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Katholische Citykirche Wuppertal

Das Wort zur Woche (Palmsonntag, Lesejahr A)

Dr. Werner Kleine
Dr. Werner Kleine, PR

Liebe Leserinnen und Leser,

das Kreuz war eine grausame Alltäglichkeit. Und der Mensch gewöhnt sich schnell an Alltägliches. Der Kreuzweg Jesu wird also von den meisten, an denen er vorbei führte, kaum mit besonderer Aufmerksamkeit zur Kenntnis genommen worden sein. Vorbei an Händlern und Feilschern wird sein Weg geführt haben. Das Alltagsgeschäft ging weiter, höchstens gestört durch den Pulk, den vor allem das römische Hinrichtungskommando bildete. Flüche, Geschimpfe, Spott, durch den man das offenkundig Grausame auf Distanz hält - und wieder der normale Alltag. Gott sei Dank, der Tod ist vorübergegangen.

Nein, der Kreuzweg Jesu war nicht andächtig. Und als Heilsereignis wurde er auch nicht wahrgenommen. Der Schrecken des Kreuzes fuhr den seinen derartig in die Glieder, dass sie sich davon machten. Nicht nur einer hatte ihn verraten. Fast alle hatten sich auf und davon gemacht. Der Kreuzestod ist grausam und brutal. Schon die der Kreuzigung vorausgehende Geißelung überlebten viele Delinquenten nicht. Wessen Lebenshauch danach noch nicht erloschen war, der wurde an das Patibulum gebunden - jenem Querbalken des Kreuzes, das in der Mitte eine Aussparung hatte, die passgenau auf den Zapfen auf dem Längsbalken zugeschnitten war, der an der Hinrichtungsstätte fest im Boden verankert war. An der Hinrichtungsstätte angekommen wurde der Delinquent seiner Kleider beraubt. Das Patibulum wurde am Längsbalken hochgezogen und oben auf dem Längsbalken befestigt. Nicht immer wurden die Gekreuzigten auch an das Kreuz genagelt, häufig aber doch. Dann trieb man die Nägel durch die Handwurzeln und Fersen, jene Körperstellen mit einer besonderen Nervendichte. Der Schmerz dürfte vielen die Sinne geraubt haben.

Der Tod am Kreuz trat langsam ein. Der Todeskampf konnte sich über Tage hinziehen. Die Römer verstanden es, ihn zu verlängern: durch "Erfrischungen", wie den Essigtrunk, aber auch durch das Sedile - einen angeschrägten Sitz auf dem Längsbalken, auf den sich der Delinquent hochdrückte, um die Arme zu entlasten, von dem er aber doch immer wieder hinunterrutschte.

Wenn der Tod endlich eintrat, ließ man die Leichen an den Kreuzen hängen - zur Abschreckung, aber auch, um die Toten über den Tod hinaus zu demütigen. Der Gekreuzigte wurde seiner Menschlichkeit konsequent beraubt. Dieser Schrecken des Kreuzes saß tief. So tief, dass man davon überzeugt war, dass ein Mensch, der am Kreuz starb, nur von Gott verlassen sein konnte. Wie konnte Gott zulassen, dass einer der seinen einen solchen Tod starb.

All das verbirgt sich hinter den lakonischen Worten der Matthäuspassion, mit der am Palmsonntag im Lesejahr A die Heilige Woche eröffnet wird:

Dann führten sie Jesus hinaus, um ihn zu kreuzigen. (Matthäus 27,31b)

In der Tat: An einen Sohn Gottes zu glauben, der am Kreuz stirbt, ist eine Torheit und ein Ärgernis. Und dieses Ärgernis besteht auch in der Gegenwart, wenn das Kreuz aus der alltäglichen Verborgenheit herausgeholt wird.

Seit Beginn der Fastenzeit 2014 zeigt die Katholische Citykirche Wuppertal die TalPassion. Die Wuppertaler Künstlerin Annette Marks hat acht Bilder gemalt, die biblische Passions- und Auferstehungsszenen zeigen. Die Originale hängen vom Aschermittwoch bis Pfingsten 2014 in der Laurentiusbasilika in Wuppertal-Elberfeld. Großformatige Reproduktionen der Bilder werden in der Innenstadt Wuppertal-Elberfelds gezeigt. Sie ergeben dort einen gehbaren Kreuzweg von 2,5 Kilometer Länge. Mitten im geschäftlichen Trubel, zwischen Passanten, Beamten, Handwerkern und Touristen ist der Kreuzweg präsent und fordert heraus. Dieser Kreuzweg fordert tatsächlich heraus. Er ist zum Ärgernis geworden, vor allem für die, die mit Gott ihre Schwierigkeiten haben. Vor allem die Kreuzigungs- und Auferstehungsszene erregt bei manchen Widerspruch, denn beide Szenen hängen am städtischen Verwaltungsgebäude in Wuppertal-Elberfeld. Auf Facebook, in Mails, Leserkommentaren und Briefen wird die staatliche Neutralität wird angemahnt und die Trennung von Kirche und Staat wird beschworen. Vor allem wird polemisch eingewendet, die Kirche würde sicher protestieren, wenn man dort eine Darwin-Bild aufhängen würde. Religion sei schließlich Privatsache.

Bisweilen erscheint die Kritik bei näherem Hinsehen als oberflächlich begründet, denn ein Verwaltungsgebäude kann doch nie in dem Sinne neutral sein, dass dort keine Meinungen und Bekenntnisse geäußert werden dürften. Jeder politische Diskurs müsste ja sofort verstummen. Wer eine solche Neutralität befürwortet, befürwortet letztlich eine diskussionslose Diktatur. Gerade deshalb dürfen und sollen natürlich auch andere Gruppierungen ihre Ansichten dort veröffentlichen. Und wahrlich: Wer glaubt, gestandene Katholikinnen und Katholiken heute noch mit Darwin erschrecken zu können, kommt mindestens 100 Jahre zu spät. Tatsächlich kann auch kein aufrechter Demokrat ernsthaft wollen, dass sich die Religion ins Private zurückzuziehen hat. Wenn Religion sich der öffentlichen Diskussion entzieht, ist dem Fanatismus mit all seinen Begleiterscheinungen Tür und Tor geöffnet. Vere: sapere aude - habt den Mut, den Verstand wirklich zu gebrauchen!

Das alles ist also wohl eher vorgeschoben. Das Ärgernis des Kreuzes sitzt offenkundig tiefer. Die öffentliche Sichtbarmachung des Kreuzes, sein Herausheben aus der alltäglichen Gewohnheit verstört offenkundig den als Vernunftgebrauch getarnten Selbstbezug. Wer die Vernunftstolzen mit Verstand stört, wird diffamiert - als archaisch und unvernünftig. Die Kreuzesnachfolge ist auch heute keine Sache der frommer Andacht. Sie ist und bleibt ein Politikum.

Nein, der Kreuzweg ist keine Maßnahme, mit der man begeistern kann. Ein Kreuzweg ist kein Mittel modernen Marketings. Zu grausam ist das Kreuz. Und es hat seinen Schrecken bis heute nicht verloren. Das Kreuz ist und bleibt ärgerlich. Das Ärgernis wird auch durch den Glauben an die Auferstehung nicht aufgehoben. Von der Auferstehung her wird allerdings offenbar, dass selbst die, die ihre Menschlichkeit spätestens am Kreuz verloren haben, in Gott ihr letztes Ziel haben. Aber das Kreuz macht weiter Ärger - bis auf den heutigen Tag.

Es ist also keine alte Geschichte, die am Palmsonntag im Lesejahr A verkündet wird. Sie ist aktuell. Sie ist gegenwärtig - so gegenwärtig wie der, der am Kreuze starb und vom Tod auferstand.

Ich wünsche Ihnen eine gesegnete Woche,
Ihr Dr. Werner Kleine, PR
Katholische Citykirche Wuppertal

Alle "Wochenworte" finden Sie in unserem Weblog "Kath 2:30":
"Wort zur Woche" auf Kath 2:30

Katholische Ostergottesdienste in Wuppertal


Die Katholische Citykirche Wuppertal hat eine Übersicht über alle katholischen Gottesdienste von Gründonnerstag bis zum Ostermontag veröffentlicht. Dazu gehören neben den Abendmahlsfeiern am Gründonnerstag, den Karfreitagsliturgien und Osternachtfeiern auch die Gottesdienste am Ostersonntag und Ostermontag. Außerdem sind auch einige Beichtzeiten enthalten.

Die Zeit von Gründonnerstag bis zur Osternacht ist die höchste Festzeit im Kirchenjahr. Sie wird auch als Triduum Paschale (österliches Dreitagefest) bezeichnet.

Übersicht über die katholischen Ostergottesdienste in Wuppertal

Sabine Schmidt als Vorsitzende des Wuppertaler Katholikenrates bestätigt


Sabine Schmidt wurde als Vorsitzende des Wuppertaler Katholikenrates wiedergewählt. (Foto: privat)

Auf der Vollversammlung des Wuppertaler Katholikenrates vom 8. April 2014 wurde Sabine Schmidt mit überwältigender Mehrheit im Amt als Vorsitzende des Wuppertaler Katholikenrates bestätigt.

Neben Sabine Schmidt wurden Arno Hadasch und Gerlinde Geißler als stellvertretende Vorsitzende wiedergewählt.

In den erweiterten Vorstand, dem der Wuppertaler Stadtdechant Dr. Bruno Kurth als geborenes Mitglied angehört, wurden als Beisitzer außerdem Michael Goecke, Ursula Grüneberg, Gerhard Metzger, Franz-Josef Merten, Marcel Simon und Dr. Birgit Timmermann gewählt.

Zur Vollversammlung des Wuppertaler Katholikenrates gehören neben dem Stadtdechanten als geborenem Mitglied jeweils 3 Vertreter der sieben Wuppertaler Pfarrgemeinderäte sowie insgesamt 21 Vertreter aus den weiteren katholischen Verbänden. Der Katholikenrat ist die Laienvertretung der ca. 80.000 Wuppertaler Katholiken. Er steht dem Stadtdechanten pastoral beratend zur Seite, bezieht aber auch zu gesellschafts- und kommunalpolitischen Themen Stellung und kann hier eigene Initiativen auf den Weg bringen. Der Wuppertaler Katholikenrat entsendet außerdem Delegierte in den Diözesanrat der Katholiken im Erzbistum Köln. Die jeweilige Amtsperiode ist an die Amtsperioden der Pfarrgemeinderäte gekoppelt. Sie beträgt 4 Jahre.

Mitschnitt: Helmut Pathe im Domradio über die TalPassion


Helmut Pathe, Redakteur der Kirchenzeitung Köln, berichtete in einer Sendung vom 3.4.2014 im Domradio über die TalPassion. Wir präsentieren hier den Mitschnitt:



Neuer Kurs für erwachsene Firmbewerber


KGI Fides-Stelle Wuppertal

Die KGI Fides-Stelle Wuppertal (kath. Wiedereintrittsstelle) bereitet unter anderem Erwachsene, die  gefirmt werden möchten, auf den Empfang dieser Sakramente vor.

Der Firmkurs für Erwachsene beginnt am Mittwoch, dem 16. April um 19 Uhr im Kath. Stadthaus (Laurentiusstr. 7 in Wuppertal-Elberfeld, 1. Etage). Weitere Termine finden Sie hier. Die Erwachsenenfirmung für das gesamte Erzbistum Köln findet in diesem Jahr am Samstag, dem 7. Juni 2014 um 18 Uhr im Kölner Dom statt.


Erwachsene, die an einer Tauf- bzw. Firmvorbereitung interessiert sind, können sich ab sofort bei Pastoralrefe-rent Dr. Werner Kleine (KGI Fides-Stelle Wuppertal – Tel.: 0202-42969674 – Mail: werner.kleine@kgi-wuppertal.de) melden. In einem ersten Gespräch werden dann weitere Einzelheiten geklärt.

Weitere Informationen unter www.kgi-wuppertal.de.

Laurentiusweg - Führung mit Elke Brychta am 13. April 2014


Die ehemals selbstständige Stadt Elberfeld und der heutige Stadtteil Wuppertals ist von alters her mit der Person des Heiligen Laurentius verbunden. Er ist ist nicht nur Patron von Elberfeld und Wuppertal, er hat auch Geschichte und Gesicht Elberfelds geprägt. Der Elberfelder Laurentiusweg führt Sie an wichtige Orte Elberfelds und erschließt den heutigen Stadtteil aus einer neuen Perspektive.

Die Wuppertaler Historikerin Elke Brychta leitet die nächste Führung am Sonntag, 13. April 2014. Sie beginnt um 15.00 Uhr an der Alten Reformierten Kirche (Kirchplatz 1) in Wuppertal-Elberfeld. Der Teilnehmerbeitrag beläuft sich auf 3,00 EUR.

Mehr unter www.laurentiusweg.de.

TalPassion - den Kreuzweg gehen


TalPassion ist ein öffentlich sichtbarer Kreuzweg. Acht Planen ergeben einen Weg, der an der Sophienkirche (Sophienstr.) beginnt, über die Laurentiusbasilika und den Kasinokreisel zur ev. Citykirche Elberfeld führt. Von dort geht es über das Uhrenmuseum Abeler zum Verwaltungsgebäude Elberfeld am Neumarkt. Die TalPassion endet schließlich an der Marienkirche in der Wortmannstr.

Am Mittwoch, dem 16. April 2014 findet der nächste Kreuzweg statt, der dem Weg der TalPassion folgt. Neben einer Führung zu den Bildern werden an den einzelnen Stationen auch Kurzandachten gehalten. Der Weg wird begleitet von Dipl. Theol. Nicole Hoffzimmer von der Katholischen Citykirche Wuppertal. Er beginnt um 12 Uhr an der Sophienkirche und endet gegen 13.30 Uhr an der Marienkirche.

Weitere Termine unter www.talpassion.de (Menüpunkt "Die Termine").

Glaubensinformation: Einführung in die Liturgie des Triduum Paschale (Gründonnerstag bis Osternacht)


Im Rahmen der Reihe „Glaubensinformation“ lädt die Katholische Citykirche Wuppertal zu einem Abend zur Einführung in die Liturgie des Triduum Paschale.

Das Triduum Paschale umfasst die Zeit vom Gründonnerstag bis zur Osternacht. Diese Zeit ist in der katholischen Kirche von einer besonderen und einmaligen Liturgie geprägt, die nur an diesen Tagen gefeiert werden. Eigentlich handelt es sich bei dem Triduum Paschale um einen einzigen großen Gottesdienst, der am Gründonnerstag beginnt und in der Osternacht endet. Er fängt mit der Erinnerung an die Einsetzung des Abendmahles am Gründonnerstag an. Am Karfreitag wird die Liturgie vom Leiden und Sterben Christi begangen. Am Karsamstag gedenkt die Kirche der Grabesruhe des Herrn. In der Osternacht schließlich wird in einer breit entfaltete Liturgie die Auferstehung Jesu Christi gefeiert.

Der Abend findet am Mittwoch, 16. April 2014 von 19.00-20.30 Uhr im Katholischen Stadthaus (Laurentiusstr. 7 – am Laurentiusplatz in Wuppertal-Elberfeld – 1. Etage) statt. Es referiert Pastoralreferent Dr. Werner Kleine.

Weitere Informationen zur Reihe "Glaubensinformation"

Trauermette (mit mittelalterlichter Liturgie) • Karfreitag (18.4.2014) • 20 Uhr • St. Laurentius (Wuppertal-Elberfeld)


"Blessings of Bikes and Bikers" - Zwei Motorradgottesdienste in Wuppertal


Die Katholische Citykirche Wuppertal lädt alle Biker wieder zur offenen Segensfeier auf den Laurentiusplatz in Wuppertal-Elberfeld ein. Pastoralreferent Dr. Werner Kleine wird dort am Freitag, dem 25. April 2014 um 17 Uhr wieder Biker und ihre Fahrzeuge segnen. In Zusammenarbei tmit der Polizei Wuppertal findet im Anschluss an die Segensfeier eine Information und Vorführung zur Fahrsicherheit mit dem Fahrsicherheitstrainer Matthias Marsch statt.

Eine weitere Segensfeier für Motorradfahrer findet im Rahmen der vom Motorradfahrertreff "Cafe Hubraum" organisierte Biker Day's am Cafe Hubraum (Solingen-Kohlfurth) statt. Der Kurzgottesdienst mit anschließender Fahrzeugsegnung beginnt am Sonntag, dem 27. April 2014 um 12 Uhr.

Mo, 03. Oktober 2022 - So, 16. Oktober 2022

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Das Neue

Die Absolutheit, mit der sich Christus am Kreuz in Liebe seinem Vater hingibt, wird zur totalen Liebes-Gabe an alle Menschen. In Jesus Christus wird eine neue Daseinsform offenbar, innerhalb deren der Gegensatz zwischen der Liebe zu Gott und der Liebe zu den Menschen zunichte wird. Diese unauflösliche Einheit antasten zu wollen heißt den Wesenskern und das unverrückbarste Merkmal christlichen Daseins verleugnen ... Der Christ kann seinen Dienst am Menschen nicht von seiner Beziehung zu Gott trennen. In der Nachfolge Christi ist es gerade die absolute Hingabe an Gott, die uns zur besten Garantie für eine absolute Dienstbereitschaft am Nächsten und seiner Not wird.
(Claude Geffré)

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