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Katholische Citykirche Wuppertal

Das Wort zur Woche (22. Januar 2017 - 3. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr A)

Dr. Werner Kleine
Katharina Nowak

„Ich mache euch zu Menschenfischern“

Liebe Leserinnen und Leser,

die kirchlichen Medien, die Seiten katholischer „Player“ in den sozialen Netzwerken, auch die „normalen“ Tageszeitungen beschäftigen sich alle immer wieder in den letzten Tagen und Wochen mit der Frage: Führt der unterschiedliche Umgang mit Amoris Laetitia zum Schisma oder nicht? Werden die Grabenkämpfe, die es zweifelsfrei zwischen – sofern man es so bezeichnen kann – links und rechts in der Kirche (nicht im politischen, sondern nur im kirchenpolitischen Sinne gemeint) zu einem spürbaren Bruch in der römisch-katholischen Kirche führen? Und wie kann dem eigentlich vorgebeugt oder entgegengewirkt werden?

Eigentlich müsste spätestens die Lesung dieses Sonntags, dem ersten Korintherbrief entnommen, allen Beteiligten die Augen öffnen:

„Seid alle einmütig, und duldet keine Spaltungen unter euch; seid ganz eines Sinnes und einer Meinung. Es wurde mir nämlich, meine Brüder, von den Leuten der Chloe berichtet, dass es Zank und Streit unter euch gibt. Ich meine damit, dass jeder von euch etwas anderes sagt: Ich halte zu Paulus -- ich zu Apollos -- ich zu Kephas -- ich zu Christus. – Ist denn Christus zerteilt?“ (1 Kor 1,10-13)

Genau das ist der Punkt um den es auch hier geht, Diskussionen müssen möglich sein, unterschiedliche Positionen und Auslegungen auch – darauf legt ja auch allen voran Papst Franziskus großen Wert, in dem er eben keine Handlungsanweisungen gibt, sondern seine Richtung vorstellt und in seiner Diözese umsetzen lässt, aber an sich die Verantwortung in die Ortskirchen legt – ABER das Gemeinsame, das Einende, der Glaube an den Gekreuzigten und Auferstandenen darf dabei nicht aus dem Blick geraten, als „Lesebrille“ für alle inner- und außerkirchlichen Themen. Natürlich ist dies den Gläubigen schwer zu vermitteln, wenn es einen offen ausgetragenen Konflikt auf höchster kirchlicher Ebene gibt, nämlich innerhalb des Kardinalskollegiums mit dem Papst, der, wie durch Inhalt und Duktus des offenen Briefes der vier Kardinäle Brandmüller, Burke, Caffarra und Meisner, und die sich daran anschließende Diskussion erkennbar wird, mehr ist als ein bloßer Austausch von verschiedenen Haltungen, wenn man beispielsweise das Zitat von Kardinal Caffarra liest, dass es „selbstmörderisch“ oder im Original „suicidal“ sei, wenn der Papst das Gewissen über die Offenbarung stelle. Hier geht es um die grundsätzliche Marschrichtung der Kirche. 

Dabei ist die Basis der Marschrichtung ebenfalls in einem Text dieses Sonntags, im heutigen Evangelium, zu lesen:

„Kommt her, folgt mir nach! Ich werde euch zu Menschenfischern machen.“ (Mt 4, 19)

Menschenfischer werden wir ohne Barmherzigkeit aber nicht sein können. Denn anders als die Fische, die einmal gefangen, nicht mehr alleine zurück ins Wasser können, lassen Menschen sich nur freiwillig „fangen“. Dafür müssen wir aber Angebote machen, die dazu einladen. Grabenkämpfe sind da wenig attraktivitätssteigernd.

Sehr viel zielführender scheint die Berufungspastoral unseres Bistums unterwegs zu sein, die gerade mit einer neuen Kampagne online gegangen ist (www.berufen.de). Der offizielle Start durch den Erzbischof erfolgte im Kölner RheinEnergieStadion und das nicht ohne Grund. Wie der Leiter der Diözesanstelle für Berufungspastoral im Erzbistum Köln, Pfarrer Regamy Thillainathan, in einem Interview des Domradios erläutert, soll dieser Ort zeigen, dass wir alle Teamplayer auf dem Rasen der Welt sind, um die Botschaft vom Reich Gottes zu verkünden. Keine Einzelkämpfer. Und schon gar keine „Gegeneinander-Kämpfer“.

Von Jesus heißt es am Schluss der heutigen Stelle aus dem Evangelium, dass er umherzog, seine Botschaft verkündete und die Menschen von Krankheiten und Leiden heilte. Vielleicht wäre es eine Überlegung den Fokus auf dieses „heilen“ zu legen. Die Menschen in ihren unterschiedlichsten und oftmals schwierigen Lebenssituationen ernst zu nehmen und ihnen ehrliche Hilfe anzubieten. Und zwar sowohl bedingungs- als auch absichtslos, einzig mit der Absicht dem anderen zu helfen und damit Gottes Botschaft ein Gesicht zu geben und Jesu Vorbild und Auftrag nach zu folgen. Das geht sofort. Bei jedem von uns. Jesus spricht die Fischer an und sie lassen alles stehen und liegen und gehen mit ihm mit.

„Sofort ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm. Als er weiterging, sah er zwei andere Brüder, Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und seinen Bruder Johannes; sie waren mit ihrem Vater Zebedäus im Boot und richteten ihre Netze her. Er rief sie, und sogleich verließen sie das Boot und ihren Vater und folgten Jesus.“ (Mt 4,20-22)

Ich wünsche uns allen den Mut und die Entschlossenheit für Gottes Botschaft einzutreten, offen für jede und jeden, barmherzig und geduldig mit den Brüchen und Unklarheiten im Leben des Anderen und im eigenen Leben und vor allem hoffnungsvoll, dass das Reich Gottes Früchte trägt und auch weiterhin tragen wird – wenn wir die Samenkörner nicht zertreten, sondern gießen.

Schließen möchte ich mit einem Spruch, den eine der Vertreterinnen der Berufsgruppe der Gemeindereferenten, Astrid Juchem, auf der eben schon erwähnten Seite www.berufen.de, von Frère Roger, dem Gründer von Taizé, zu ihrem Leitsatz gemacht hat:

„Lebe das, was du vom Evangelium verstanden hast. Und wenn es noch so wenig ist. Aber lebe es.“

Auf das Leben!

Ihre Katharina Nowak

Alle "Wochenworte" finden Sie in unserem Weblog "Kath 2:30":
"Wort zur Woche" auf Kath 2:30

Die Gemeinde von Thessalonich • Der Ölbaum im Gespräch mit Dr. Regina Börschel


Ein Gespräch über Gemeindegründungen und die Ausbildung christlicher Identität

Lutz Debus führt für den Blog "Der Ölbaum", ein Interview mit Dr. Regina Börschel, zum Thema frühchristliche Gemeinden und ihrer Bedeutung für die Gemeindegründung arabisch-sprachiger Christen in Wuppertal. Das ganz Interview gibt es zum Nachlesen im Weblog "Der Ölbaum".

Vigilfeier zu Mariä Lichtmess • 1.2.2017, 20.30 Uhr • St. Laurentius (Wuppertal-Elberfeld)


Katholische Citykirche vor Ort


Kath. Citykirche vor Ort (Foto: W. Kleine)

Am Mittwoch, dem 25. Januar 2017 ist die Katholische Citykirche vor Ort. Entsprechendes Wetter vorausgesetzt wird der Stand der Katholischen Citykirche Wuppertal voraussichtlich in der Zeit von 12.00-14.00 Uhr auf dem Alten Markt in Wuppertal-Barmen stehen.

Jesus Christus - Wahrer Gott und wahrer Mensch • Glaubensinformation in Wuppertal


Im Rahmen der Reihe „Glaubensinformation“ lädt die Katholische Citykirche Wuppertal zu einen Abend ein, bei dem das Thema "Jesus Christus - Wahrer Gott und wahrer Mensch" im Mittelpunkt steht. Das Thema gehört zum zentralen Bekenntnis des christlichen Glaubens. Am Ausgangspunkt steht die Erfahrung, dass der am Kreuz gestorbene Jesus von Nazareth von den Toten auferstanden ist. Diese Erfahrung ist die Keimzelle des theologischen Ringens um das Verstehen dieser außergewöhnlichen Erfahrung, die eine Herausforderung an den Verstand bedeutet. Die sogenannte christologische Frage, in welcher Weise Gott in Jesus wirksam war, führt schließlich in das Bekenntnis des Konzils von Nicäa im Jahr 325 n. Chr., dass Jesus Christus, wahrer Gott und wahrer Mensch ist.

Der Abend findet am Mittwoch, 25. Januar 2016 von 19.00-20.30 Uhr im Katholischen Stadthaus (Laurentiusstr. 7 – am Laurentiusplatz in Wuppertal-Elberfeld – 1. Etage) statt. Es spricht Diplom-Theologin Katharina Nowak von der Katholischen Citykirche Wuppertal.

Weitere Informationen zur Reihe "Glaubensinformation"

Dialog für Kirchenkritiker und Zweifler • 26.1.2017


Die KGI-Fides-Stelle Wuppertal lädt am Donnerstag, dem 26. Januar 2017 um 13.00 Uhr wieder zum Dialog für Kirchenkritiker und Zweifler in das Katholische Stadthaus (Laurentiusstr. 7 in Wuppertal-Elberfeld, 1. Etage) ein.

Dem Hl. Judas Thaddäus zur Ehre • Wallfahrt zum Patron der Hoffnungslosen am 28.1.2017


Der Hl. Judas Thaddäus wird an jedem 28. eines Monats in St. Marien in Wuppertal-Elberfeld geehrt.

Der Hl. Judas Thaddäus gehört zu den fast vergessenen Aposteln. Er ist der Patron der Hoffnungslosen und Vergessenen. Sein Gedenktag ist der 28. Oktober.

Ihm zu Ehren versammeln sich schon seit langem in Mexiko-Stadt viele, die am Rande der Gesellschaft stehen oder hoffnunglos sind, an jedem 28. eines Monats, um ihn als starken Fürsprecher anzurufen. Zusammen mit dem Sozialdienst kath. Frauen (SkF) e.V. Wuppertal, dem Caritasverband Wuppertal/Solingen, der Notfallseelsorge Wuppertal und der Seelsorge für Obdachlose, Prostituierte und Drogenabhänge lädt die Katholische Citykirche Wuppertal alle, die hoffnungslos sind oder am Rand der Gesellschaft stehen an jedem 28. Tag eines Monats nach St. Marien in Wuppertal-Elberfeld (Wortmannstr./Ecke Hardtstr.) von 12-14 Uhr ein, um den Hl. Judas Thaddäus um Beistand und Fürsprache zu bitten. Neben einem kurzen Gottesdienst and der Judas-Thaddhäus-Statue (13 Uhr) gibt es auch Gelegenheit, bei einem Mittagessen ins Gespräch zu kommen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Jede und jeder ist willkommen!

Die nächste Wallfahrt findet am Samstag, dem 28. Januar 2017 von 12-14 Uhr in St. Marien (Wortmannstr. 2 in Wuppertal-Elberfeld) statt. Um 13 Uhr wird bei der Judas-Thaddäus-Statue in der Marienkirche eine Kurzandacht gehalten.

Das Projekt wird von der Metzgerei Kaufmann unterstützt.

ansprechBAR - die offene Sprechstunde der Katholischen Citykirche Wuppertal • 1.2.2017 • Kaffee Engel


Die nächste offene Sprechstunde der Katholischen Citykirche Wuppertal findet am Mittwoch, dem 1. Februar 2017, von 13.00-14.00 Uhr Uhr im Kaffee Engel (Friedrich-Ebert-Str. 13 in Wuppertal-Elberfeld) statt. Als Mitarbeiter der Katholischen Citykirche Wuppertal steht dann Pastoralreferent Dr. Werner Kleine zum Gespräch über Gott und die Welt, aber auch für kritische Fragen zur Verfügung.

Sprechstunde für wiederverheiratet Geschiedene


Die KGI Fides-Stelle Wuppertal (Kath. Wiedereintrittstelle) lädt zu einer Sprechstunde für wiederverheiratet Geschiedene ein. Die Sprechstunde findet am Donnerstag, dem 2. Februar 2017 um 14.30 Uhr im Katholischen Stadthaus (Laurentiusstr. 7, 42103 Wuppertal-Elberfeld, 1. Etage) statt.

In der Sprechstunde steht Pastoralreferent Dr. Werner Kleine (Referent in der KGI Fides-Stelle Wuppertal) als Gesprächspartner zur Verfügung. Er ist während der Sprechstunde auch telefonisch unter 0202-42969675 zu erreichen.

Klangnacht in Beyenburg • 4.2.2017


Weitere Informationen unter www.pfarrjugend-beyenburg.de.

Mo, 09. Dezember 2019 - So, 22. Dezember 2019

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Die Bekehrung

Der Hang, alles beim alten zu lassen, geht im Menschen so tief, dass eine Entscheidung, die grundlegende Veränderung bedeutet, von ihm nur zu erwarten ist, wenn er begreift, dass in der kurzen Frist, die er zuleben hat, das Letzte auf dem Spiel steht und dass er sich entscheiden muss.
(H. Spaemann)

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