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Katholische Citykirche Wuppertal

Das Wort zur Woche (19. Februar 2017 - 7. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr A)

Dr. Werner Kleine
Dr. Werner Kleine, PR

Spiegelungen

Liebe Leserinnen und Leser,

Selfie – die Zeitgenossen im zweiten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts werden Zeugen der Erschaffung einer neuen Instanz der menschlichen Psyche. Über-Ich, Ich, Es – das alles scheint in den Hintergrund zu rücken angesichts der Macht, das Selfie selbst zu konstruieren. Dabei stört es wenig, dass „Selfie“ linguistisch ein Diminutiv ist – also eine Verkleinerung des Selbst einschließt. Das selbstgemachte und erfundene Ich, das „Selfie“, ist bestenfalls niedlich, selbst wenn Coolness suggeriert werden soll. Das „Selfie“ offenbart nur zu schnell, dass die konstruierte Fassade nur mühsam das wahre Ich zu verschleiern vermag. Auch hier gilt: Hinter der Maske verbirgt sich das wahre Gesicht. Bleibt nur zu fragen, warum das wahre Gesicht sich eine Maske erschafft ... Ist das Selbstbewusstsein tatsächlich so klein, dass es sich selbst hinter einem „Selfie“ verstecken kann?

Das Selfie soll etwas darstellen. Es ist eine tönerne Maske, in sich und an sich hohl – ein selbstreferentielles Spiegelbild eines identitären Konjunktivs: So könnte man sein, wenn es nur so wäre. Aber klingt hinter diese Maske wirklich eine Persönlichkeit?

„Person“ – dieses umgangssprachlich mehr als geläufige Wort hat seinen Ursprung im lateinischen „personare“, das soviel wie „hindurchsprechen“ heißt. Von diesem etymologischen Ursprung her bezeichnete „persona“ zuerst die Maske, durch die ein Schauspieler sprach. Die Maske an sich war tot. Um „persona“ zu werden, bedurfte sie des sprechenden Schauspielers, der ihr Leben verlieh. Von hierher bezeichnet auch die moderne Verwendung des Begriffs „Person“ die Identität eines Menschen, die aus Leib und Seele (griechisch: ψυχή – gesprochen: psyché) besteht. Der Leib verleiht der Psyche gestellt, gibt ihr Möglichkeit zum Ausdruck. Ohne Leib wäre die Psyche ebenso gestalt- wie der Leib ohne die Psyche leblos.

Leib und Seele bilden derart eine Einheit, dass sich die seelischen Zustände eines Menschen im Leib Ausdruck verschaffen. Umgekehrt wirken leibliche Einflüsse auf die seelischen Zustände eines Menschen ein. Leib und Seele sind nicht zu trennen. Was den Menschen im Innersten bewegt, bestimmt seine äußere Existenz.

Während der Leib also Spiegel der inneren Psyche ist, sind Selfies bloß äußere Konstrukte, die nicht selten mit großem Aufwand vor Spiegeln oder den als Spiegeln fungierenden Frontlinsen internettauglicher Smartphones entstehen. Der Sinn des Selfies besteht darin, anderen das selbstkonstruierte Spiegelbild zu zeigen. Die aufgesetzte Maske, das gestellte Lächeln, die Finger zum V gespreizt mit Kussmund im kalten Schein der Smartphone-LED – so wird das Selfie auf Instagram, Snapchat und Facebook, das eben nicht ohne Grund „Face“-Book heißt, hochgeladen. Die Generation der Gegenwart feiert das selbstgemachte Ich, den Schein eines gemachten Selbst, das als gefühltes Selbst verkauft wird, aber doch nur eine sprachlose Maske ist, denn Selfies sind stumme Zeugen, denen man, weil sie letztlich merkwürdig ausdruckslose Inszenierungen sind, auch nicht wirklich widersprechen kann.

Wie weiland Narziss sein eigenes Spiegelbild nicht lassen konnte, weil er sich in sich selbst verliebt hatte, bedarf auch das Selfie der steten Neuinszenierung. Wahre Selfie-Battles entbrennen, weil noch hipper, cooler und selfer sein muss als die anderen. Wer aber dem Befehl folgt, endlich individuell zu sein, hat die Individualität schon längst verloren. Gemachte Authentizität ist eben keine Authentizität. Und wo nichts klingt, entsteht auch keine Persönlichkeit. Ist da etwas hinter der Maske, das sich durch die Schichten von Kosmetik, Eyelinern und gezupften Augenbrauen – Produkten und Strategien, denen die Frauen und Männer der Moderne gleichermaßen huldigen – hindurch Ausdruck verschaffen kann?

Persönlichkeit entsteht, wenn das Äußeren von innen her mit Leben gefüllt wird. Persönlichkeit ist, wenn das Innere mit dem Äußeren eins wird, wenn Leib und Seele sich vermählen. Den Leib sucht sich niemand aus. Es ist der, den man hat. Er ist vorgegeben. Auch wenn die moderne Medizin viel hier viel vermag: Heute kann man sein Äußeres fast nach Katalog gestalten, ja sogar seine geschlechtliche Identität verändern. Das alles bleibt ebenso nicht ohne Konsequenzen auf die innere Befindlichkeit eines Menschen wie die Tatsache, dass das innere Empfinden, in einem falschen Körper gefangen zu sein, den Menschen zu sich selbst finden lässt. Die Person kommt erst da zu sich selbst, wo Leib und Seele zueinander finden.

Nicht ohne Grund wird deshalb dem Leib in der christlichen Tradition mit hoher Wertschätzung begegnet. Leib (griechisch σῶμα – gesprochen: sôma) ist dabei mehr als bloß die materiell-körperliche Dimension des Menschlichen, die zumindest die neutestamentlichen Autoren eher als σάρξ (gesprochen: sárx, wörtlich: Fleisch) bezeichnen würden. Der Leib als Spiegel der Seele – jene psycho-somatische Einheit – ist ein wertvolles Gut, das geschützt, gehegt und gepflegt werden muss. Der Leib ist daher ebenso Vor- wie Aufgabe.

Was aber gibt dem Leib Gestalt? Für Paulus ist es Gottes Geist selbst, wenn er die Korinther in der zweiten Lesung vom 7. Sonntag im Jahreskreis des Lesejahres A fragt:

Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt? Wer den Tempel Gottes verdirbt, den wird Gott verderben. Denn Gottes Tempel ist heilig, und der seid ihr. (1 Korinther 3,16f)

Die Frage des Paulus beinhaltet einen Paradigmenwechsel. Als Tempel Gottes stand eigentlich in Jerusalem. Hier war der eigentliche und wahre Ort nicht nur der Gottesverehrung, sondern auch des Sühnekultes. Er war der Ort, an dem die Herrlichkeit Gottes gegenwärtig war. Was für Juden bis auf den heutigen Tag eine Selbstverständlichkeit ist, die sich alleine schon darin ausdrückt, dass die Synagogen in ihrer Hauptgebetsrichtung – markiert durch den Thora-Schrein – auf den Tempelberg in Jerusalem ausgerichtet sind, war auch für die ersten, die in der Jerusalemer Urgemeinde die Auferstehung des am Kreuz Gestorbenen bezeugten, noch eine unzweifelhafte Tatsache. Nicht ohne Grund heißt es deshalb in der Apostelgeschichte:

Alle, die gläubig geworden waren, bildeten eine Gemeinschaft und hatten alles gemeinsam. Sie verkauften Hab und Gut und gaben davon allen, jedem so viel, wie er nötig hatte. Tag für Tag verharrten sie einmütig im Tempel, brachen in ihren Häusern das Brot und hielten miteinander Mahl in Freude und Einfalt des Herzens. (Apostelgeschichte 2,44-46)

Erst in Antiochien, jenem zweiten wichtigen Zentrum der frühen Kirche, wo sich die, die an den vom Kreuzestod Auferstandenen glaubten, zum ersten Mal Christen nannten (vgl. Apostelgeschichte 11,26), kommt es zu einer Neubesinnung. Ausgangspunkt war für die antiochenischen Theologen wohl das Paradox der Auferstehung vom Kreuzestod. Der Kreuzestod galt ja als Ausweis der Gottverlassenheit (vgl. Deuteronomium 21,22f), die Auferstehung hingegen kann allein durch Gott gewirkt sein, der als Weltenschöpfer allein die Macht hat, Leben aus Tod zu erschaffen. Die Lösung sahen bereits die antiochenischen Theologen wohl in der Erkenntnis, dass Gott in Jesus gegenwärtig war. Die Frage, in welcher Weise die Gegenwart Gottes sich in Jesus ereignete, sollte die Theologie erst in den großen ökumenischen Konzilien von Nicäa (325 n. Chr.) und Konstantinopel (381 n. Chr.) klären. Für die frühen Christen gerad ein Antiochia aber stand fest, dass Gott in dem Menschen Jesus gegenwärtig war. Wenn aber dieser Sohn Gottes den Tod erleidet, der nach der Thora ein Fluchtod war, dann doch von Gott erweckt wird, dann konnte das nur bedeuten, dass die Thora in einem neuen Licht gelesen werden musste. Offenkundig bedeutet die Auferstehung des Gekreuzigten, dass nicht allein das äußerliche Befolgen der Thora gerecht machte; im Gegenteil: Gott will das Heil aller Menschen. Und wenn Gott in dem Einen gegenwärtig war, bedeutet das nicht auch, dass Gott in den Menschen selbst Wohnsitz nimmt? Bedeutet die Einhauchung des göttlichen Atems in den Adam (vgl. Genesis 2,7), durch die dieser zum Leben kommt, nicht, dass Gottes Atem allem, was atmet, Leben gibt? Ist es aber der Atem Gottes, der Leben gibt, dann wohnt Gott doch selbst im Menschen. Hier liegt vielleicht der tiefere Sinn der Worte in den Evangelien, in denen es vom Sterbemoment Jesu heißt:

Dann hauchte er seinen Geist aus. (Markus 15,37parr)

Das griechische Wort für die Geistaushauchung lautet: ἐξέπνευσεν (gesprochen: exépneusen). Es beinhaltet das Wort πνεῦμα (gesprochen: pneûma), mit dem Paulus in 1 Korinther 3,16 auch den Geist Gottes (τὸ πνεῦμα τοῦ θεοῦ - gesprochen: tò pneûma toû theoû) bezeichnet. Es scheint fast so, als ginge mit der Aushauchung des Geistes am Kreuz die Neuschöpfung der Welt einher. So wie Gott seinen Geist aus- und dem Adam einhaucht, so haucht Jesus am Kreuz seinen Geist aus, um ihn der Welt neu einzuhauchen. Nicht umsonst wird dieses Bild im Johannesevangelium sogar plastisch entfaltet, wenn der Auferstandene dort den Jüngern den Atem tatsächlich einbläst:

Jesus sagte noch einmal zu ihnen: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. Nachdem er das gesagt hatte, hauchte er sie an und sprach zu ihnen: Empfangt den Heiligen Geist! (Johannes 20,21f)

Von hierher lässt sich unmittelbar der tiefere Sinn der paulinischen Worte erkennen. In seinem Atem hat Gott selbst Wohnsitz im Menschen genommen. Und das ist sogar leiblich sinnfällig. Nicht der Mensch atmet, Gott atmet in ihm. Deshalb atmet nicht der Mensch willkürlich. Er atmet ohne eigene Zutun. Er kann den Atem willkürlich auch nur bedingt unterdrücken. Es ist der Wille Gottes, der in ihm Atmet. Gott ist in ihm zu Gast, dessen altdeutsche Entsprechung im der heutigen Sprache von „Geist“ noch mitschwingt. Gott wohnt im Menschen, er ist der hospes animae, der Gast der Seele, jener Psyche, die dem Leib Leben gibt. Deshalb wird der Mensch für die Antiochener und mit ihnen auch für Paulus zum Tempel Gottes.

Das ist eine ungeheure Aufwertung des menschlichen Leibes, die Konsequenzen hat. Denn wo der Leib selbst zum Tempel Gottes wird, da ist es unerträglich, wenn andere Tempel Gottes leiden. Von hierher erklärt sich nicht nur die Motivation der Christen, gerade den Kranken und Sterbenden beizustehen (der Begriff „Hospiz“ offenbart ohne Mühe den Zusammenhang mit dem Geist als „hospes animae“); auch der tiefere Sinn der paulinischen Mahnung wird deutlich:

Wer den Tempel Gottes verdirbt, den wird Gott verderben. (1 Korinther 3,17)

Dass Paulus hier nicht nur auf die Gefahr abhebt, anderen Schaden zuzufügen, wird in der Fortführung deutlich:

Keiner täusche sich selbst. Wenn einer unter euch meint, er sei weise in dieser Welt, dann werde er töricht, um weise zu werden. Denn die Weisheit dieser Welt ist Torheit vor Gott. In der Schrift steht nämlich: Er fängt die Weisen in ihrer eigenen List. Und an einer anderen Stelle: Der Herr kennt die Gedanken der Weisen; er weiß, sie sind nichtig. (1 Korinther 3,18-20)

Die große Gefahr ist die der Selbsttäuschung, jenes Seelenselfie, das vorgibt, anders zu sein, als man ist. Denn es ist ja Gott, der im Menschen atmet, der im Leib des Menschen Wohnsitz nimmt, ihm Leben und Gestalt gibt und Persönlichkeit verleiht. Wo der Mensch aber sein eigenes Selfie schafft, macht er nur seine eigene Torheit offenbar. Ein solcher Mensch hat nicht verstanden, dass er an sich schon jemand ist, würdig, den Geist Gottes zu tragen. Wo er Person sein könnte, macht er sich zum Selfie klein.

Für diese Selbstdemütigung gibt es nur eine Therapie, die Gott dem Mose in der ersten Lesung vom 7. Sonntag im Jahreskreis des Lesejahres A offenbart:

Rede zur ganzen Gemeinde der Israeliten, und sag zu ihnen: Seid heilig, denn ich, der Herr, euer Gott, bin heilig. (Leviticus 19,2)

Die Heiligkeit der Israeliten ergibt sich aus der Heiligkeit Gottes. Er ist mit ihnen, bei ihnen, in ihnen. Von hierher ergibt sich auch der tiefere Sinn des Gebotes der Nächstenliebe am Ende der ersten Lesung:

Du sollst deinen Nächsten Lieben wie dich selbst. Ich bin der Herr. (Leviticus 19,18)

Es weist nämlich den Blick vom Selbst auf den Nächsten. Die irrtümliche Annahme, man müsse sich erst selbst lieben, um den Nächsten lieben zu können, konterkariert der Zusatz

Ich bin der Herr. (Leviticus 19,18)

Er erinnert ja an den Satz vom Anfang der Lesung, dass die Israeliten heilig sind, weil Gott heilig ist. Das Selbst wird durch Gott groß. Wer da noch ein Selbst sucht, dass er erst lieben muss, hat nicht verstanden, dass Gott längst in ihm wohnt. Wer sein Selbst erst lieben muss, versucht sich ein Selbst zu machen, dass es nicht ist. Daher mahnt das Gebot der Nächstenliebe, die Selbstliebe zu durchbrechen auf den Nächsten hin, der immer auch physisch der Nächste ist. Der, der am nächsten des eigenen Weges steht, sitzt, kniet oder liegt ist eben auch ein Tempel Gottes. Geht es ihm schlecht, geht nicht an ihm vorbei. Es ist nicht Recht, das ein Tempel Gottes verdirbt.

So wird das Verhalten der Menschen zum Spiegel der eigenen Seele. Machst Du Selfies oder handelst Du als Person? Suchst Du ein kleines Ich oder erkennt Du, wer Dir Leben gibt? Willst Du etwas gelten oder bist Du jemand? Erkenne Dich selbst und Du wirst verstehen, was Jesus am Ende des Evangeliums vom 7. Sonntag im Jahreskreis des Lesejahres A sagt:

Ihr sollt also vollkommen sein, wie es auch euer himmlischer Vater ist. (Matthäus 5,48)

Es ist der Vater, dessen Geist den Menschen einwohnt. Erkennt daher, dass Gott euch nicht nur im Anderen, sei er Nächster, sei er Feind, begegnet; dem Nächsten und dem Feind begegnet Gott auch in Dir. Sei deshalb Person, Klangkörper Gottes, Spiegel seiner Liebe in der Welt.

Ich wünsche Ihnen eine gesegnete Woche,
Ihr Dr. Werner Kleine, PR
Katholische Citykirche Wuppertal

Alle "Wochenworte" finden Sie in unserem Weblog "Kath 2:30":
"Wort zur Woche" auf Kath 2:30

Katholische Citykirche vor Ort


Kath. Citykirche auf der Alten Freiheit (Foto: W. Kleine)

Am Mittwoch, dem 22. Februar 2017 ist die Katholische Citykirche vor Ort. Entsprechendes Wetter vorausgesetzt wird der Stand der Katholischen Citykirche Wuppertal voraussichtlich in der Zeit von 12.00-14.00 Uhr auf dem Johannes-Rau-Platz in Wuppertal-Barmen stehen.

Alles nur symbolisch? Eine Einführung in die Eucharistiefeier • Glaubensinformation in Wuppertal


Im Rahmen der Reihe „Glaubensinformation“ lädt die Katholische Citykirche Wuppertal zu einem Abend mit dem Thema „Alles nur symbolisch? Eine Einführung in die Eucharistiefeier“ ein.

Das Zweite Vatikanische Konzil bezeichnet die Eucharistiefeier als Quelle und Höhepunkt des kirchlichen Lebens. In der Eucharistiefeier vollzieht sich die Vergegenwärtigung von Kreuzestod und Auferstehung Jesu Christi. Brot und Wein werden nach römisch-katholischer Lehre dabei zu Leib und Blut Jesu Christ selbst. Ist das nur symbolisch zu verstehen? Was sind Symbole überhaupt? Und wie hat sich die liturgische Gestalt der Eucharistiefeier bis heute entwickelt, in der sich die Vergegenwärtigung Jesu Christi im Wort und den eucharistischen Gaben von Brot und Wein vollzieht? Pastoralreferent Dr. Werner Kleine geht diesen Fragen am Mittwoch, dem 22. Februar 2017 von 19.00-20.30 Uhr im Katholischen Stadthaus (Laurentiusstr. 7 – am Laurentiusplatz in Wuppertal-Elberfeld – 1. Etage) nach.

Weitere Informationen zur Reihe "Glaubensinformation"

Dialog für Kirchenkritiker und Zweifler • 23.2.2017


Die KGI-Fides-Stelle Wuppertal lädt am Donnerstag, dem 23. Februar 2017 um 13.00 Uhr wieder zum Dialog für Kirchenkritiker und Zweifler in das Katholische Stadthaus (Laurentiusstr. 7 in Wuppertal-Elberfeld, 1. Etage) ein.

Mittagsmusik • Heitere Orgelmusik zum Schmunzeln


ex oriente lux - eine Fotoausstellung im Berliner Plätzchen (Wuppertal-Oberbarmen)


Vom 5.-26. Februar 2017 findet im Berliner Plätzchen (Berliner Str. 173) die Fotoausstellung "ex oriente lux" statt. Gezeigt werden vor allem Bilder, die im Rahmen eines Wettbewerbes eingesendet worden sind. Die Vernissage zur Fotoausstellung ist am 5. Februar 2017 um 16 Uhr bei Wein und Wasser und Gespräch.

Das Berliner Plätzchen ist eine citypastorale Einrichtung der katholischen Pfarrgemeinde St. Johann Baptist, die von der Katholischen Citykirche Wuppertal unterstützt wird.

Dem Hl. Judas Thaddäus zur Ehre • Wallfahrt zum Patron der Hoffnungslosen am 28.1.2017


Der Hl. Judas Thaddäus wird an jedem 28. eines Monats in St. Marien in Wuppertal-Elberfeld geehrt.

Der Hl. Judas Thaddäus gehört zu den fast vergessenen Aposteln. Er ist der Patron der Hoffnungslosen und Vergessenen. Sein Gedenktag ist der 28. Oktober.

Ihm zu Ehren versammeln sich schon seit langem in Mexiko-Stadt viele, die am Rande der Gesellschaft stehen oder hoffnunglos sind, an jedem 28. eines Monats, um ihn als starken Fürsprecher anzurufen. Zusammen mit dem Sozialdienst kath. Frauen (SkF) e.V. Wuppertal, dem Caritasverband Wuppertal/Solingen, der Notfallseelsorge Wuppertal und der Seelsorge für Obdachlose, Prostituierte und Drogenabhänge lädt die Katholische Citykirche Wuppertal alle, die hoffnungslos sind oder am Rand der Gesellschaft stehen an jedem 28. Tag eines Monats nach St. Marien in Wuppertal-Elberfeld (Wortmannstr./Ecke Hardtstr.) von 12-14 Uhr ein, um den Hl. Judas Thaddäus um Beistand und Fürsprache zu bitten. Neben einem kurzen Gottesdienst and der Judas-Thaddhäus-Statue (13 Uhr) gibt es auch Gelegenheit, bei einem Mittagessen ins Gespräch zu kommen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Jede und jeder ist willkommen!

Die nächste Wallfahrt findet am Samstag, dem 28. Januar 2017 von 12-14 Uhr in St. Marien (Wortmannstr. 2 in Wuppertal-Elberfeld) statt. Um 13 Uhr wird bei der Judas-Thaddäus-Statue in der Marienkirche eine Kurzandacht gehalten.

Das Projekt wird von der Metzgerei Kaufmann unterstützt.

Aschenkreuz to go


Mahnung und Segen zugleich: Das Ascherkeuz (Foto: Jennifer Balaska - gemeinfrei)

Katholische Citykirche Wuppertal macht am Berliner Plätzchen auf eine alte Tradition aufmerksam

Mit dem Aschermittwoch beginnt für Christinnen und Christen alljährlich die 40tägige österliche Bußzeit, die der Volksmund als „Fastenzeit“ bezeichnet. In der römisch-katholischen Tradition wird die österliche Bußzeit durch zwei Fast- und Abstinenztage (Aschermittwoch und Karfreitag) gerahmt, die Zeit dazwischen dient in besonderer Weise der Vorbereitung auf das höchste Fest des Kirchenjahres, dem sogenannten „Triduum Paschale“: An drei Tagen von Gründonnerstag bis zur Osternacht werden Tod und Auferstehung Jesu Christi gefeiert, die das innere Fundament des christlichen Glaubens bilden.

Traditionell wird in den römisch-katholischen Kirchen am Aschermittwoch das Aschenkreuz ausgeteilt. Dazu wird entweder Asche auf das Haupt der Glaubenden gestreut oder die Stirne mit einem Kreuz aus Asche bezeichnet. Dazu wird der Satz gesprochen: „Bedenke Mensch, dass du Staub bis und wieder zum Staub zurückkehren wirst.“ Die Asche selbst erinnert an die Vergänglichkeit des Menschen. Gerade von der Vergänglichkeit her wird der wahre Wert des Lebens erst sichtbar. Jeder Mensch und jedes Menschen Leben ist einzigartig. Das Aschenkreuz zu empfangen ist daher sicher ein Zeichen persönlicher Demut aber auch der Zusage an den Wert des Lebens. Es wird von hierher zu einem Segenszeichen.

Die Katholische Citykirche Wuppertal macht am diesjährigen Aschermittwoch mit einer besonderen Aktion auf diese alte Tradition aufmerksam. Pastoralreferent Dr. Werner Kleine wird am Mittwoch, dem 1. März 2017 (Aschermittwoch) von 11.45 bis 14.00 Uhr am Berliner Plätzchen (Berliner Str. 173/Ecke Langobardenstr. in Wuppertal-Oberbarmen) sein. Um 12 Uhr wird eine kurze Andacht zum Aschermittwoch gehalten. Danach besteht die Gelegenheit im bzw. am Berliner Plätzchen das Aschekreuz und den damit verbundenen Zuspruch, der Mahnung und Segen zugleich ist, zu empfangen. Um 12.30 Uhr, 13.00 Uhr und 13.30 Uhr wird Pastoralreferent Dr. Kleine auch über den Markt am Berliner Platz gehen und dort auf Wunsch das Aschekreuz austeilen.

Mo, 22. April 2019 - So, 05. Mai 2019

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Erziehung

Was hat Jesus eigentlich getan? Er hat nichts geschrieben, gar nichts. Erziehung geschieht nicht durch das geschriebene Wort. Er war wie ein Lehrer, der sagt: Hört einmal! Ich werde euch keine Fragen stellen, aber ich werde Tag und Nacht ununterbrochen bei euch sein.
Sobald wir erkennen, was das Zusammenleben, das gemeinsame Leben, zu dem wir verpflichtet sind, erfordert, finden wir praktisch alle Normen der göttlichen Erziehung wieder. Alles im Leben ist eine Sache des Dabeiseins, auf den Alltag kommt es an.

(Jean Steinmann)

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