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Katholische Citykirche Wuppertal

Das Wort zur Woche (22. Februar 2015 - Erster Fastensonntag, Lesejahr B)

Dr. Werner Kleine
Dr. Werner Kleine, PR

Liebe Leserinnen und Leser,

der Fluch der Freiheit lastet schwer auf dem Menschen. Zur Freiheit ist er geboren. Die Aufgabe der Freiheit ist nicht nur Recht, sondern auch Pflicht. Nicht wenige schaffen sich die Illusion einer absoluten Freiheit, des Tun-und-Lassen-Könnens nach eigenem Gusto. Dabei sind der Freiheit natürliche Grenzen gesetzt. Das Phänomen der Zeit alleine begrenzt das menschliche Streben nach absoluter Freiheit. Wenn überhaupt, dann ist ein Mensch nur bei seiner ersten Entscheidung absolut frei. Mit dieser Entscheidung aber setzt er einen irreversiblen Akt, zumal dann, wenn diese freiheitliche Entscheidung auch in eine Tat umgesetzt wird. Aber sowohl der bloße Gedanke wie auch die ausgeführte Tat setzen ein Faktum in die Welt, eine Tatsache, die nicht mehr rückgängig gemacht werden kann. Die fortlaufende Zeit verhindert eine Rückkehr zum Status ante quo. Man kann weder den gedachten Gedanken noch die ausgeführte Tat rückgängig machen. Sie sind geschehen. Man kann sie korrigieren, wiedergutmachen, ausnutzen, weiterverfolgen - aber ungeschehen machen kann man sie nicht. Der fortschreitende Lauf der Zeit verhindert das. Jede freiheitliche Entscheidung zeitigt so unmittelbar Konsequenzen, die den Rahmen für alle folgenden Entscheidungen bilden. Jede folgende Entscheidung ist nie mehr absolut frei, sondern beeinflusst vor den vorhergehenden Entscheidungen. Und das ist allein die Betrachtung aus der Perspektive des Individuums. Nimmt man die soziale Dimension des Menschsein hinzu, dann wird das Streben nach Freiheit noch weiter eingegrenzt. Denn jede individuelle Entscheidung hat ihre mehr oder weniger großen Auswirkungen auf die Entscheidungen anderer Individuen.

Die Freiheit ist ein wahrhaft hohes Gut. Sie ist kostbar, gerade weil sie begrenzt ist. Freiheit ist nicht unbegrenzt verfügbar. Ein Mensch, der sich absolut frei im Sinne einer "Freiheit von Zwängen" wähnt, erliegt deshalb einer Illusion. Gerade weil die eigenen freiheitlichen Entscheidung korrelierend auf die freiheitlichen Entscheidungen anderer einwirken, kann Freiheit eigentlich nicht im Sinn einer "Freiheit von" verstanden werden. Die Freiheit als kostbares Gut gedeiht nur auf einem Boden, der mit Verantwortung gedüngt ist. Wahre Freiheit setzt die Übernahme von Verantwortung voraus.

Eine Freiheit ohne vorausgehendes Verantwortungsbewusstsein trägt den Keim der Vernichtung in sich. Der Einzelne setzt sich selbst ohne Verantwortung den Mitmenschen gegenüber absolut. Er ist keinem Rechenschaft mehr schuldig, keinem Menschen, keinem Gegenüber, Gott schon gar nicht. Das Böse, die die Ordnung der Welt zerstörende Kraft gewinnt dann die Oberhand. In der Bibel wird diese Macht auch als שָׂטָן (hebräisch: Satan) bezeichnet. שָׂטָן/Satan bedeutet übersetzt "Gegner". Der Begriff bezeichnet eine dem Willen Gottes gegenläufige Macht, die die Ordnung der Welt durcheinander bringt. Sie ist wahrhaft diabolisch (vom griechischen διάβολος - sprich: diábolos - wörtlich: der Durcheinanderbringer).

Die Macht des Bösen ist auch in diesen Zeiten wieder sichtbar. Menschen schneiden anderen die Köpfe ab, weil sie einen anderen Glauben haben. Der geschriebene Buchstabe entscheidet dann über ein Menschenleben. Der schwarz auf weiß gedruckte Buchstabe schafft dann ein Schwarz-Weiß-Denken, das dem frommen Mörder die Verantwortung abnimmt. Sie rufen dann "Gott will es so", weil sie zwar lesen, aber nicht verstehen können. Sie berauben sich selbst ihrer Freiheit, ja sie hassen sie sogar und bekämpfen sie, weil sie der Versuchung der Verantwortungslosigkeit erlegen sind.

Ihre Taten sind selbst Früchte der Unfreiheit und Verantwortungslosigkeit. Sie folgen einem Muster der Gewalt, das sich wie ein Krebsgeschwür durch die Menschheit frisst. Wie du mir so ich dir. Auge um Auge, Zahn um Zahn - das sind nicht bloß Denkweisen islamistisch verblendeter Unkulturen. Sie haben auch das Handeln westlich orientierter Staaten geprägt, wenn Unheil mit Unheil vergolten wurde. Vergeltung ist ein einfaches Muster, das nicht unbedingt verantwortungsbewusstes Denken voraussetzt. Vor allem aber schließt Vergeltung die Freiheit aus, denn sie beruht auf einem Zwang, dem Zwang die eigene Ehre wiederherzustellen. Aber wie soll eine solche Ehre aussehen, mit Blut an den Händen? Worauf sollen die Halsabschneider und Brandschatzer stolz sein? Darauf, dass sie des großen Gottes Geschöpfen den Atem genommen haben, den er selbst in sie hineingeblasen hat? Es heißt doch im Quran:

Wir haben doch bei der Erschaffung der Welt den Menschen aus feuchter Tonmasse geschaffen. Und die Geister haben wir vorher aus dem Feuer der sengenden Glut geschaffen. Und als dein Herr zu den Engeln sagt: "Ich werde einen Menschen aus feuchter Tonmasse schaffen. Wenn ich ihn dann geformt und ihm Geist von mir eingeblasen habe, dann fallt vor ihm nieder!" (Sure 15,26-29 - Übersetzung von Rudi Paret)

Die Parallelen zur Bibel sind deutlich sichtbar. Dort heißt es im Buch Genesis:

Da formte Gott, der Herr, den Menschen aus Erde vom Ackerboden udn blies in seine Nase den Lebensatem. So wurde der Mensch zu einem lebendigen Wesen. (Genesis 2,7)

Für Juden, Christen und Muslime, für die Befolger des Tanach, der Bibel oder des Koran besteht hier kein Unterschied: Gottes Atem bringt dem Menschen Leben. Es ist der Atem Gottes, der im Menschen atmet. Wer einem Menschen diesen Atem raubt, kann also nie tun, was Gott will. Er handelt gegen den Willen Gottes.

Die diabolische Macht der Vergeltung aber ist wirksam. Das verdammte Ehrbedürfnis ist die eigentliche satanische Versuchung. Sie besteht darin, dass der Mensch wie Gott sein möchte. Er setzt sich an seine Stelle, indem er sich zum Herrn über Leben und Tod aufschwingt.

Die Versuchung ist groß. Sie ist in jedem Menschen wirksam. Auch Jesus kennt sie, wie das Evangelium vom ersten Fastensonntag im Lesejahr B zu berichten weiß:

In jener Zeit trieb der Geist Jesus in die Wüste. Dort blieb Jesus vierzig Tage lang und wurde vom Satan in Versuchung geführt. (Markus 1,12.13a)

Die Versuchung wird ihn versklaven, wenn er ihr nicht mit verantwortlichem Denken begegnet. Nur wer so denkt, wird frei sein. Er wird nicht frei von den steten Versuchen der Versuchungen; aber er wird in ihnen zunehmend den drohenden Verlust der Freiheit erkennen. Nicht umsonst heißt es deshalb in der zweiten Lesung vom ersten Fastensonntag im Lesejahr B:

Christus ist der Sünden wegen ein einziges Mal gestorben, er, der Gerechte, für die Ungerechten, um euch zu Gott hinzuführen; dem Fleisch nach wurde er getötet, dem Geist nach lebendig gemacht. So ist er auch zu den Geistern gegangen, die im Gefängnis waren, und hat ihnen gepredigt. (1 Petrus 3,18f)

Die Worte des ersten Petrusbriefes sind auf den ersten Blick rätselhaft. Sie setzten ein hartes Ringen um das Verständnis des Kreuzestodes Jesu voraus, ein Ringen um die Beantwortung der Frage, warum ein Gerechter einen ungerechten Tod stirbt, ja einen Tod, der eigentlich als absoluter Verlust der Nähe Gottes verstanden wurde, einem Fluchtod?

Der Autor des ersten Petrusbriefes bringt die Antwort auf den Punkt: Um uns, die Ungerechten, zu Gott hinzuführen. Der Tod des Sohnes Gottes wird zu einem Zeichen, zu einem Symbol und damit zum Gegenteil des Diabolischen. Symbol - dieses Wort geht auf das griechische συμβάλλειν (sprich: symballein - zusammenwerfen/zusammenfügen) zurück. Das Symbol des Kreuzestodes bringt Gott und Welt zusammen. Sünde ist ja da, was von Gott trennt. Wenn der Gerechte den Tod der Ungerechten stirbt und doch durch Gott von den Toten auferweckt wird, dann wird erkennbar, dass Gott jede Trennung von sich aus überwindet. Sein Lebensatem, sein heiliger Geist, macht lebendig - über den Tod hinaus. Und in seinem liebenden Lebensstreben will er alle erreichen; selbst die Geister, die im Gefängnis ihrer eigenen Selbstillusionen waren.

Die freiheitliche Entscheidung Jesu, sich dem Kreuzestod in Jerusalem zu stellen, durchbricht das Ehrstreben. Sicher hätte er fliehen können. Er hätte sich weiter in Bethanien oder noch besser im galiläischen Bergland, in diesem Kaff Nazareth verstecken können. Er hätte sein Leben als alter Mann friedlich aushauchen können. Bloß: Niemand hätte von ihm erfahren. Er aber hat den Fluchtod erlitten, den Tod der Ehrlosen. Selbst als Auferstandener, als Todessieger trägt er die Zeichen der Ehrlosigkeit noch an den Händen und Füßen. Die Botschaft darin ist unübersehbar: Ehre? Was zählt Ehre, wenn sie Menschenleben kostet? Ein Menschenleben kostet nicht weniger als den Geist Gottes. Kann man darin Ehre finden, wenn man den Geist Gottes sinnlos verschwendet?

Die Terrortaten sind Fakt. Sie prägen unser Denken und Handeln. Sie sind irreversibel. Der Ruf nach Vergeltung wird sofort laut. Und der Kreislauf, der dem Leben die Ordnung nimmt, der Kreislauf, der nichts zusammenführt, sondern alles trennt, wird weiter gehen.

Es wird Zeit Verantwortung zu übernehmen. Wer jetzt auf Rache sind, wird seine Freiheit verlieren. Und das Böse wird gewinnen. Freiheit aber ist die einzige, die zählt.

Und so steht die Menschheit, wie so oft, am Scheideweg. Es gilt zu entscheiden, welcher Pfad beschritten werden soll. Irrlichtern tappt die Menschheit durch die Geschichte. Menschen unterschiedlicher Religionen beten, wie es der Psalmist tut:

Zeige mir, Herr, deine Wege
lehre mich deine Pfade!
Führe mich in deiner Treue und lehre mich;
denn du bist der Gott meines Heiles.
Auf dich hoffe ich allezeit.
Denk an dein Erbarmen, Herr,
und die Taten deiner Huld;
denn sie bestehen seit Ewigkeit.
Denk nicht an meine Jugendsünden und meine Frevel!
In deiner Huld denk an mich, Herr, denn du bist gütig.
Gut und gerecht ist der Herr,
darum weist er die Irrenden auf den rechten Weg.
Die Demütigen leitet er nach seinem Recht,
die Gebeugten lehrt er seinen Weg. (Psalm 25,4-9)

Wer den rechten Weg Gottes gehen will, wird im Handeln Jesu den Wegweiser finden. Das wahre Fasten, das Gott wohlgefällt, besteht im Verzicht auf die Versuchungen falschen Ehrstrebens. Es besteht im Verzicht auf Gewaltinitiierung. Es besteht in der Besinnung auf den Bund Gottes mit den Menschen, mit dem in Kreuzestod und Auferstehung Jesu endgültig besiegelt wurde, was im Noachbund begann. Der Noachmythos erzählt eindrücklich, wie das Handeln der Menschen immer mehr von Verantwortungslosigkeit geprägt wird:

Der Herr sah, dass auf der Erde die Schlechtigkeit des Menschen zunahm und dass alles Sinnen und Trachten seines Herzens immer nur böse war. (Genesis 6,5)

Das Handeln der Menschen und ihre Konsequenzen sind dermaßen irreversibel, dass die Schöpfung als Ganzes bedroht wird. Weil Entscheidungen immer andere Entscheidungen prägen, ist ein Neuanfang nur möglich, wenn er absolut ist. Der Noachmythos sieht hierin den Grund für die Sintflut.

Die Vernichtung der Menschheit mit Ausnahme Noachs und seiner Familie aber ist selbst eine Entscheidung, die irreversibel ist. Angesichts eines Gottes, der Böses mit Tod und Vernichtung vergilt, kann kein Mensch mehr bestehen. Ein Gott, der so in die Geschichte der Menschen eingreift, nimmt dem Menschen seine Freiheit. Der Mensch wird in sich zu einem Zwangwesen, das seine Menschlichkeit verliert. Gott kann also nicht noch einmal in dieser Art in die Welt eingreifen, ohne das der Mensch seine grundlegende Bestimmung zu Verantwortung und Freiheit und damit zum Menschsein verlieren würde. Er muss einen anderen Weg wählen. Und so schließt er mit Noach einen Bund, den die erste Lesung vom ersten Fastensonntag im Lesejahr B vergegenwärtigt:

Nie wieder sollen alle Wesen aus Fleisch vom Wasser der Flut ausgerottet werden; nie wieder soll eine Flut kommen und die Erde verderben. (Genesis 9,11)

Es ist ein einseitiger Bund, ein Bund ohne Gegenleistung. Es ist der Verzicht Gottes auf die Vergeltung um der Vergeltung willen. Das Symbol dieses Bundes ist der Regenbogen:

Und Gott sprach: Das ist das Zeichen des Bundes, den ich stifte zwischen mir und euch und den lebendigen Wesen bei euch für alle kommenden Generationen: Meinen Bogen setze ich in die Wolken, er soll das Bundeszeichen sein zwischen mir und der Erde. (Genesis 9,12f)

Der Regenbogen ist hier mehr als ein buntes beeindruckendes Farbenspiel am Himmel. Er ist ein mächtiges Zeichen. Es ist der hingehängte Kriegsbogen, dessen Kraft nicht mehr gegen die Erde gerichtet ist. Gott selbst legt die Waffe aus der Hand und wandelt sie zu einem Hoffnungszeichen, zu einem Symbol, das Himmel und Erde verbindet.

Freiheit ist ein kostbares Gut. Wer sich selbst zum Sklaven der Vergeltung macht, gibt seine Freiheit auf. Keine Diktatur kann dem Menschen die Freiheit so nehmen, wie die vergeltungssüchtige Selbstversklavung, denn sie nimmt dem Menschen das eigentliche Menschliche: Die innere Freiheit, die niemand von außen nehmen kann.

Deus lo vult (Gott will es so) - so riefen einst die Kreuzfahrer. Allahu akhbar (Gott ist groß) - so brüllen jetzt die Mörder, die das Meer mit Blut tränken wollen. Die Freiheit werden sie nie besiegen, denn sie sind Gefangene des Bösen. Würden sie Gott die Ehre geben - sie würden den Atem Gottes im Nächsten ehren und die Waffen aus der Hand legen. Für jeden aufrechten Gottgläubigen aber gilt es gerade jetzt, Verantwortung zu übernehmen. Um der Freiheit willen dürfen wir ihr nicht ausweichen. Keine Schritt weit!

Ich wünsche Ihnen eine gesegnete Woche,
Ihr Dr. Werner Kleine, PR
Katholische Citykirche Wuppertal

Alle "Wochenworte" finden Sie in unserem Weblog "Kath 2:30":
"Wort zur Woche" auf Kath 2:30

Abendessen - ein Bilderzyklus von Anke Büttner in St. Laurentius • Vernissage am 23.2.2015


In der Fastenzeit 2015, die am Aschermittwoch (18.2.2015) beginnt, zeigt die Katholische Citykirche Wuppertal den Bilderzyklus „Abendessen“ von Anke Büttner in St. Laurentius (am Laurentiusplatz in Wuppertal-Elberfeld). Die Katholische Citykirche Wuppertal lädt zu einer Vernissage anlässlich der Eröffnung der Ausstellung ein. Die Vernissage findet am Montag, dem 23. Februar 2015 um 14.00 Uhr in der Basilika St. Laurentius statt.

Der Bilderzyklus „Abendessen“ besteht aus vier Einzelbildern, die durch verbindende Elemente sowohl ein Ganzbild ergeben, aber auch für sich allein stehen. Der Bilderzyklus nimmt Bezug auf das letzte Abendmahl, das für Katholiken die Einsetzung der Eucharistie bedeutet. Jede Eucharistiefeier ist mehr als bloße Erinnerung; sie vergegenwärtigt dieses letzte Abendmahl, in dem das für das Christentum zentrale Ereignis von Kreuzestod und Auferstehung Jesu Christi gefeiert wird. Im gemeinsamen Mahlhalten ereignet sich die Gemeinschaft der Menschen mit Gott, die die Gemeinschaft der Menschen untereinander begründet, neu. Das Mahl als gemeinschafts-stiftendes Zeichen ist deshalb unaufgebbar; es bildet das Fundament der Kirche selbst.

Anke Büttner interpretiert in ihren Bildern diese Bedeutung des Mahles neu. Das wird schon im Titel deutlich, wenn nicht vom „Abendmahl“, sondern moderner vom „Abendessen“ die Rede ist. Gleichzeitig nimmt Anke Büttner die alte Tradition der Hungertücher auf. In der Tradition der römisch-katholischen Kirche wurden in der Fastenzeit die Altäre mit Hungertüchern verhüllt, um so auch die Augen zum Fasten zu führen. Die Liturgie wurde nur gehört, aber nicht gesehen. Am Karfreitag wurde an der Stelle, in der verkündet wird, dass im Moment des Todes Jesu der Vorhang im Tempel zerriss, das Hungertuch zerrissen, so dass an Ostern die Liturgie auch wieder gesehen wurde. In der Fastenzeit des Folgejahres wurde das Hungertuch dann wieder zusammengenäht und der Altar wieder verhüllt (hierher stammt auch der althochdeutsche Ausdruck „am Hungertuch nagen“ – am Hungertuch nähen).

Haiti, eine Katastrophe?


Fünf Jahre nach dem Erdbeben: ein multimediales Dossier von Øle Schmidet

Wenige Tage nach dem verheerenden Beben ist der Wuppertaler Journalist Øle Schmidt damals für WDR 5 nach Haiti gereist. Nun, fünf Jahre später, ist er in das ärmste Land der westlichen Hemisphäre zurückgekehrt, um Hilfsprojekte von Caritas und Welthungerhilfe zu besuchen. Mitgebracht hat er hoffnungsvolle und tragische Geschichten von Menschen; Einblicke in die Arbeit deutscher Hilfsorganisationen; und Fotos, die von einer der schlimmsten Naturkatastrophe der jüngeren Zeit erzählen. Eine Katastrophe, die eigentlich eine soziale und politische ist. Denn Haitis Niedergang beginnt 500 Jahre vor dem Beben, und gehört zu den Verbrechen, über die bis heute in Europa geschwiegen werden: Die grausame Kolonialisierung Amerikas und der Völkermord, der mit Kolumbus begann.

Zum Dossier ...

Jahr der Orden


Weihbischof Manfred Melzer eröffnet am 22.2.2015 in St. Laurentius das Jahr der Orden. (Foto: Erzbistum Köln)

2015 ist das Jahr der Orden. Aus diesem Anlass hat Sr. Janet Ayim HHCJ, die in der Pfarrgemeinde Herz Jesu in Elberfeld arbeitet, ein Programm fileadmin/Dateien/Downloads/Archiv/Jahr_der_Orden_2015.pdf erarbeitet, das die kirchlichen Orden in vielfältiger Weise erschließt.

Das Jahr der Orden begann im November 2014 und wird noch bis Februar 2016 begangen.

Am Sonntag, dem 22. Februar 2015 wird der Kölner Weihbischof Manfred Melzer das "Jahr der Orden" feierlich mit einer Hl. Messe in St. Laurentius eröffnen. Die Hl. Messe beginnt um 8.30 Uhr.

Im Rahmen dieser Heiligen Messe wird Weihbischof Manfred Melzer außerdem den Padiglione, den Prozessionsschirm, den die Laurentiuskirche als Insignie einer Basilika beherbergt, segnen.

 Programm zum Jahr der Orden in Wuppertal

Kreuz und Quer-Gespräche: Schuld und Sühne neu im Blick


Dr. Werner Kleine spricht am 23.2.2015 bei den "Kreuz und Quer"-Gespräch in Wuppertal-Vohwinkel. (Foto: Christoph Schönbach)

Schuld und Sühne – ein neuer Blick auf ein altes Thema im Alten Testament
Mo., 23.02., um 19:30 Uhr
Gemeindezentrum Gräfrather Str. 15
Pastoralreferent Dr. Werner Kleine

Schuld und Sühne sind ein altes Thema. Die traditionelle Interpretation der sog. Sündenfallerzählung aus Genesis 3 beeinflusst die Wahrnehmung des Themas bis heute. In der Regel wird hier die sog. "Erbsünde" verortet. Dabei handelt es sich bei der Erzählung eigentlich um einen Mythos, der die menschliche Fähigkeit zur Schuld als Vorgang des Erwachsenwerdens des Menschen versteht. Nur der Mensch, der zur Schuld fähig ist, ist mündig. Ein solcher Mensch kann und muss sein Leben in Freiheit und Verantwortung leben. Dabei gilt die Zusage Gottes, den Menschen trotz der Schuld nicht fallen zu lassen. Gerade hierin liegt die (erlösende) Botschaft des Christentums. Ein Mensch, der danach trachtet, ein schuldfreies Leben zu führen, geht an seinem Menschsein vorbei. Schuld und Verantwortung - beide Themen führen zur Frage nach der Gerechtigkeit. Auch hier hat das Christentum wegweisende Antworten, denn bei aller Notwendigkeit des Schuldigwerdens bleibt der Mensch für sein Handeln verantwortlich. Dr. Werner Kleine erschließt das Thema aus einer neuen Perspektive.

text: sandig/ör-wj

Katholische Citykirche vor Ort


Kath. Citykirche vor Ort

Am Mittwoch, dem 25. Februar 2015 ist die Katholische Citykirche vor Ort. Entsprechendes Wetter vorausgesetzt wird der Stand der Katholischen Citykirche Wuppertal voraussichtlich in der Zeit von 11.00-15.00 Uhr auf dem Kerstenplatz in Wuppertal-Elberfeld zu finden sein.

Ökumenischer Erinnerungsgottesdienst im HELIOS – Klinikum Barmen


Am Freitag, dem 27. Februar 2015, laden die Seelsorger der Helios-Klinik zu einem ökumenischen Erinnerungsgottesdienst um 18.00 Uhr ins Helios Klinikum Wuppertal-Barmen, Kirche im Klinikum, Haus B 4 am Wandelgang, Heusner Str. 40, 42283 Wuppertal, ein.
Der Gottesdienst bietet für Angehörige und Freunde der im Krankenhaus Verstorbenen und für Mitarbeitende die Möglichkeit der Erinnerung, des Gebets und des Trostes.
Im Anschluss an den Gottesdienst ist Gelegenheit zu persönlichem Gespräch.
Der Gottesdienst wird von der evangelischen und katholischen Krankenhausseelsorge am HELIOS Klinikum Barmen getragen.

Dem Hl. Judas Thaddäus zur Ehre • Wallfahrt zum Patron der Hoffnungslosen am 28.2.2015


Der Hl. Judas Thaddäus wird an jedem 28. eines Monats in St. Marien in Wuppertal-Elberfeld geehrt.

Der Hl. Judas Thaddäus gehört zu den fast vergessenen Aposteln. Er ist der Patron der Hoffnungslosen und Vergessenen. Sein Gedenktag ist der 28. Oktober.

Ihm zu Ehren versammeln sich schon seit langem in Mexiko-Stadt viele, die am Rande der Gesellschaft stehen oder hoffnunglos sind, an jedem 28. eines Monats, um ihn als starken Fürsprecher anzurufen. Zusammen mit dem Sozialdienst kath. Frauen (SkF) e.V. Wuppertal, dem Caritasverband Wuppertal/Solingen, der Notfallseelsorge Wuppertal und der Seelsorge für Obdachlose, Prostituierte und Drogenabhänge lädt die Katholische Citykirche Wuppertal alle, die hoffnungslos sind oder am Rand der Gesellschaft stehen an jedem 28. Tag eines Monats nach St. Marien in Wuppertal-Elberfeld (Wortmannstr./Ecke Hardtstr.) von 12-14 Uhr ein, um den Hl. Judas Thaddäus um Beistand und Fürsprache zu bitten. Neben einem kurzen Gottesdienst and der Judas-Thaddhäus-Statue (13 Uhr) gibt es auch Gelegenheit, bei einem Mittagessen ins Gespräch zu kommen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Jede und jeder ist willkommen!

Die nächste Wallfahrt findet am Samstag, dem 28. Februar 2015 von 12-14 Uhr in St. Marien (Wortmannstr. 2 in Wuppertal-Elberfeld) statt. Um 13 Uhr wird bei der Judas-Thaddäus-Statue eine Kurzandacht gehalten.

Das Projekt wird von der Metzgerei Kaufmann unterstützt.

Kreuzweg der Arbeit


Mystagogische Kirchenführungen in Wuppertal


Mystagogische Kirchenführung in Wuppertal (Foto: Christoph Schönbach)

Die nächste Kirchenführung der besonderen Art (mystagogische Kirchenführung) findet am  Dienstag, dem 3. März 2015 um 18.00 Uhr in St. Laurentius (am Laurentiusplatz in Wuppertal-Elberfeld) statt.

Im Unterschied zu herkömmlichen Kirchenführungen, die eher kunst- oder architekturgeschichtlich orientiert sind, möchte die mystagogische Kirchenführung den Kirchenraum als Kultraum erschließen. Kirchen sind nicht bloß Versammlungsstätten, sie sind auch Stein gewordene Glaubenszeugnisse ihrer Zeit. Das Entdecken dieser spirituellen und mystischen Dimension des Raumes und seiner „kultischen Funktion“ steht im Mittelpunkt der mystagogischen Kirchenführung. Dabei werden vor allem zentrale Orte der katholischen Liturgie (Eingang, Taufbecken, Ambo, Altar, Tabernakel) aufgesucht und und in ihrer rituellen Bedeutung erschlossen. Die mystagogische Kirchenführung wird dabei selbst gewissermaßen zu einer Liturgie. Zur mystagogischen Kirchenführung gehören daher auch kleine, von den Teilnehmern selbst vollzogene Riten wie etwa eine Weihrauchspende oder das Schmecken von Manna.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Kirchenführung dauert etwa 60 Minuten.

Weitere Informationen unter www.mystagogische-kirchenfuehrung.de.

ansprechBAR - die offene Sprechstunde der Katholischen Citykirche Wuppertal • 4.3.2015 • Kaffee Engel


Die nächste offene Sprechstunde der Katholischen Citykirche Wuppertal findet am Mittwoch, dem 4. März 2015, von 13.00-14.00 Uhr Uhr im Kaffee Engel (Friedrich-Ebert-Str. 13 in Wuppertal-Elberfeld) statt. Als Mitarbeiter der Katholischen Citykirche Wuppertal steht dann Dipl. theol. Katharina Nowak zum Gespräch über Gott und die Welt, aber auch für kritische Fragen zur Verfügung.

Glaubensinformation: Sakramente im Leben der Kirche II - Buße und Krankensalbung


Die Katholische Citykirche Wuppertal lädt am Mittwoch, dem 4. März 2015 um 19.30 Uhr im Katholischen Stadthaus (Laurentiusstr. 7, Wuppertal-Elberfeld, 1. Etage) zur „Glaubensinformation in Wuppertal“ ein. Das Thema lautet: „Sakramente im Leben der Kirche II – Buße und Krankensalbung“.

Sakramente sind symbolische Handlungen, die in existentiellen Situation das Heilshandeln Gottes vergegenwärtigen. Die katholische Kirche kennt sieben Sakramente, die im biblisch belegten Willen Gottes begründet sind. In den sakramentalen Zeichenhandlungen erfährt der Mensch auf unmittelbare und symbolische Weise die Zusage der Nähe Gottes.
Buße (auch „Sakrament der Versöhnung“ genannt) und Krankensalbung werden in diesem Zusammenhang auch als Sakramente der Heilung und Tröstung bezeichnet. Gerade in krisenhaften Lebenssituationen, die von Schuld oder einer das leben bedrohenden Krankheit gezeichnet sind, sprechen die beiden Sakramente die Nähe Gottes in Wort und Tat zu. Es sind intensive Sakramente, die die gebrochene Existenz des Menschen ernst nehmen und gerade darin ein Hoffnungszeichen aufrichten.

Pastoralreferent Dr. Werner Kleine wird an dem Abend die allgemeine Bedeutung der Sakramente erschließen und von hierher die Sakramente der Versöhnung (Buße) und der Krankensalbung in den Blick nehmen.

Weitere Informationen zur Reihe "Glaubensinformation"

Sprechstunde für wiederverheiratet Geschiedene


Die KGI Fides-Stelle Wuppertal (Kath. Wiedereintrittstelle) lädt zu einer Sprechstunde für wiederverheiratet Geschiedene ein. Die Sprechstunde findet am Donnerstag, dem 5. März 2015 um 14.30 Uhr im Katholischen Stadthaus (Laurentiusstr. 7, 42103 Wuppertal-Elberfeld, 1. Etage) statt.

In der Sprechstunde steht Pastoralreferent Dr. Werner Kleine (Referent in der KGI Fides-Stelle Wuppertal) als Gesprächspartner zur Verfügung. Er ist während der Sprechstunde auch telefonisch unter 0202-42969675 zu erreichen.

Einweihung des neuen Gräberfeldes für die Sternenkinder Wuppertals


Am Freitag, dem 6. März 2015 wird das neue Gräberfeld für die Sternenkinder Wuppertals feierlich eröffnet und eingeweiht. Die Einweihung übernimmt Herr Weihbischof Dr. Dominik Schwaderlapp um 14.00 Uhr auf dem Friedhof Schützenstraße.

Das Gräberfeld wurde dem Verein der Sternenkinderambulanz von der Pfarrei St. Antonius kostenfrei zur Verfügung gestellt und von einer Künstlerin aus dem Oberbergischen gestaltet. Ermöglicht wurde die Gestal-tung des Gräberfeldes durch zahlreiche Sponsoren. Nachdem das alte Gräberfeld voll belegt war, haben die betroffenen Eltern und Angehörigen einen neuen würdigen Ort bekommen, wo ihre Kinder bestattet und betrauert werden können.

So, 26. Januar 2020 - Sa, 08. Februar 2020

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Disziplin

Um das Herz gezielt auf etwas auszurichten, bedarf es nicht nur eines ehrlichen Wollens, sondern auch einer festen Entschlossenheit. Disziplin gehört wesentlich zur Jüngerschaft. Die Übung geistlicher Disziplin schärft unser Wahrnehmungsvermögen für die leise, sanfte Stimme Gottes.

Jesus hörte ständig auf den Vater, achtete ständig aufmerksam auf seine Stimme, war ständig bereit, seinen Weisungen zu folgen. Jesus war „ganz Ohr“. Darin besteht das Eigentliche des Gebets: ganz Ohr für Gott zu sein. Den innersten Kern allen Betens stellt dieses Hören dar, dieses gehorsame Stehen in der Gegenwart Gottes.
(Henri Nouwen)

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