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Katholische Citykirche Wuppertal

Das Wort zur Woche (22. Oktober 2017 - 29. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr A)

Dr. Werner Kleine
Dr. Werner Kleine, PR

Entrüstet euch!

Liebe Leserinnen und Leser,

die Wahrheit ist eine Falle. Sie lässt sich nicht belügen. Sie legt die Bigotterie oberflächlicher Entrüstung frei – denn wer sich ent-rüstet, ohne den Schutzpanzer wirklich abzulegen, führt Unwahres im Schilde. Die Österreicher erleben es in diesen Tagen. Wo ein Burkaverbot Wählerstimmen bringen sollte, wurde bisher keine einzige Burkaträgerin dingfest gemacht – wohl aber Werbefiguren wie Lego-Ninja-Werbefigur  und MacShark oder das österreichische Parlamentsmaskottchen „Lesko“. Auch Clowns und schaltragende Radfahrer erfuhren schon die ganze Härte eines absurden Gesetzes, das sich einer kulturellen Angst bedient, die in Europa jeder Grundlage entbehrt. Die Wahrheit ist, dass die Burka kein wirkliches Thema der Straßen und Plätze der europäischen Städte ist. Die Bigotterie der Entrüstung wird offenbar – und trifft lebensgroße Plüschfiguren. Angst fressen Verstand auf ...

Man muss aber gar nicht nach Österreich schauen, um der Oberflächlichkeit politischer Ent-rüstungen habhaft zu werden. Im Vorwahlkampf 2017 veröffentlichte Bundesinnenminister Thomas de Maizière einen Leitkultur-Vorstoß, in dem sich unter anderem prosaische Stilblüten wie der Satz „Wir sind nicht Burka“ fanden. Nun zaubert der gleiche Bundesinnenminister die Forderung nach einem muslimischen Feiertag in Deutschland aus dem Hut – ohne dass deutlich würde, auf welcher rechtlichen Grundlage ein solcher Feiertag eingerichtet würde. Im Unterschied zu den Kirchen oder den jüdischen Kultusgemeinden, die durch den Status einer Körperschaft des öffentlichen Rechtes (KöR) staatlicherseits als Religionsgemeinschaften anerkannt sind, ist das – mit Ausnahme der Ahmadiyya Muslim Jamaat, die 2013 in Hessen den Status einer KöR zuerkannt bekam, von den meisten Muslimen aber als unislamisch eingestuft wird – bei den islamischen Gemeinden nicht der Fall. Die Einrichtung einer KöR bringt Rechte und Pflichten mit sich. So heißt es in der diesbezüglich weiter geltenden Weimarer Reichsverfassung:

"Die Religionsgesellschaften bleiben Körperschaften des öffentlichen Rechtes, soweit sie solche bisher waren. Anderen Religionsgesellschaften sind auf ihren Antrag gleiche Rechte zu gewähren, wenn sie durch ihre Verfassung und die Zahl ihrer Mitglieder die Gewähr der Dauer bieten." (Art. 137, Abs. 5 WRV)

In diesem Zusammenhang stellt Christine Schirrmacher fest, dass der Staat

"Religionsgemeinschaften [begünstigt], denen er unter bestimmten Voraussetzungen Körperschaftsrechte verleiht, und kooperiert mit ihnen. Sie unterstützen ihrerseits den Staat im Sinne der Bildung und Erhaltung eines Wertekanons, indem sie friedens-, rechts- und wertefördernd auftreten und ihrerseits das staatliche Gewalt- und Strafmonopol anerkennen. Diese Kooperation zwischen Staat und Religionsgemeinschaften äußert sich etwa in der Steuerbefreiung von Spenden, dem Erteilen von Religionsunterricht oder speziellen Regelungen im Arbeits- und Sozialrecht". (Quelle: Christine Schirrmacher, Islam und Demokratie – Ein Gegensatz?, Holzgerlingen 2013, S. 20f)

Nicht ohne Grund müssen deshalb römisch-katholische Bischöfe einen Eid auf die Landesverfassung ablegen.

Gerade weil Religionen aber eine lebens- und kulturprägende Macht innewohnt, darf man sie nicht wie Kulturvereine behandeln, denen es lediglich um Brauchtumspflege geht. Der undifferenzierte und unkritische Umgang mit Religionen führt eben zu den diffusen Ängsten, die in Österreich monströse Blüten treibt, die einem Titanwurz gleich zum Himmel stinken, während manche Politikerinnen und Politiker und manche Intellektuelle in Deutschland offenkundig nicht so recht wissen, ob sie nun das orientalische Flair des Islam goutieren möchten oder sich dann doch gegen eine eigentlich nicht drohende Islamisierung wenden. Wie auch immer: Die Entrüstung dient nicht der Wahrheitsfindung, denn niemand legt wirklich die Rüstungen ab, um das Innerste freizulegen. Wahrhaft entrüstet wäre man ja angreifbar, schlimmer noch: verwundbar. So aber ist die Entrüstung nur vorgetäuscht, ein Possenreißen, um Posten zu sichern. Hier wird der Wahnsinn zur Methode, der Wahrheit zu fliehen.

Es ist frappierend, wie sich die Situationen heute und damals gleichen – damals zu Jesu Zeiten, als sein Ruf sich schon bis nach Jerusalem verbreitet hatte. Dem euphorischen Anfang seines öffentlichen Wirkens am See Genezareth, den man heute auch den „galiläischen Frühling“ nennt, war nach wenigen Wochen eine Zeit der Krise gefolgt. Die Scharen, die die Sensation des jungen, aus Nazareth stammenden Rabbis, der nun in Kapharnaum lebt, sehen wollten, waren wieder in den Alltag zurückgekehrt. Der große Aufbruch zur Sammlung Israels blieb aus. Jesus musste nach Jerusalem. In Jerusalem würden sich die Dinge entscheiden. Und der Weg gerät zu einem Triumphzug. Spätestens in Jericho – kurz vor Jerusalem – waren die Erwartungen in ihn groß geworden. Wo er hinkam, sammelten sich Mengen von Menschen, wie die Evangelisten immer wieder betonen. Es ist kein Wunder, dass auch der Einzug Jerusalem – wenige Tage vor dem Pascha-Fest – große Aufmerksamkeit auf sich zog. Umso irritierender dürfte da für viele die sogenannte „Tempelreinigung“ gewesen sein, mit der Jesus sich weniger gegen den Handel am Tempel an sich, sondern vielmehr gegen einen oberflächlichen Tempelkult wendet; die Tiere, die dort gehandelt wurden, waren schließlich für den Opferritus bestimmt, und die Geldwechsler sammelten auch die Tempelsteuer ein. Es ist kein Wunder, dass sich die Tempelbeamten und –priester um den Hohenpriester hier empören ohne sich wirklich zu entrüsten. Wenn das Beispiel dieses spirituellen Superstars Schule macht, dann steht möglicherweise ihre eigene Existenz auf dem Spiel.

In Jerusalem spitzt sich der Konflikt um Jesus zu. Er sucht diesen Konflikt. Das Matthäusevangelium platziert im Anschluss an den Bericht über die sogenannte „Tempelreinigung“ nicht nur mehrere Gleichnisse, in denen immer wieder deutlich wird, dass ein bloß äußerliches Beharren auf Traditionen ohne innere Beteiligung gegen den Willen Gottes verstößt. Die Gleichnisse geraten an dieser Stelle auch zu einer deutlichen und unüberhörbaren Kritik an einem Religionsbeamtentum, das in seiner Selbstsicherheit den Weg Gottes längst verlassen hat.

Die Kultmächtigen des Tempels hatten den Reden Jesu wenig entgegenzusetzen. Statt sich zu ent-rüsten und mit offenem Visier in den Kampf der Argumente zu gehen, empören sie sich. Emporkömmlingen gleich erheben sie sich über den Dahergekommenen vom Land – und wollen im, wie es im Evangelium vom 29. Sonntag im Jahreskreis des Lesejahres A heißt, eine Falle stellen:

Damals kamen die Pharisäer zusammen und beschlossen, Jesus mit einer Frage eine Falle zu stellen. Sie veranlassten ihre Jünger, zusammen mit den Anhängern des Herodes zu ihm zu gehen und zu sagen: Meister, wir wissen, dass du immer die Wahrheit sagst und wirklich den Weg Gottes lehrst, ohne auf jemand Rücksicht zu nehmen; denn du siehst nicht auf die Person. Sag uns also: Ist es nach deiner Meinung erlaubt, dem Kaiser Steuer zu zahlen, oder nicht? (Matthäus 22,15-17)

Der Köder der Falle ist nicht zufällig gewählt: Die Steuer. Jesus hatte sich mit seiner Tempelaktion ja unter anderem auch gegen die Tempelsteuer gestellt. Das Heil der Menschen darf nichts kosten, sonst ist alles umsonst.

Die Religionsbeamten aber haben nichts verstanden – wie auch: es sind ja die institutionellen Regeln, die ihnen Existenz, Auskommen und Wohlstand sichern. Wo käme man denn da hin, wenn Gottes Heil nichts kosten würde.

Ihre Empörung zeigt, wie säkularisiert sie tatsächlich sind. Steuer ist schließlich Steuer. Und so ziehen sie die Kaisersteuer als scheinbares Äquivalent heran. Sie spekulieren darauf, dass die jesuanische Kritik an der Tempelsteuer für das Steuerwesen überhaupt und damit auch für die weltliche Kaisersteuer gilt. Dann aber hätten sie einen Anlass, Jesus bei den römischen Behörden anzuzeigen.

Die Falle ist geschickt aufgebaut – und beweist doch die oberflächliche Gesinnung der Gegner Jesu, die noch nicht einmal zu offener Konfrontation fähig sind, sondern ihre Jünger zu Jesus schicken. Schmeichelnd versuchen sie ihn einzulullen:

Meister, wir wissen, dass du immer die Wahrheit sagst und wirklich den Weg Gottes lehrst, ohne auf jemand Rücksicht zu nehmen; denn du siehst nicht auf die Person. (Matthäus 22,16)

Sie ahnen wohl nicht, dass sie damit den Nagel genau auf den Kopf getroffen haben. In der Tat steht Jesus für eine Lehre, die nicht auf bloßes Ansehen aus ist, sondern auf die Erkenntnis der Wahrheit. Die Wahrheit aber ist wie Wasser: Sie trägt die, die sich selbst ent-rüstend falscher Bedürfnisse entledigen und so fähig werden, in ihr zu schwimmen; für die aber, die sich immer weiter empörend in ungerechtfertigte Höhen aufgeschwungen haben, wird der Aufprall im Sturz hart wie Beton sein. Die Wahrheit ermöglicht den einen Freiheit, den anderen wird sie zum Gericht. Sie kennt deshalb in der Tat keine falschen Rücksichten.

So wahr die Einschätzung der Pharisäer, die Matthäus hier als Rädelsführer vorstellt, mit Blick auf die Person Jesu prinzipiell ist, so falsch schätzen sie seine aus Liebe zur Wahrheit getriebene Motivation ein. Sie denken, es ginge ihm ums Geld an sich. Deshalb fragen sie ihn danach, ob man dem Kaiser Steuer zahlen darf.

Das Spiel der Pharisäer kann für Jesus schnell gefährlich werden. Es ist eine kommunikative Falle –ein klassischer Double-Bind. Wendet sich Jesus gegen die Kaisersteuer, kann man ihn bei den römischen Besatzern als Aufrührer anzeigen. Bestätigt er aber die Rechtmäßigkeit der Steuer, wird man ihn vor dem eigenen Volk bloßstellen können, ist der Kaiser doch ein Heide, ein Goj, ein Nichtjude, den man – gerade weil er ein Besatzer ist – wohl kaum unterstützen darf. Aus dieser Falle kann man sich kaum winden, es sei denn, man spielt den Ball zurück, so wie Jesus es tut, indem er offenlegt, dass es sich hier um eine Falle handelt:

Ihr Heuchler, warum stellt ihr mir eine Falle? (Matthäus 22,18)

In dem Satz steckt aber mehr als das Offenlegen einer Falle. Jesus bezeichnet seine Gegner als ὑποκριταί (gesprochen: hypokritaí). Das Wort bedeutet wörtlich „Über-Richter“. Es impliziert die Selbst-Empörung, die Überhebung über die Menschen. Genau darin aber besteht die Heuchelei, die Jesus im Folgenden offenlegt:

Zeigt mir die Münze, mit der ihr eure Steuern bezahlt! Da hielten sie ihm einen Denar hin. (Matthäus 22,19)

Die Überfrommen und Verfechter der reinen jüdischen Lehre haben eine heidnische Münze dabei. Die Bigotterie liegt im wahrsten Sinn auf der Hand. Die empörten Ankläger stürzen in die Grube der Wahrheit, die sie sich selbst ausgehoben haben. Aber das Spiel ist noch nicht zu Ende, die Dummheit noch nicht vollständig entrüstet:

Er fragte sie: Wessen Bild und Aufschrift ist das? Sie antworteten: Des Kaisers. Darauf sagte er zu ihnen: So gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gehört, und Gott, was Gott gehört! (Matthäus 22,20f)

Auf der Münze selbst steht doch, wem sie gehört. Sie trägt den Namen des Kaisers. Sie gehört letztlich ihm. Er ist der Eigentümer, die Pharisäer sind bloß Besitzer. Ihnen gehört nichts – weder die Münze des Kaisers, noch das Heil Gottes. Sie haben weder über das eine noch über das andere zu bestimmen. Vor allem aber dürfen sie das Heil Gottes nicht vermarkten. Nicht umsonst mahnt Jesus die Seinen bereits in Zeiten des galiläischen Frühlings:

Geht und verkündet: Das Himmelreich ist nahe! Heilt Kranke, weckt Tote auf, macht Aussätzige rein, treibt Dämonen aus! Umsonst habt ihr empfangen, umsonst sollt ihr geben. (Matthäus 10,7f)

Das ist das, was die Jüngerinnen und Jünger Jesu zu allen Zeiten immer neu lernen müssen. Das Heil kostet nichts, und doch ist die Verkündigung um der Wahrheit willen nie umsonst. Zur Wahrheit gehört es eben auch, die Empörten immer wieder zu entrüsten. In den Zeiten der Gegenwart wird wieder viel geheuchelt, um die eigenen Pfründe zu sichern. Felix Austria – dein KuK hast du nun klein und kurz gemacht. Auch mancher deutsche Michel sucht sein Heil im Gauland. Es wird Zeit, dass sich das Volk wirklich empört – aber nicht gegen Phantasiegebilde, denen letztlich Plüschfiguren zum Opfer fallen.  Die Empörung muss denen gelten, die die Wahrheit hassen und die Lüge lieben. Man erkennt sie daran, dass sie nur auf die Person sehen – und zwar nur auf die eigene. Die Wahrheit aber empört sich nicht, sie entrüstet. Legt die falschen Schutzschilde ab. Entlarvt die falschen Propheten. Die Wahrheit wird euch tragen.

Ich wünsche Ihnen eine gesegnete Woche,
Ihr Dr. Werner Kleine, PR
Katholische Citykirche Wuppertal

Alle "Wochenworte" finden Sie in unserem Weblog "Kath 2:30":
"Wort zur Woche" auf Kath 2:30

Das Opium der Zweilfer


Ein neuer Blick auf die Wundererzählungen des Neuen Testamentes

Wunder sind bei Glaubensverfechtern wie bei -kritikern gleichermaßen beliebt. Die einen brauchen sie, um glauben zu können, die anderen, um den Glauben zu kritisieren. Dabei sprechen die Evangelisten selbst gar nicht von Wundern, sondern von Zeichen und machtvollen Taten, bei denen das Außergewöhnliche in der Wiederherstellung von Normalität besteht.

Zum Beitrag von Dr. Werner Kleine

Der Beitrag zum Anhören bei Soundcloud

Zur Soundcloud-Playlist mit allen Dei-Verbum-Beiträgen

Wuppertaler Martinszug • Ordner und Fackelträger gesucht


Die Katholische Citykirche Wuppertal sucht für den Wuppertaler Martinszug, der am Freitag, dem 10.11.2017 um 17 Uhr auf dem Laurentiusplatz in Wuppertal-Elberfeld startet, wieder Fackelträger und Zugordner, die den Zug begleiten. Interessenten können sich ab sofort unter 0202-42969674 oder per Mail an martinszug(at)katholische-citykirche-wuppertal.de melden.
 
Die Ordner und Fackelträger erhalten am 10.11.2017 um 16.30 Uhr eine entsprechende Einweisung.

Katholische Citykirche vor Ort


Kath. Citykirche auf der Alten Freiheit (Foto: W. Kleine)

Am Mittwoch, dem 24. Oktober 2017 ist die Katholische Citykirche vor Ort. Entsprechendes Wetter vorausgesetzt wird der Stand der Katholischen Citykirche Wuppertal voraussichtlich in der Zeit von 12.00-14.00 Uhr auf der Alten Freiheit in Wuppertal-Elberfeld stehen.

Mystagogische Kirchenführungen in Wuppertal


Mystagogische Kirchenführung in Wuppertal (Foto: Christoph Schönbach)

Die nächste Kirchenführung der besonderen Art (mystagogische Kirchenführung) findet am Dienstag, dem 24. Oktober 2017 um 18.00 Uhr in St. Antonius (Unterdörnen 137/Nähe Alter Markt in Wuppertal-Barmen) statt.

Im Unterschied zu herkömmlichen Kirchenführungen, die eher kunst- oder architekturgeschichtlich orientiert sind, möchte die mystagogische Kirchenführung den Kirchenraum als Kultraum erschließen. Kirchen sind nicht bloß Versammlungsstätten, sie sind auch Stein gewordene Glaubenszeugnisse ihrer Zeit. Das Entdecken dieser spirituellen und mystischen Dimension des Raumes und seiner „kultischen Funktion“ steht im Mittelpunkt der mystagogischen Kirchenführung. Dabei werden vor allem zentrale Orte der katholischen Liturgie (Eingang, Taufbecken, Ambo, Altar, Tabernakel) aufgesucht und und in ihrer rituellen Bedeutung erschlossen. Die mystagogische Kirchenführung wird dabei selbst gewissermaßen zu einer Liturgie. Zur mystagogischen Kirchenführung gehören daher auch kleine, von den Teilnehmern selbst vollzogene Riten wie etwa eine Weihrauchspende oder das Schmecken von Manna.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Kirchenführung dauert etwa 60 Minuten.

Weitere Informationen unter www.mystagogische-kirchenfuehrung.de.

Das Phänomen des Bösen - Die Bibel und der Teufel • Dei Verbum direkt


Dr. Till Magnus Steiner und Dr. Werner Kleine diskutieren zur Bibel. (Foto: Christoph Schönbach)

Seit März 2015 betreibt die Katholische Citykirche Wuppertal den biblischen Weblog "Dei Verbum" (www.dei-verbum.de). In wöchentlichen Beiträgen zeigen der in Jerusalem lebende Alttestamentler Dr. Till Magnus Steiner und der Wuppertaler Neutestamentler Dr. Werner Kleine, dass die Bibel auch für heutige Fragen in Kirche und Gesellschaft relevant ist.

Begleitend zum Weblog gibt es regelmäßig Live-Diskussionen (Dei Verbum direkt). Das nächste offene Gespräch findet am Dienstag, dem 24. Oktober 2017 um 19.00 Uhr im Berliner Plätzchen (Berliner Str. 173/Ecke Langobardenstr. in Wuppertal-Oberbarmen) zum Thema „Das Phänomen des Bösen - Die Bibel und der Teufel“ statt. 
Die Existenz des Bösen ist unzweifelhaft. Die Freiheit des Menschen bringt es mit sich, dass er schuldig werden kann. Fraglich ist, ob es das Böse ist oder der Böse, der Ursache des Übels ist. In der Figur des Satans spricht die Bibel von der Versuchung des Menschen zum Bösen. Aber ist damit zwingend die Vorstellung an einen teuflischen Gegenspieler Gottes verbunden, der letztlich die Allmacht Gottes in Frage stellt? Oder handelt es sich um eine mythische Gestalt, die die Herausforderung veranschaulicht, der sich jeder Mensch stellen muss?
Der Alttestamentler Dr. Till Magnus Steiner und der Neutestamentler Dr. Werner Kleine werden diesen Fragen anhand ausgewählter Texte nachgehen und miteinander live diskutieren. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind zur aktiven Teilnahme an der Diskussion eingeladen.

Voraussichtlich wird die Diskussion per Facebook-Livestream (erreichbar unter www.kck42.de/live) in Echtzeit ins Internet übertragen.

Platzreden! • 25.10.2017 • 12 Uhr • Berliner Platz


Diskussion erwünscht! - Dr. Werner Kleine stellte sich bei der ersten Platzrede auch den Reaktionen der Passanten. (Foto: Christoph Schönbach)

Von Beginn an ereignete sich die Verkündigung der frohen Botschaft in der Öffentlichkeit. Die situative Rahmenbedingung Bergpredigt oder die Feldrede Jesu, die im Matthäus- bzw. Lukasevangelium einen wesentlichen Teil der Verkündigung Jesu überliefern belegen dies ebenso wie die Pfingstrede des Petrus oder die Rede des Paulus auf dem Athener Areopag in der Apostelgeschichte. Dabei lässt schon die biblische Tradition eine enge Verbindung der Verkündigung der frohen Botschaft mit dem aktuellen Alltag der Zuhörerinnen und Zuhörer erkennen. 

Die Katholische Citykirche Wuppertal nimmt diese biblische Tradition mit einem neuen Projekt, den „Platzreden“ wieder auf. Pastoralreferent Dr. Werner Kleine wird am Mittwoch, dem 25. Oktober 2017 um 12 Uhr die letzte Platzrede in diesem Jahr auf dem Berliner Platz in Wuppertal-Oberbarmen halten. Dabei wird er ebenso auf theologische wie auf tagesaktuelle und lokalrelevante Inhalte eingehen. Der konstruktive Zwischenruf seitens des Publikums ist ausdrücklich erwünscht. 

Die Platzreden verstehen sich als ernsthafte Unterhaltung an einem besonderen öffentlichen Ort. Gerade der Berliner Platz, der jüngst als „gefährlicher Ort“ eingestuft wurde, wurde zum Auftakt gewählt. Wo sonst in der Stadt könnte die biblische Zusage des „Fürchtet euch nicht“ deutlicher zur Sprache kommen.

Die Platzreden werden in Kooperation mit dem „Berliner Plätzchen“, einer Einrichtung der kath. Pfarrgemeinde St. Johann Baptist gegenüber des Berliner Platzes, veranstaltet. Die Reihe wird im Sommerhalbjahr jeweils am letzten Mittwoch eines Monats fortgesetzt. Die nächste Platzrede gibt es dann am 28. März 2018.

Sakramente im Leben der Kirche I: Taufe, Firmung, Eucharistie • Glaubensinformation in Wuppertal


Im Rahmen der Reihe „Glaubensinformation“ der Katholischen Citykirche Wuppertal spricht Pastoralreferent Dr. Werner Kleine am Mittwoch, dem 25. Oktober 2017 um 19.00 Uhr über das Thema „Sakramente im Leben der Kirche I: Taufe, Firmung, Eucharistie“.

Die römisch-katholische Kirche kennt sieben Sakramente, in denen sie biblisch begründet das Handeln Gottes an den Menschen erkennt. In symbolischen Handlungen und begleitenden Worten vollzieht sich dieses Handeln Gottes am Menschen. Dabei sind die Riten der Sakramente im wahrsten Sinn des Wortes wirklich: Das Erleben der Sakramente setzt eine Erfahrung, die sich auswirkt. So symbolisiert der Taufritus das Mitsterben und Mitauferstehen mit Jesus Christus, die Firmung beauftragt zu christlichem Leben und die Eucharistie gewährt Teilhabe an der bleibenden Gegenwart Jesu Christi.

Der Abend führt zuerst in das allgemeine Verständnis der Sakramente ein, bevor er sich der speziellen Betrachtung der sogenannten "Initiationssakramente" der Taufe, Firmung und Eucharistie widmet: Wer getauft und gefirmt ist und wenigstens einmal die Eucharistie empfangen hat, ist mit allen Rechten und Pflichten in die Kirche eingegeliedert.

Voraussichtlich wird die Veranstaltung per Facebook-Livestream in der Facebookseite der Katholischen Citykirche Wuppertal übertragen. Die Seite ist unter www.kck42.de/facebook öffentlich zugänglich.

Weitere Informationen zur Reihe "Glaubensinformation"

Dialog für Kirchenkritiker und Zweifler • 26.10.2017


Die KGI-Fides-Stelle Wuppertal lädt am Donnerstag, dem 26. Oktober 2017 um 12.30 Uhr wieder zum Dialog für Kirchenkritiker und Zweifler in das Katholische Stadthaus (Laurentiusstr. 7 in Wuppertal-Elberfeld, 1. Etage) ein.

Konzert • Yaniv d'Or und Ensemble Naya


Die Katholische Citykirche Wuppertal lädt am 26.10.2017 um 19:30 Uhr zu einem Konzert mit dem israelischen Countertenor Yaniv d’Or in die Basilika St. Laurentius ein. Yaniv d’Ors außergewöhnliche Stimme wird durch das Ensemble NAYA unterstützt.

Klassische, barocke, orientalische und sogar archaische Instrumente treffen auf die seidige Stimme von Yaniv d‘Or. Spätestens seit seinem Album „Latino Ladino“ gehört der israelische Sänger zu den begehrtesten Countertenören weltweit. Gemeinsam mit dem Ensemble NAYA tritt er nun in einen musikalischen Trialog mit den drei abrahamitischen Religionen. Die Schönheit und spirituelle Kraft der verwandten, aber dennoch unterschiedlichen Traditionen verschmelzen hier zu einer harmonischen Einheit. Was bleibt, ist Frieden.

Yaniv d'Or – Countertenor
Amit Tiefenbrunn - Viola da Gamba
Marvin Dillman - Didgeridoo 
Murat Cakmaz - Ney/Duduk/Gesang
Eyal Leber - Gitarre 
Bari Moskovich - Theorbo 
Nadav Ovadia – Psalterium
Erez Mounk - Perkussion 
 
Der Eintritt ist frei. Um eine Spende wird gebeten.

Dem Hl. Judas Thaddäus zur Ehre • Wallfahrt zum Patron der Hoffnungslosen am 28.10.2017


Der Hl. Judas Thaddäus wird an jedem 28. eines Monats in St. Marien in Wuppertal-Elberfeld geehrt.

Der Hl. Judas Thaddäus gehört zu den fast vergessenen Aposteln. Er ist der Patron der Hoffnungslosen und Vergessenen. Sein Gedenktag ist der 28. Oktober.

Ihm zu Ehren versammeln sich schon seit langem in Mexiko-Stadt viele, die am Rande der Gesellschaft stehen oder hoffnunglos sind, an jedem 28. eines Monats, um ihn als starken Fürsprecher anzurufen. Zusammen mit dem Sozialdienst kath. Frauen (SkF) e.V. Wuppertal, dem Caritasverband Wuppertal/Solingen, der Notfallseelsorge Wuppertal und der Seelsorge für Obdachlose, Prostituierte und Drogenabhänge lädt die Katholische Citykirche Wuppertal alle, die hoffnungslos sind oder am Rand der Gesellschaft stehen an jedem 28. Tag eines Monats nach St. Marien in Wuppertal-Elberfeld (Wortmannstr./Ecke Hardtstr.) von 12-14 Uhr ein, um den Hl. Judas Thaddäus um Beistand und Fürsprache zu bitten. Neben einem kurzen Gottesdienst and der Judas-Thaddhäus-Statue (13 Uhr) gibt es auch Gelegenheit, bei einem Mittagessen ins Gespräch zu kommen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Jede und jeder ist willkommen!

Die nächste Wallfahrt findet am Samstag, dem 28. Oktober 2017 von 12-14 Uhr in St. Marien (Wortmannstr. 2 in Wuppertal-Elberfeld) statt. Um 13 Uhr wird bei der Judas-Thaddäus-Statue in der Marienkirche eine Kurzandacht gehalten.

Das Projekt wird von der Metzgerei Kaufmann unterstützt.

Vigilfeier zu Allerheiligen • 31.10.2017 • 20.30 Uhr • St. Laurentius


Sprechstunde für wiederverheiratet Geschiedene


Die KGI Fides-Stelle Wuppertal (Kath. Wiedereintrittstelle) lädt zu einer Sprechstunde für wiederverheiratet Geschiedene ein. Die Sprechstunde findet am Donnerstag, dem 2. November 2017 um 14.00 Uhr im Katholischen Stadthaus (Laurentiusstr. 7, 42103 Wuppertal-Elberfeld, 1. Etage) statt.

In der Sprechstunde steht Pastoralreferent Dr. Werner Kleine (Referent in der KGI Fides-Stelle Wuppertal) als Gesprächspartner zur Verfügung. Er ist während der Sprechstunde auch telefonisch unter 0202-42969675 zu erreichen.

Mi, 20. Februar 2019 - Mo, 20. Mai 2019

Februar
8. Woche
Do, 21. Februar 2019 12:30 - 12:45 Basilika St. Laurentius
Laurentiusplatz
42103 Wuppertal
Do, 21. Februar 2019 18:30 - 19:00 Basilika St. Laurentius
Laurentiusplatz
42103 Wuppertal
So, 24. Februar 2019 10:30 St. Antonius, Pfarrzentrum
Unterdörnen 137
42275 Wuppertal
So, 24. Februar 2019 11:30 St. Konrad
Hatzfelder Str. 265
42281 Wuppertal
So, 24. Februar 2019 15:03 Wichernkapelle (Nordbahntrasse - Bergisches Plateau)

9. Woche
Di, 26. Februar 2019 17:00 St. Antonius, Turmkapelle
Unterdörnen 137
42275 Wuppertal
Mi, 27. Februar 2019 19:00 - 20:30 Kath. Stadthaus, 1. Etage
Laurentiusstraße 7
42103 Wuppertal
Do, 28. Februar 2019 12:00 - 14:00 Pfarrzentrum St. Marien
Hardtstraße 18
42107 Wuppertal
Do, 28. Februar 2019 12:30 - 12:45 Basilika St. Laurentius
Laurentiusplatz
42103 Wuppertal
Do, 28. Februar 2019 18:30 - 19:00 Basilika St. Laurentius
Laurentiusplatz
42103 Wuppertal
Do, 28. Februar 2019 19:00 Basilika St. Laurentius
Laurentiusplatz
42103 Wuppertal
März
So, 03. März 2019 10:30 St. Antonius
Unterdörnen 137
42275 Wuppertal
So, 03. März 2019 11:30 St. Konrad
Hatzfelder Str. 265
42281 Wuppertal
So, 03. März 2019 15:03 Wichernkapelle (Nordbahntrasse - Bergisches Plateau)

10. Woche
Di, 05. März 2019 16:00 - 18:00 Treff
Auer Schulstr. 1
42103 Wuppertal-Elberfeld
Di, 05. März 2019 17:00 St. Antonius, Turmkapelle
Unterdörnen 137
42275 Wuppertal
Mi, 06. März 2019 12:00 Berliner Platz

42277 Wuppertal - Barmen
Mi, 06. März 2019 13:30 - 14:30 Cafe Engel
Friedrich-Ebert-Straße 14
42103 Wuppertal
Mi, 06. März 2019 19:00 - 20:30 Kath. Stadthaus, 1. Etage
Laurentiusstraße 7
42103 Wuppertal
Do, 07. März 2019 12:30 - 12:45 Basilika St. Laurentius
Laurentiusplatz
42103 Wuppertal
Do, 07. März 2019 14:30 Kath. Stadthaus, 1. Etage
Laurentiusstraße 7
42103 Wuppertal
Do, 07. März 2019 18:30 - 19:00 Basilika St. Laurentius
Laurentiusplatz
42103 Wuppertal
So, 10. März 2019 10:30 St. Antonius, Pfarrzentrum
Unterdörnen 137
42275 Wuppertal
So, 10. März 2019 11:30 St. Konrad
Hatzfelder Str. 265
42281 Wuppertal
So, 10. März 2019 15:03 Wichernkapelle (Nordbahntrasse - Bergisches Plateau)

Diese drei

Glaube, Liebe und Hoffnung sind die Grundhaltungen des Christen, wie es auch die ersten Gaben sind, die er vom Heiligen Geist empfängt. Die drei bedingen einander und sind aufeinander verwiesen. „Der glaubt an Christus, der auf Christus hofft und Christus liebt. Denn wenn jemand Glauben hat, aber nicht die Hoffnung und die Liebe, dann glaubt er wohl, dass es Christus gibt, aber er glaubt nicht an Christus.“
(Augustinus)

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