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Katholische Citykirche Wuppertal

Das Wort zur Woche (14. Mai 2017 - 5. Sonntag der Osterzeit, Lesejahr A)

Dr. Werner Kleine
Katharina Nowak

10 Thesen zur menschlichen Leitkultur – Teil 1

Liebe Leserinnen und Leser,

10 Thesen zur deutschen Leitkultur wurden uns vorige Woche von unserem Bundesinnenminister vorgelegt. Ganz neu ist diese Idee nicht, deshalb lohnt es sich, die frühesten 10 Thesen für ein gelingendes Miteinander, eine Leitkultur, und zwar nicht nur deutsche, sondern alle Menschen betreffende, in den Blick zu nehmen: die 10 Gebote. Diese sind zwar schon „alt“, haben aber an Aktualität nichts verloren, wenn wir sie in unsere heutige Lebensrealität übersetzen.

In dieser Woche geht der Blick zunächst auf die ersten beiden Gebote, die direkt Gott betreffen und dabei ist: 

Ich bin der Herr, dein Gott. Du sollst keine Götter neben mir haben.

das erste der Gebote. Schnell sagen wir vielleicht: habe ich nicht, ich glaube an den dreieinen Gott, mehr Götter habe ich nicht. Und haken dieses Gebot damit ab. Bei genauerer Betrachtung stellt sich aber dann doch die Frage: welche Priorität hat Gott denn in meinem Leben? Wenn ich ihm als Schöpfer allen Lebens auch meine Existenz verdanke, müsste er dann nicht unangefochten auf Platz eins stehen? Und müsste es nicht mein Bestreben sein, Gott diesen Raum in meinem Leben auch tatsächlich zu geben?

Im heutigen Evangelium heißt es von Gott, von Christus, er sei 

„DER Weg, DIE Wahrheit und DAS Leben“.  (Joh 14,6)

Und eben nicht EIN Weg, EINE Wahrheit und EIN Leben. Das müssen wir uns immer wieder bewusstmachen. Und vielleicht nicht nur in unserem eigenen Leben Gott spürbar werden lassen, sondern dies auch für unsere Mitmenschen erlebbar zu machen, und ein deutliches Signal gegen den heutigen Trend, der „Discounter-Religiosität“ zu setzen, in der wir uns im Supermarkt der Religionen selber etwas zurecht stricken. Gott ja, aber vielleicht doch auch was mit Heilsteinen? So ganz abwegig ist das ja auch mit der Wiedergeburt nicht, aber Jesus und Maria sind da in jedem Fall auch auf hohen Stufen durch ihr positives Karma… So geht es nicht, wenn wir Gott und seinem Anspruch, den das erste der zehn Gebote formuliert, gerecht werden wollen. Dann müssen wir uns schon uneingeschränkt zu diesem einen Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs bekennen, der sich uns in Jesus mit seinem menschlichen Gesicht zugeneigt hat und im Heiligen Geist fortwährend unter uns lebt und wirkt.

Und auch den ersten Teil des Gebotes sollten wir nicht aus dem Blick verlieren: ich bin der Herr, dein Gott. Damit ist jedem einzelnen von uns zugesagt: ich bin Gott FÜR DICH, ich bin DEIN Gott. Genau darauf können wir auch unser ganzes Vertrauen setzen. Es läuft nicht immer alles planmäßig im Leben, und es geht auch immer wieder etwas schief, wir sind mit schweren Situationen konfrontiert und wissen nicht mehr, wie es weitergehen soll. Auch dann ist Gott da. Wie es in der berühmten Geschichte „Spuren im Sand“ heißt – sinngemäß -: an den Stellen deines Lebens, in denen du nur noch eine Spur im Sand siehst, während in den guten Zeiten immer zwei Fußspuren zu sehen sind und ich als dein Begleiter „sichtbar“ war, habe ich dich getragen. Gott ist immer unser Gott, er hat uns immer im Blick und unser Name steht immer unauslöschbar in seine Hand geschrieben. In guten und schlechten Zeiten. Dieses Gehaltensein kann uns Kraft geben, unser Leben immer wieder anzupacken, immer wieder neu anzufangen und auch den größten Widrigkeiten zu trotzen, weil es einen gibt, der uns nie verlässt.

„Glaubt an Gott und glaubt an mich! Im Haus meines Vaters sind viele Wohnungen.“ (Joh 14, 2)

Für jeden von uns gibt es einen Platz bei Gott. Jetzt und ewig. 

Und auch das zweite Gebot ist ein „Gottesgebot“:

Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht missbrauchen.

Wir dürfen den Namen Gottes und damit Gott selber niemals verzwecken und dadurch missbrauchen. Kriege im Namen Gottes zu führen, ist  das Gegenteil von dem, was gemeint und von Gott gewollt ist. Wenn Mission mit Gewalt erfolgt – und damit ist sowohl physische, als auch psychische Gewalt gemeint – dann handelt man entgegengesetzt zu diesem Gebot. Gott ist der „Ich bin da“. Und nicht der „ich bin da, wenn…“. Wir Christen sind seit Jahrhunderten nicht mehr die, die Glaubenskriege führen und unsere Überzeugung und unsere Religion mit dem Schwert zu unseren Mitmenschen bringen, aber, und das darf nicht aus dem Blick geraten, immer noch erleben wir immer wieder, wie Gott eingesetzt wird, um Angst zu machen. 

Das fängt schon im Kleinen damit an, dass wir Kindern das Nikolausfest und die Freude darauf vermiesen, in dem wir etwas von einem imaginären goldenen Buch erzählen, dessen Bilanz über ein Geschenk vom Nikolaus entscheidet. Dabei geht es natürlich nicht um Gott selbst, aber einen großen Heiligen Gottes und der Umgang mit dessen Fest ist symptomatisch. 

Jeder kennt vermutlich den Ausspruch „Gott sieht alles“ oder auch „kleine Sünden bestraft der liebe Gott sofort“. Ja, Gott sieht alles, aber er sieht alles mit liebenden Augen. Und sicher „bestraft“ er kleine Sünden nicht sofort, denn er ist kein Marionettenspieler, der mal an diesem und mal an jenem Fädchen zieht, je nachdem wie er die Welt gerade so haben möchte. 

Der Auftrag der hinter diesem Gebot steht, ist also, den Namen Gottes für sich sprechen zu lassen. Ihn nicht für eigene Zwecke missbrauchen und vor allem seine frohe Botschaft nicht in eine Drohbotschaft verwandeln, um „liebe“ Kinder und brave Schafe zu bekommen.

Ich wünsche uns in dieser Woche den Mut, uns zu unserem Glauben und unserem Gott zu bekennen, ihm zu vertrauen und seinem Namen „die Ehre zu geben“ und damit den Platz, der ihm zusteht. „Ich bin da“ mitten unter euch und bei jedem einzelnen von euch.

Gott hat jeden von uns angesprochen, jeder von uns ist sein über alles geliebtes Kind, dem er die Freiheit geschenkt hat. Besonders an diesem Wochenende müssen wir diese Freiheit nutzen und unserer demokratischen Pflicht nachkommen. Ich wünsche Ihnen eine gute Wahlentscheidung.

Ihre Katharina Nowak

Alle "Wochenworte" finden Sie in unserem Weblog "Kath 2:30":
"Wort zur Woche" auf Kath 2:30

Nachgehört: Die erste Platzrede auf dem Berliner Platz


Dr. Werner Kleine bei der ersten Platzrede auf dem Berliner Platz (Foto: Christoph Schönbach)

Am Mittwoch, dem 10. Mai 2017 hielt Pastoralreferent Dr. Werner Kleine um Punkt 12 Uhr die erste Platzrede auf dem Berliner Platz in Wuppertal-Oberbarmen - jenem Platz der kürzlich erst auf der Liste der 25 Gefahrenorte in Nordrhein-Westfalen genannt wurde.

In der Tradition der Ausrufer ging er in der Öffentlichkeit des Marktes auf aktuelle Fragen von Stadt, Land und Gesellschaft ein - und löste nicht nur Überraschung bei den Marktbesucherinnen und -besuchern, sondern auch Reaktionen aus. Hören Sie hier die erste Platzrede:

Die Platzrede zum Anhören unter SoundCloud

Die nächste Platzrede gibt es am Mittwoch, dem 31. Mai 2107 um 12 Uhr auf dem Berliner Platz in Wuppertal-Oberbarmen.

Fotostrecke zur ersten Platzrede (flickr)

Wann kommt die Moral?


Neutestamentliche Einwürfe zu skandalösen Entdeckungen in der Bundeswehr

Moral ist kein Orden, den man sich äußerlich anheften kann. Moral ist der innerste Kern einer Haltung, die das Handeln bestimmt. Wer über eine starke Moral verfügt, kann auch in scheinbar aussichtslosen Situationen bestehen. So zeigt sich an Haltung und Handeln nicht nur, wes Geistes Kind jemand ist, sondern ob sein Streben auch der Gesellschaft, die ihn trägt, dient. Es ist notwendig, dass die Gesellschaft selbst die Moral nicht aus dem Blick verliert.

Zum Beitrag von Dr. Werner Kleine

Der Beitrag zum Anhören bei SoundCloud

Zur Soundcloud-Playlist mit allen Dei-Verbum-Beiträgen

Trauergottesdienst für Sternenkinder


Dreimal im Jahr organisieren die Helios - Landesfrauenklinik, das Bethesda Krankenhaus und das Team der Sternenkinderambulanz gemeinsam eine Bestattung verstorben geborener Kinder.
In einer würdevollen Zeremonie ist dann Gelegenheit für Eltern und Geschwister Abschied zu nehmen.
Der Gottesdienst für die verstorbenen Babys findet am Freitag, dem 19. Mai 2017 um 13.00 Uhr auf dem Friedhof an der Schützenstraße statt.

Katholische Citykirche vor Ort


Kath. Citykirche auf der Alten Freiheit (Foto: W. Kleine)

Am Mittwoch, dem 24. Mai 2017 ist die Katholische Citykirche vor Ort. Entsprechendes Wetter vorausgesetzt wird der Stand der Katholischen Citykirche Wuppertal voraussichtlich in der Zeit von 12.00-14.00 Uhr auf dem Kerstenplatz in Wuppertal-Elberfeld stehen.

Hymnen und Lieder im Neuen Testament • Glaubensinformation in Wuppertal


Im Rahmen der Reihe „Glaubensinformation“ bietet die Katholische Citykirche Wuppertal einen Abend zu den neutestamentlichen Hymnen und Lieder an. Mit ihnen liegen Texte vor, die ihren Platz im frühchristlichen Gottesdienst hatten. Ihr Ursprung reicht in die früheste Zeit der Kirche zurück. Teilweise dürften sie schon wenige Jahre nach Kreuzestod und Auferstehung Jesu Christi entstanden sein. Sie spiegeln damit nicht nur den Ursprung des Entstehens christlicher Theologie wieder. Sie legen auch Zeugnis für das Denken der ersten Christen und christlichen Gemeinden ab, die die Wurzeln bilden, aus denen die Kirche entstanden ist.

Der Abend findet am Mittwoch, 24. Mai 2017 von 19.00-20.30 Uhr im Katholischen Stadthaus (Laurentiusstr. 7 – am Laurentiusplatz in Wuppertal-Elberfeld – 1. Etage) statt. Es referiert der Neutestamentler Pastoralreferent Dr. Werner Kleine.

Voraussichtlich wird die Veranstaltung per Facebook-Livestream in der Facebookseite der Katholischen Citykirche Wuppertal übertragen. Die Seite ist unter www.kck42.de/facebook öffentlich zugänglich.

Weitere Informationen zur Reihe "Glaubensinformation"

Jesiden in Deutschland - eine Fotoausstellung


Die Fotoausstellung „Jesiden in Deutschland“ des in Deutschland lebenden Jesiden Ferhad Battal präsentiert die religiösen Riten und Symbole des Alltags der in Deutschland lebenden Jesiden und stellt einen Vergleich zur religiösen Alltagspraxis in der Heimat dar. Bei Musik, Vortrag und Diskussion können die Traditionen, Werte, Normen und religiösen Inhalte des alltäglichen Lebens kennengelernt werden. Zum interreligiösen Austausch wird eingeladen.

Die Ausstellung wird am Freitag, dem 12. Mai 2017 um 17 Uhr mit einer Vernissage eröffnet. Sie ist das Ergebnis eines Studienprojekts und kann bis zum 24. Mai 2017 im Katholischen Stadthaus (Laurentiusstraße 7, 42103 Wuppertal) besichtigt werden. Der Eintritt ist frei.

 Flyer zur Ausstellung

Dem Hl. Judas Thaddäus zur Ehre • Wallfahrt zum Patron der Hoffnungslosen am 28.5.2017


Der Hl. Judas Thaddäus wird an jedem 28. eines Monats in St. Marien in Wuppertal-Elberfeld geehrt.

Der Hl. Judas Thaddäus gehört zu den fast vergessenen Aposteln. Er ist der Patron der Hoffnungslosen und Vergessenen. Sein Gedenktag ist der 28. Oktober.

Ihm zu Ehren versammeln sich schon seit langem in Mexiko-Stadt viele, die am Rande der Gesellschaft stehen oder hoffnunglos sind, an jedem 28. eines Monats, um ihn als starken Fürsprecher anzurufen. Zusammen mit dem Sozialdienst kath. Frauen (SkF) e.V. Wuppertal, dem Caritasverband Wuppertal/Solingen, der Notfallseelsorge Wuppertal und der Seelsorge für Obdachlose, Prostituierte und Drogenabhänge lädt die Katholische Citykirche Wuppertal alle, die hoffnungslos sind oder am Rand der Gesellschaft stehen an jedem 28. Tag eines Monats nach St. Marien in Wuppertal-Elberfeld (Wortmannstr./Ecke Hardtstr.) von 12-14 Uhr ein, um den Hl. Judas Thaddäus um Beistand und Fürsprache zu bitten. Neben einem kurzen Gottesdienst and der Judas-Thaddhäus-Statue (13 Uhr) gibt es auch Gelegenheit, bei einem Mittagessen ins Gespräch zu kommen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Jede und jeder ist willkommen!

Die nächste Wallfahrt findet am Sonntag, dem 28. Mai 2017 von 12-14 Uhr in St. Marien (Wortmannstr. 2 in Wuppertal-Elberfeld) statt. Um 13 Uhr wird bei der Judas-Thaddäus-Statue in der Marienkirche eine Kurzandacht gehalten.

Das Projekt wird von der Metzgerei Kaufmann unterstützt.

Mo, 25. Juni 2018 - So, 08. Juli 2018

Keine Termine gefunden

Du allein

Zu wem sollte ich rufen, Herr,
zu wem meine Zuflucht nehmen,
wenn nicht zu dir?
Alles, was nicht Gott ist,
kann meine Hoffnung nicht erfüllen.
Gott selbst verlange und suche ich;
an dich allein, mein Gott,
wende ich mich, um dich zu erlangen.
Du allein hast meine Seele erschaffen können,
du allein kannst sie aufs Neue erschaffen;
du allein hast ihr dein Bildnis einprägen könne,
du allein kannst sie umprägen
und ihr dein ausgelöschtes Antlitz wieder eindrücken,
welches ist Jesus Christus,
mein Heiland, der dein Bild ist
und das Zeichen deines Wesens.

(Blaise Pascal)

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