stehen.

Gott, der Vater - Allmächtig ohmächtig • Glaubensinformation in Wuppertal


Im Rahmen der Reihe „Glaubensinformation“ der Katholischen Citykirche Wuppertal spricht Pastoralreferent Dr. Werner Kleine am Mittwoch, dem 27. September 2017 um 19.00 Uhr über das Thema „Gott, der Vater – Allmächtig ohnmächtig“.

Christen glauben an die Dreifaltigkeit Gottes: Der eine Gott ist Vater, Sohn und Heiliger Geist. Der Vater ist der Schöpfer. Dabei löst in der Diskussion nicht nur der Vater-Begriff immer wieder Nachfragen aus. Auch der Glaube an Gott als Schöpfer führt zu weiteren theologischen Fragen – etwa nach dem Ursprung des Bösen.

 

Der Abend stellt sich diesen Fragen und gibt auf der Grundlage der biblischen Botschaft Antworten. Dabei steht sowohl die Entstehung der Vateranrede eine wichtige Rolle wie auch die Frage nach der Herkunft des Bösen. Es wird deutlich werden, dass der christliche Gott nur in paradoxer Form gedacht werden. Nur dann, wenn Gott auch ohnmächtig sein kann, ist er wirklich allmächtig. Und das hat Konsequenzen für das Christsein selbst.

Voraussichtlich wird die Veranstaltung per Facebook-Livestream in der Facebookseite der Katholischen Citykirche Wuppertal übertragen. Die Seite ist unter www.kck42.de/facebook öffentlich zugänglich.

Weitere Informationen zur Reihe "Glaubensinformation"

Dem Hl. Judas Thaddäus zur Ehre • Wallfahrt zum Patron der Hoffnungslosen am 28.9.2017


Der Hl. Judas Thaddäus wird an jedem 28. eines Monats in St. Marien in Wuppertal-Elberfeld geehrt.

Der Hl. Judas Thaddäus gehört zu den fast vergessenen Aposteln. Er ist der Patron der Hoffnungslosen und Vergessenen. Sein Gedenktag ist der 28. Oktober.

Ihm zu Ehren versammeln sich schon seit langem in Mexiko-Stadt viele, die am Rande der Gesellschaft stehen oder hoffnunglos sind, an jedem 28. eines Monats, um ihn als starken Fürsprecher anzurufen. Zusammen mit dem Sozialdienst kath. Frauen (SkF) e.V. Wuppertal, dem Caritasverband Wuppertal/Solingen, der Notfallseelsorge Wuppertal und der Seelsorge für Obdachlose, Prostituierte und Drogenabhänge lädt die Katholische Citykirche Wuppertal alle, die hoffnungslos sind oder am Rand der Gesellschaft stehen an jedem 28. Tag eines Monats nach St. Marien in Wuppertal-Elberfeld (Wortmannstr./Ecke Hardtstr.) von 12-14 Uhr ein, um den Hl. Judas Thaddäus um Beistand und Fürsprache zu bitten. Neben einem kurzen Gottesdienst and der Judas-Thaddhäus-Statue (13 Uhr) gibt es auch Gelegenheit, bei einem Mittagessen ins Gespräch zu kommen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Jede und jeder ist willkommen!

Die nächste Wallfahrt findet am Donnerstag, dem 29. September 2017 von 12-14 Uhr in St. Marien (Wortmannstr. 2 in Wuppertal-Elberfeld) statt. Um 13 Uhr wird bei der Judas-Thaddäus-Statue in der Marienkirche eine Kurzandacht gehalten.

Das Projekt wird von der Metzgerei Kaufmann unterstützt.

Trauergottesdienst für Sternenkinder


Zweimal im Jahr organisieren die Landesfrauenklinik, das Bethesda Krankenhaus und die Rot-Kreuz-Schwestern gemeinsam eine Bestattung verstorben geborener Kinder. n einer würdevollen Zeremonie ist dann Gelegenheit für Eltern und Geschwister Abschied zu nehmen.  Der Gottesdienst für die verstorbenen Babys findet am Freitag, dem 29. September 2017 um 13 Uhr auf dem Friedhof an der Schützenstraße statt.

Dialog für Kirchenkritiker und Zweifler • 28.9.2017


Die KGI-Fides-Stelle Wuppertal lädt am Donnerstag, dem 28. September 2017 um 14.30 Uhr wieder zum Dialog für Kirchenkritiker und Zweifler in das Katholische Stadthaus (Laurentiusstr. 7 in Wuppertal-Elberfeld, 1. Etage) ein.

ansprechBAR - die offene Sprechstunde der Katholischen Citykirche Wuppertal • 4.10.2017 • Kaffee Engel


Die nächste offene Sprechstunde der Katholischen Citykirche Wuppertal findet am Mittwoch, dem 6. September 2017, von 13.00-14.00 Uhr Uhr im Kaffee Engel (Friedrich-Ebert-Str. 13 in Wuppertal-Elberfeld) statt. Als Mitarbeiter der Katholischen Citykirche Wuppertal steht dann Katharina Nowak von der Katholischen Citykirche Wuppertal zum Gespräch über Gott und die Welt, aber auch für kritische Fragen zur Verfügung.

Tiersegnung auf dem Laurentiusplatz • 4. Oktober 2017 (Hl. Franz von Asssisi)


Mystagogische Kirchenführungen in Wuppertal


Mystagogische Kirchenführung in Wuppertal (Foto: Christoph Schönbach)

Die nächste Kirchenführung der besonderen Art (mystagogische Kirchenführung) findet am Donnerstag, dem 5. Oktober 2017 um 19.00 Uhr in St. Laurentius (am Laurentiusplatz, Wuppertal-Elberfeld) statt.

Im Unterschied zu herkömmlichen Kirchenführungen, die eher kunst- oder architekturgeschichtlich orientiert sind, möchte die mystagogische Kirchenführung den Kirchenraum als Kultraum erschließen. Kirchen sind nicht bloß Versammlungsstätten, sie sind auch Stein gewordene Glaubenszeugnisse ihrer Zeit. Das Entdecken dieser spirituellen und mystischen Dimension des Raumes und seiner „kultischen Funktion“ steht im Mittelpunkt der mystagogischen Kirchenführung. Dabei werden vor allem zentrale Orte der katholischen Liturgie (Eingang, Taufbecken, Ambo, Altar, Tabernakel) aufgesucht und und in ihrer rituellen Bedeutung erschlossen. Die mystagogische Kirchenführung wird dabei selbst gewissermaßen zu einer Liturgie. Zur mystagogischen Kirchenführung gehören daher auch kleine, von den Teilnehmern selbst vollzogene Riten wie etwa eine Weihrauchspende oder das Schmecken von Manna.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Kirchenführung dauert etwa 60 Minuten.

Weitere Informationen unter www.mystagogische-kirchenfuehrung.de.

Radwallfahrt zur Madonna del Ghisallo (14.10.2017) • Segensfeier für Fahrradfahrer in St. Ludger


Die Madonna del Ghisallo in St. Ludger (Foto: Christoph Schönbach).

Gemeinsam mit dem Erzbistum Köln und der katholischen Kirchengemeinden St. Nikolaus in Wipperfürth lädt die Katholische Citykirche Wuppertal zu einer Radwallfahrt ein. Ziel ist die Madonna del Ghisallo in St. Ludger in Wuppertal-Vohwinkel.

Bereits im vergangenen Jahr hat die Katholische Citykirche Wuppertal in St. Ludger anlässlich des Gedenktages der Madonna del Ghisallo - der Schutzpatronin der Radfahrer - einen Fahrradgottesdienst in St. Ludger gefeiert. Dort befindet sich nicht nur eine Ikone der Madonna del Ghisallo; in St. Ludger treffen auch die Wuppertaler Nordbahntrasse und die Solinger Korkenziehertrasse aufeinander. Aus diesem Grund arbeitet die Katholische Citykirche Wuppertal gemeinsam mit der kath. Kirchengemeinde St. Mariä Empfängnis/St. Ludger daran, St. Ludger als Radwegekirche zu etablieren. Radwegkirchen sind Orte an Radwegen, die Radfahrerinnen und -fahrern Gelegenheit zur Einkehr bieten.

Einen ähnlichen Ansatz verfolgt auch die katholische Kirchengemeinde in Wipperfürth. Dort gibt ist in Wipperfürth-Egen die Kirche zur Unbefleckten Empfängnis, die ebenfalls als Radwegekirche eingerichtet werden soll. Damit gibt es im Erzbistum Köln bereits zwei Kirchen an Radwegen - Grund genug, auf die Idee eines Radwegekirchennetzes aufmerksam zu machen, das in ähnlicher Weise schon in der Evangelichen Kirche in Deutschland existiert.

Um die Idee zu verbreiten und weitere Interessenten für ein Radwegekirchennetz zu finden, wird am Samstag, dem 14. Oktober 2017 eine Radwallfahrt von der Kirche zur Unbefleckten Empfängnis in Wipperfürth-Egen nach St. Ludger in Wuppertal-Vohwinkel stattfinden. Die Radwallfahrt ist eine Kooperation der Katholischen Kirchengemeinden St. Nikolaus in Wipperfürth, des Erzbistums Köln (pfarr-rad.de) und der Katholischen Citykirche Wuppertal. Alle weiteren Informationen zur Organisation und Anmeldung (bis 24.9.2017) für die Radwallfahrt finden Sie hier:

 Informationen und Anmeldung zur Radwallfahrt von Egen nach Vohwinkel

Ziel der Radwallfahrt ist die Madonna del Ghisallo in St. Ludger. Dort findet am Samstag nach dem eigentlichen Gedenktag (13.10) um 17 Uhr ein Fahrradgottesdiesnt zu Ehren der Schutzpatronin der Radfahrer mit Segnung statt. Zu dem Gottesdienst sind auch die Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer eingeladen und willkommen, die nicht an der Wallfahrt von Egen nach Vohwinkel teilnehmen.

Der Fahrradgottesdienst bei der Madonna del Ghisallo findet am Samstag, dem 14. Oktober 2017 um 17 Uhr in St. Ludger (Ludgerweg 11 in Wuppertal-Vohwinkel) statt.

Weitere Informationen zur Madonna del Ghisallo

Mo, 09. Dezember 2019 - So, 22. Dezember 2019

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Bei dir

Hörst du mich, Gott? Noch nie im Leben sprach ich mit dir ... Doch heute, heut will ich dich begrüßen. Du weißt, von Kindertagen an sagte man mir, dich gebe es nicht. Und ich, ich glaubte es, Narr, der ich war. Die Schönheit deiner Schöpfung ging mir niemals auf.

Doch heute Nacht nahm ich ihn wahr, vom Grund des aufgerissenen Kraters, den Sternenhimmel über mir. Und ich verstand staunend sein Gefunkel ...

Ich weiß nicht, Herr, ob du mir die Hand reichst, doch will ich es dir sagen, und du wirst mich verstehen: dies Wunder, dass mitten in der schauerlichen Hölle das Herz mir leicht wurde und ich dich erkannte. Sonst weiß ich dir nichts zu sagen, nur, dass ich froh wurde, als ich dich erkannte. Mir war so wohl bei dir.
(Gebet eines russischen Soldaten, das ein deutscher Sanitäter in der Tasche des Gefallenen fand)

Katholische Citykirche Wuppertal Katholische Citykirche Wuppertal,
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